Entlastung vom Transitverkehr im kleinen deutschen Eck

Lackner: "Wir müssen alle an einem Strang ziehen"

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Oberbürgermeister Herbert Lackner freute sich über den sehr konstruktiven Austausch mit der Gemeinde Schneizlreuth und den Bürgerinitiativen.
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Bad Reichenhall - Nach anfänglichen emotionalen Diskussionen haben sich die Stadt Bad Reichenhall und die Gemeinde Schneizlreuth mit Vertretern der Bürgerinitiativen aus beiden Gemeinden an einen Tisch gesetzt. Oberbürgermeister Herbert Lackner sieht auch ein klares Ergebnis des Gesprächs.

Zu einem "sehr konstruktiven Austausch" haben sich Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Herbert Lackner, Schneizlreuths Bürgermeister Wolfgang Simon sowie Vertreter der Bürgerinitiativen 'transitfreies Karlstein' und Schneizlreuth getroffen. Der Oberbürgermeister hatte zu dem Gespräch geladen, um die Wogen zwischen Bad Reichenhall und der Nachbargemeinde wieder etwas zu glätten.

Die Forderungen und Aktionen der Initiative 'transitfreies Karlstein' sorgten für Unmut in Schneizlreuth. Die dortigen Anwohner befürchteten, den gesamten Transit- und Schwerlastverkehr künftig allein tragen zu müssen und gründeten ihrerseits eine Initiative.

Diffizile Angelegenheit mit wenig Hoffnung?

Doch allen Vertretern ist klar, dass man im Grunde das gleiche Ziel verfolgt. "Wichtig ist, dass wir im Gespräch waren, jeder seine Anliegen vorbringen konnte und wir im Dialog bleiben", erklärte Lackner auf Nachfrage von BGLand24. "Ich will auch nicht zu viel vorwegnehmen, aber ich habe den Teilnehmern vorgeschlagen, ein Gespräch bei der Regierungspräsidentin von Oberbayern persönlich zu arrangieren. Dort können wir unsere Probleme an der zuständigen Stelle loswerden."

Die zuständige Stelle hat gegenüber BGLand24 bereits geäußert, dass sie einen erneuten Antrag für eine Tonnagebeschränkung auf der Staatsstraße 2101 zwar überprüfen werde, den Bad Reichenhallern aber wenig Aussicht auf Erfolg gemacht. "Wir wissen, dass es rechtlich eine äußerst diffizile Angelegenheit ist, sonst hätten wir schon eine Tonnagebeschränkung", äußerte der Oberbürgermeister. "Deshalb ist es wichtig, dass wir alle an einem Strang ziehen, nur so können wir etwas erreichen."

Die Stadtverwaltung bereitet derzeit eine Begründung vor, warum Lkws über 7,5 Tonnen die Staatsstraße am Thumsee nicht mehr benützen sollen dürfen. Die Regierung von Oberbayern als übergeordnete Verkehrsbehörde muss diesen Antrag dann prüfen. 2014 und 2015 hat sie den Bad Reichenhallern eine Absage erteilt, da eine Tonnagebeschränkung verkehrsrechtlich nicht haltbar gewesen wäre.

cz

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