Bebauungsplanverfahren für Hotel Luisenbad läuft

Fuchs: "Wir gehen an die Grenze dessen, was machbar ist"

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Der Neubau soll mit 20 Metern Wandhöhe zwar massiver als das jetzige Hotel werden, doch die Optik soll zur Ludwigstraße hin ähnlich bleiben.
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Bad Reichenhall - Eigentlich sollte der Stadtrat am Dienstagabend, 9. April, einfach den nächsten Schritt im Bebauungsplanverfahren für das Hotel Luisenbad tun. Reine Formsache ist dieses Projekt für die Räte aber nicht.

Bis zu vier Vollgeschosse soll die Hotelbebauung haben, die dort entstehen soll, wo derzeit noch das Hotel Luisenbad steht. Außerdem sind Gastronomie, Ferienwohnungen, kleine Geschäftsflächen, Wohnungen und eine Tiefgarage geplant. Die Abrissgenehmigung für das Hotel ist bereits erteilt. Einzig der Pavillion soll stehen bleiben.

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Grünen-Stadtrat Michael Nürbauer tut es vor allem um das Schweizer Haus leid. Er erkundigte sich bei Stadtbauamtsleiter Thomas Knaus, ob die Einwände von Stadtheimatpfleger Johannes Lang berücksichtigt worden wären, der sich sicher sei, dass das Schweizer Haus eines der letzten seiner Art sei. Knaus beteuerte, dass die Denkmaleigenschaft geprüft worden wäre. "Das Haus hat keinen Denkmalcharakter", gab er das Ergebnis der Prüfung des Denkmalamtes bekannt. Im Innenbereich sei es zu sehr überbaut worden.

Knaus gab auch zu bedenken, dass das Projekt auf dem Grund des Hotel Luisenbad nicht zustande gekommen wäre, würde das Schweizer Haus unter Denkmalschutz stehen. Oberbürgermeister Herbert Lackner ist aber nach wie vor, froh wenn es kommt. "Es wird ein modernes, hochwertiges Hotel im Bereich der 4 Sterne."

"Es gibt manchmal Interessen, es anders zu sehen"

Übersicht über die geplanten, neuen Baukörper. Der Hotelkomplex bleibt in der Mitte, in den Gebäuden links und rechts davon werden die Wohnungen angesiedelt.

Genau deshalb wollen die Stadträte auch, dass das Bebauungsplanverfahren auf sicheren Füßen steht. Sebastian Renoth von der CSU und auch Friedrich Hötzendorfer von der FWG forderten die objektive Begutachtung der rechtlichen Einwände durch einen neutralen Experten. Bisher wurden die Gespräche zwischen den Bürgern, der Stadt, den Projekt-Verantwortlichen und deren Anwälten geführt. "Ich will den Anwälten nichts nachsagen, aber es gibt manchmal Interessen, es anders zu sehen."

Die Anregung von Renoth und Hötzendorfer wurden aufgenommen und der Stadtrat stimmte der erneuten Auslegung der geänderten Pläne zu. Zuvor erklärte aber Gerhard Fuchs von der FWG: "Wir gehen an die Grenze dessen, was gerade noch so machbar ist. Ich gehe davon aus, dass wir wirklich nur an die Grenzen gehen."

cz

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