Große Razzia in Bad Reichenhaller Nachtclub

Ex-Besitzer: "Haben nichts mit einem Netzwerk zu tun!"

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Bad Reichenhall - Aufregung in Bad Reichenhall: Dort ist es am Dienstagabend zu einem großen Polizeieinsatz in einem Gebäude im Hirschmühlenweg. Das LKA hat dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht. Und jetzt hat sich auch der Ex-Besitzer des Nachtclubs zu Wort gemeldet:

UPDATE, 16.45 Uhr - Ex-Besitzer meldet sich zu Wort:

Am Nachmittag hat sich der Ex-Besitzer des Nachtclubs bei BGLand24.de telefonisch gemeldet und wollte die Vorwürfe aus seiner Sicht richtig stellen. Der Mann sprach davon, dass zwar die Räumlichkeiten des Clubs durchsucht worden seien, allerdings nur deswegen, weil diese auch von den Wohnungen, die sich ebenfalls in dem Haus (eine ehemalige Hotelfachschule) befinden, zugänglich seien.

Der eigentliche Durchsuchungsbeschluss sei dem Ex-Besitzer zufolge gegen einen 20-jährigen Mieter gerichtet gewesen und mit dem "Verdacht auf Ausspähen von Daten" begründet gewesen. Von den Inhalten der Pressemitteilung, wonach es auch um Drogen, Waffen und Geldwäsche ging, distanzierte sich der Mann energisch. "Wir haben nichts mit einem Netzwerk zu tun", wurde der Ex-Besitzer deutlich und stellte auch klar: "Wir sind kein Bordell!"

UPDATE, 14.25 Uhr:

Auf Nachfrage von BGLand24.de bestätigte das LKA ausdrücklich, das auch der besagte Nachtclub in Bad Reichenhall zu den insgesamt 29 Objekten gehört, die am Dienstagabend bis tief in die Nacht durchsucht worden waren.

UPDATE, 14.20 Uhr: Pressemeldung des LKA

Im Rahmen bundesweiter Ermittlungen gegen führende Mitglieder des inzwischen abgeschalteten Underground-Economy-Forums "crimenetwork.biz" wurden am Abend des 7. März in Bayern 29 Objekte durchsucht. Das Forum diente seinen Mitgliedern ausschließlich dazu, Straftaten über das Internet zu verabreden oder zu begehen bzw. Hilfestellungen bei Straftaten zu geben. Zeitgleich wurden in 13 weiteren Bundesländern Durchsuchungsmaßnahmen durchgeführt.

Nachdem eine Vielzahl von Mitgliedern des Forums identifiziert werden konnte, wurde die Gesamtkoordination in Bayern vom Dezernat Cybercrime des Bayerischen Landeskriminalamts unter Sachleitung der Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg übernommen und gemeinsam mit den örtlich zuständigen Kriminalpolizeiinspektionen fortgeführt. Den 29 in Bayern ansässigen Beschuldigten wird eine Vielzahl von Delikten vorgeworfen, u.a. Verstöße gegen das Waffengesetz, der Geldwäsche, des Ausspähens von Daten, des Computerbetruges sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Arzneimittelgesetz.

Der Vollzug der 29 Durchsuchungsbeschlüsse erfolgte durch 304 Polizeibeamte in den Präsidialbereichen Mittelfranken (3), München (6), Niederbayern (3), Oberbayern Nord (4), Oberbayern Süd (4), Oberpfalz (4), Oberfranken (4), Schwaben Nord (1)

Bei den Durchsuchungsmaßnahmen wurde eine Vielzahl von Beweismitteln sichergestellt. Es handelte sich hierbei insbesondere um zahlreiche Computer und Mobiltelefone, Spielekonsolen, eine Vielzahl Festplatten aber auch geringe Mengen unterschiedlicher Betäubungsmittel sowie diverse Hieb-, Stich- und Schreckschusswaffen. Darüber hinaus konnten neben hochwertigen Armbanduhren, zahlreiche Gold- und Silbermünzen auch Magnetstreifenkarten (white plastics) in größerem Umfang sichergestellt werden. Die Ermittlungen dauern an.

Pressemitteilung Bayerisches Landeskriminalamt

Erstmeldung:

Aufregung in Bad Reichenhall: Dort ist es am Dienstagabend zu einem großen Polizeieinsatz in einem Gebäude im Hirschmühlenweg. 

Diese Nachricht hatten Leser an BGLand24.de gesendet. Auf Nachfrage von BGLand24.de bestätigte die Polizei in Bad Reichenhall den Einsatz in einem dort ansässigen Etablissement. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd wiederum verwies auf Nachfrage an das Landeskriminalamt Bayern.

Doch was steckt hinter dem Einsatz? Auch in München hielt man sich bezüglich Details am Mittwochvormittag bedeckt. Klaus Strobl von der Pressestelle des Landeskriminalamtes sagte gegenüber BGLand24.de, dass es "Durchsuchungsmaßnahmen" gegeben hätte, die sich "bis in die Nacht gezogen" hätten. "Das Ganze steht im Zusammenhang mit bundesweiten Durchsuchungsmaßnahmen, von denen der Schwerpunkt in Bayern lag und bei denen die Polizei mit starken Kräften im Einsatz war", so Strobl weiter, der den konkreten Ort der Maßnahmen nicht bestätigen wollte. Auch zur Frage, ob es Festnahmen gab, wollte sich das LKA nicht äußern.

Zu weiteren Details und Hintergründen will das Landeskriminalamt Bayern nun eine Presseerklärung veröffentlichen, die im Laufe des Tages publiziert werden soll.

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