Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23

Norwegische Landstreitkräfte besuchen Gebirgsjäger

Bad Reichenhall - Der Oberbefehlshaber der Norwegischen Landstreitkräfte, Generalmajor Odin Johannessen, kam zu einem dreitägigen Besuch in die Bundesrepublik Deutschland.

Sein Weg führte ihn dabei am 4. Juli auch zur Gebirgsjägerbrigade 23 nach Bad Reichenhall. Auf dem Programm standen die Vorstellung der Gebirgsjägerbrigade 23 "Bayern", eine Besichtigung des Einsatz- und Ausbildungszentrums für Tragtierwesen 230 sowie ein Besuch beim Gebirgsjägerbataillon 232 in Bischofswiesen.

Bei strahlendem Sonnenschein landete die Luftwaffenmaschine vom Typ "A 400 M" in Salzburg, an Bord Generalmajor Odin Johannessen in Begleitung des Inspekteurs des Heeres, Generalleutnant Jörg Vollmer.Hintergrund seines dreitägigen Deutschlandbesuchs war die Fortsetzung des regelmäßigen Informationsaustausches der Landstreitkräfte Deutschlands und Norwegens. Darüber hinaus hat Generalmajor Johannessen ein besonderes Interesse an der Gebirgsjägerbrigade 23, die in den letzten Jahren zunehmend in Norwegen geübt hat. Von Salzburg ging es dann zum ersten Programmpunkt nach Bad Reichenhall in die Hochstaufen-Kaserne. Nach einer kurzen Einweisung durch den Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Jared Sembritzki, ging es zu den Stallungen, wo dem norwegischen General das Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen 230 (EAZ) präsentiert wurde. Dort konnte sich der Oberbefehlshaber ein Bild von dieser gsnz besonderen Einheit machen, die als einzige in der Bundeswehr über Maultiere und Haflinger, die vierbeinigen Kameraden der Gebirgsjäger, verfügt. Der Auftrag des EAZ ist es, die Gebirgsjäger mit Material im Gebirge zu versorgen. "Wenn Fahrzeuge nicht mehr weiter kommen, dann kommen wir zum Einsatz", erläuterte der Kompanieeinsatzoffizier, Hauptmann Maximilian Höfler. Neben den spezifischen Ausbildungen, die für den Umgang mit den Tieren benötigt werden, wie zum Beispiel die Ausbildung zum Schmied, sind die Soldatinnen und Soldaten des EAZ zuallerst Gebirgsjäger.

Eine besondere Patenschaft mit dem Gebirgsjägerbataillon 232 

Zum Abschluss des Besuchs ging es dann zum Gebirgsjägerbataillon 232 nach Bischofswiesen. Major Lars Kauven, der stellvertretende Bataillonskommandeur, begrüßte die Delegation in der Jäger-Kaserne in der Strub. "In den vergangenen Jahren haben wir eine Vielzahl von Vorhaben in Norwegen und mit den norwegischen Kameraden durchgeführt. Wir wollen diese Partnerschaft auch künftig weiter ausbauen", betonte der Major. Ein Höhepunkt für die "Struber Jager" war dabei die Übung "Trident Juncture 2018", die in Norwegen stattfand. Das Gebirgsjägerbataillon 232 war Teil der sogenannten "North Forces" bei der NATO-Großübung. Die klimatischen Bedingungen in Norwegen von Matsch über Eis und Schnee bei schwankenden Temperaturen von plus 5 bis minus 22 Grad Celsius boten ideale Übungsmöglichkeiten, um das Besondere Fähigkeitsprofil der Gebirgsjägerbrigade 23 zur Anwendung zu bringen. 

Auch bei der Brigadeübung "Eiskristall 2019" war das Gebirgsjägerbataillon 232 mit Soldaten in Nordnorwegen vertreten. Mit der Übung "Cold Response" wird 2020 eine weitere Übung in Norwegen unter arktischen Bedingungen stattfinden. Für das Gebirgsjägerbataillon 232 besteht eine enge Verbindung zu Norwegen. Als Zeichen der Verbundenheit und Freundschaft wurde 2018 eine Patenschaft mit dem 2nd Battalion der norwegischen Armee ins Leben gerufen. Nach der Einweisung durch den stellvertretenden Bataillonskommandeur übernahmen die Kompaniechefs und stellten den Gästen Ausrüstung, Fahrzeuge und Waffen ihrer Kompanien vor. Zum Abschluss des Besuches bedankte sich Generalmajor Odin Johannessen für die ausführliche Darstellung des Leistungsvermögens der Gebirgsjägerbrigade 23 und fasste das Gezeigte wie folgt zusammen: "I am impressed".

Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23

Rubriklistenbild: © Bundeswehr/Achim Kessler

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