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Weiterer Verhandlungstag wegen sexueller Belästigung notwendig

Reichenhaller Hauptfeldwebel geständig: "Ich schäme mich dafür"

Bad Reichenhall - Bei der Bundeswehr geht es härter zur Sache - aber niemand soll entwürdigt werden. Ein Hauptfeldwebel soll mehr als übertrieben haben. Er stand deshalb Montag vor Gericht. Ein Urteil ist nicht gefallen.

UPDATE, 13.30 Uhr:

Von der Gebirgsjägerbrigade 23, der beschuldigte Hauptfeldwebel gehörte zum Tatzeitpunkt dem Gebirgsjägerbataillon 231 an, gab es nur ein recht allgemein gehaltenes Statement zu dem laufenden Prozess: "Die Gebirgsjägerbrigade 23 hat Kenntnis von den Vorwürfen gegen einen Hauptfeldwebel bzgl. sexueller Belästigung und Benachteiligung einer Mannschaftssoldatin. Das Gebirgsjägerbataillon 231 hat nach der Meldung durch die betroffene Soldatin Ermittlungen durchgeführt und die Sache an die zuständige Staatsanwaltschaft Traunstein abgegeben", hieß es.

Die Pressestelle stellte allerdings auch klar: "Wir bitten um Verständnis, dass die Gebirgsjägerbrigade 23 keine Stellung zum laufenden Verfahren nimmt. Dies obliegt dem zuständigen Amtsgericht Laufen."

Update Dienstag 6.30 Uhr: 

Laut Anklage hat er den Frauen an den Hintern und zwischen die Beine gefasst und massiv beleidigt. Wegen entwürdigender Behandlung in sieben Fällen musste sich der 38-jährige Hauptfeldwebel der Reichenhaller Hochstaufenkaserne am Montag vor dem Laufener Amtsgericht verantworten. Weil er in allen Anklagepunkten geständig war, hatte Richterin Mona Peiß die beiden betroffenen Frauen nicht als Zeugen geladen. Nun aber will die Staatsanwältin, dass die beiden Frauen zu den Taten aus den Jahren 2013 und 2015 aussagen. Sie will durch die Aussagen eine angemessene Strafzumessung finden, heißt es auf Heimatzeitung.de. Dies wollte die Richterin den beiden Opfern eigentlich ersparen. 

Der Hauptfeldwebel habe im Prozess am Montag erklärt, die Taten seien stets unter Alkohol oder Feiern in der Kaserne passiert. "Ich kann es mir nicht erklären", versicherte der Angeklagte laut Heimatzeitung, "das entspricht überhaupt nicht meiner Natur. Ich schäme mich dafür." Mittlerweile habe er sich auch psychologisch beraten lassen. Da die Staatsanwältin trotz Geständnisses des Hauptfeldwebels bei ihrem Antrag blieb, auch die beiden Frauen aussagen zu lassen, muss nun ein weiterer Verhandlungstag festgelegt werden.

Vorbericht Montag:

Wie die Bayernwelle berichtet, soll der Mann unter anderem zwei Soldatinnen auf den Hintern geschlagen haben. Außerdem soll er die Frauen beleidigt und entwürdigt haben. Der Hauptfeldwebel muss sich heute wegen siebenfacher entwürdigender Behandlung verantworten.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Sven Hoppe/dp

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