Dreiwöchige Übung der Gebirgsjägerbrigade 23 

Operation Berglöwe: Großübung auf der Reiteralpe

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Oberst Jared Sembritzki (l) Hauptmann Giehl (r)
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Bad Reichenhall: Einsätze der Bundeswehr müssen funktionieren, wenn es zum Ernstfall kommt. Damit vor Ort alles klappt, wird regelmäßig geübt. Für den Frühjahr ist eine umfangreiche Übung auf der Reiteralpe geplant.

Die Reiteralpe wird im Sommer Schauplatz einer umfangreichen Übung der Gebirgsjägerbrigade 23 aus Bad Reichenhall. Unter dem Namen "Berglöwen" werden insgesamt zwei Bataillone und rund 2.000 Soldaten an dieser Übung teilnehmen. "Das Ziel der Übung ist den Ernstfall so zu proben, wie ein alpiner Angriff gebirgsjägertypisch im alpinen Gelände abläuft", so Oberst Jared Sembritzki im Gespräch mit BGLand24.de

Und ergänzt: "Die Bevölkerung braucht keine Angst zu haben, dass wieder Panzer durch Berchtesgaden rollen oder wir die A8 verstopfen. Es wird sicherlich zu bestimmen Zeiten ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf die Bevölkerung zukommen, aber wird sich auf rund 10 Tage beschränken. 

Der Kernübungszeitraum, die Masse bewegt sich auf der Reiteralpe, das ist halt ein Übungsgelände. Wo sollen wir üben, wenn nicht dort, das sind ideale natürliche Bedingungen für unsere Gebirgsjäger".

Übungszeitraum

Die Übung wird kurz vor den Sommerferien stattfinden und bis zu den Hauptferienzeiten abgeschlossen sein. Geübt wird hauptsächlich im Gelände, wann welches Gebiet betroffen ist oder wo eventuell einmal durch eine Ortschaft durchgefahren werden wird, wird rechtzeitig im Vorfeld bekanntgegeben.

"Diese Übung ist eine tolle Möglichkeit zu überprüfen ob alles funktioniert und jeder weiß was er zu tun hat. Wir haben den sogenannten 30-Tages-Gefechtsstand, das bedeutet wir müssen bei einem Einsatzbefehl innerhalb von 30 Tagen startbereit sein. In so einem Fall hätten wir auch keine Zeit mehr zu Üben, sondern es muss alles funktionieren. Und darum wird jetzt einmal ausgiebig geübt", so der Oberst.

Und ergänzt: "Ich selber werde mich größtenteils raushalten und nur beobachten, wie sich alle schlagen und ich glaube meine Truppe ist auch froh selber so zu handeln, wie sie wollen. Wir haben hier unten die Möglichkeit im Gelände zu üben und das sollten wir auch nutzen. Es wird eine Truppe geben, die den Angriff simuliert und eine die verteidigt. Außerdem gibt es Störertruppen, die zum Beispiel versuchen auf beiden Seiten Nachschublinien zu zerstören".

Pech für die Fußballfans?

Der Übungszeit fällt übrigens nach aktueller Planung in die Zeit der Fußball-WM. "Wir können sicherlich nicht alle Übungen nach dem WM-Zeitplan ausrichten, aber wir werden versuchen, das Zuschauen der Deutschland-Spiele so vielen Soldaten bei der Übung trotzdem zu ermöglichen".

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