Offiziere zur politischen Bildung in Berlin

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Bad Reichenhall - Die Offiziere des Gebirgsfernmeldebataillons 210 besuchten im Oktober die Bundeshauptstadt und nahmen an vielen Führungen zur politischen Weiterbildung teil.

Offiziere des Gebirgsfernmeldebataillons 210 im ARD-Hauptstadtstudio

Die Offiziere des Gebirgsfernmeldebataillons 210 aus Bad Reichenhall besuchten vom 14. bis 17. Oktober die Bundeshauptstadt Berlin. Unter der Leitung von Oberstleutnant Peter Schieder erlebten die Soldaten Berlin als Schnittpunkt der deutschen Geschichte und politisches Zentrum des wiedervereinigten Deutschlands.

Ein Themenkomplex der politischen Weiterbildung behandelte die Stadt selbst. Das wiedervereinte Berlin als Hauptstadt im Wandel der Zeit wurde den Offizieren durch eine Führung näher gebracht, welche von der Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße über das „Band des Bundes“ bis zur East-Side-Gallery führte. Als besonders einprägendes Beispiel für die Zeit des geteilten Berlins wurde der „Tränenpalast“ am Bahnhof Friedrichstraße besichtigt. Sehr deutlich wurden in dieser authentischen Ausstellung die Rahmenbedingungen in der Zeit des kalten Krieges im geteilten Deutschland und ein Teil der damit verbundenen, tausenden Einzelschicksale dargestellt.

Auch die militärische Nutzung Berlins wurde nicht ausgeblendet. So wurde der Bunker Wünsdorf Zeppelin besichtigt, welcher für das Oberkommando der Wehrmacht vor, wie auch für die Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland nach 1945 diente und unter anderem einen großen Fernmeldekomplex enthielt.

Bundeswehr im Einsatz

Auch das Themengebiet Auslandseinsätze konnte durch die Soldaten behandelt werden. Dazu gab es einerseits eine Führung am Ehrenmal der Bundeswehr zum Umgang mit Tod und Verwundung im Einsatz, anderseits besuchte man das ARD-Hauptstadtstudio sowie den Wehrbeauftragten des deutschen Bundestages. Ein Korrespondent des Hauptstadtstudios referierte über den Einfluss der Medien auf die öffentliche Meinung zu den Einsätzen der Bundeswehr sowie zur Wahrnehmung des Wandels der Bundeswehr von einer Wehrpflicht- zur Freiwilligenarmee und den damit in Zusammenhang stehenden Herausforderungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Im Rahmen der Sensibilisierung für aktuelle Herausforderungen im Themenfeld der inneren Führung besuchte die Ausbildungsgruppe den Sitz des Wehrbeauftragten des deutschen Bundestages. Nach kurzen einleitenden Worten ging man schnell in einen rege geführten Austausch über, in dem insbesondere die Eindrücke von gerade aus dem Einsatz zurückgekehrten Soldaten und die daraus hervorgehenden Problemfelder besprochen wurden.

Die Bundeswehr als Parlamentsarmee

Die Offiziere des Gebirgsfernmeldebataillons 210 vor dem Reichstag

Auf diesem Grundsatz baute der dritte Themenkomplex auf. Nach einer Führung durch das Reichstagsgebäude unter dem Aspekt des Parlamentarismus vom Reichstag des Kaiserreiches zum Deutschen Bundestag und der Besichtigung der Reichstagskuppel, folgte eine Gesprächsrunde mit dem Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter. Mit dem Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten im deutschen Bundestag wurden in einer lebhaften Diskussion die Aspekte der Ausrichtung sowie künftige Herausforderungen der Bundeswehr und nationaler Sicherheitspolitik im Allgemeinen erörtert.

Vier Tage in Berlin

Die politische Bildung als Gestaltungsfeld der inneren Führung soll den Soldaten den Wert der freiheitlich demokratischen Grundordnung verdeutlichen und soll helfen, sie von der Sinnhaftigkeit ihres Dienstes zu überzeugen. Diese vier Tage in der Bundeshauptstadt Berlin konnte nicht nur zu diesem Ziel beitragen, sondern erweiterten auch das eigene Wissen und den Horizont der Teilnehmer. Die Offiziere im speziellen nutzen solche Veranstaltungen auch, um ihrerseits als Multiplikator in der Truppe zu fungieren und Informationen weiterzugeben oder Anregungen für ähnliche Ausbildungen zu erhalten, welche sie dann selbst durchführen. Politische Bildung steht zudem in unmittelbarer Wechselbeziehung zur Menschenführung und so konnten die Soldaten die Zeit, nicht zuletzt bei gemeinsamer Abendgestaltung, auch nutzen, um stärker zusammen zu wachsen. Die Kombination aus vorgegebenem Programm und Zeit zur freien Gestaltung in der Großstadt trug zum Erfolg der Veranstaltung für alle bei.

Pressemeldung Gebirgsjägerbrigade 23

Rubriklistenbild: © Lt Peter Heimpel

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