Pressemitteilung Kur-GmbH Bad Reichenhall

Neuer Konzertflügel für das Theater in Bad Reichenhall

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Von links nach rechts Herr Peter Mühlthaler und Herr Kristian Aleksic am Steinway Konzertflügel im Theatersaal des Kurgastzentrums in Bad Reichenhall.

Bad Reichenhall - 78 Jahre leistete der bisherige Konzertflügel (ebenfalls ein schwarzer Steinway & Sons, Modell D-274) treue Dienste in Bad Reichenhall:

Die ersten Jahrzehnte in der Konzertrotunde, ab 1988 im größten Konzertsaal, dem Theater im Kurgastzentrum. Jetzt hat ihn die Kur-GmbH, die das Theater betreibt, in den Ruhestand geschickt und nach aufwändiger Suche ein neuwertig gebrauchtes Instrument angeschafft. "Das ist eine Investition für die nächsten Jahrzehnte", sagt Gabriella Squarra, die Geschäftsführerin der Kur-GmbH.

Der sich seit 1941 im Einsatz befindliche Flügel hätte bei einer Restaurierung einen sehr hohen fünfstelligen Euro-Betrag gekostet und wäre nach Beurteilung durch mehrere Fachleute trotzdem nicht mehr für den professionellen Konzertbetrieb geeignet gewesen. Doch einen passenden Ersatz zu finden ist nicht so leicht. Ein Konzertflügel ist so was wie der König unter den Instrumenten, keiner klingt wie der andere. Da es nur wenige Exemplare zum Ausleihen gibt und die Miete teuer ist, entschloss sich die Kur-GmbH zur Anschaffung eines eigenen Instruments, wie schon einmal vor zwei Jahren, als das Klavier in der Konzertrotunde im Kurgarten durch einen Steinway & Sons Modell B-211 ersetzt werden musste. Auch für das Theater wurde es nun ein Steinway, allerdings das größte Modell, sozusagen das Aushängeschild der Marke: ein Modell D, 2,74 Meter lang, 1,56 Meter breit und 480 Kilogramm schwer.

Rund ein dreiviertel Jahr zog sich die Suche nach dem Instrument hin. Dafür hat Kristian Aleksic, Leiter des Salonorchesters der Bad Reichenhaller Philharmoniker und der örtlichen Musikschule, gemeinsam mit Klavierrestaurator Jendrik Rothe in Wien und Berlin Steinway-Flügel getestet. Schließlich sind sie in der Stuttgarter Niederlassung fündig geworden. Warum überhaupt ein Steinway? "Weil ihn die meisten Pianisten spielen. Er ist Standard, qualitativ sehr gut und hat einen brillanten Klang", weiß Kristian Aleksic.

Steinway & Sons produziert jährlich etwa 3.000 Flügel. Das Traditionsunternehmen wurde 1853 von dem Deutschen Heinrich Engelhard Steinweg in New York gegründet. Bis heute werden Steinway-Flügel und Klaviere in der amerikanischen Metropole und in Hamburg gefertigt. Von Beginn an hat das Unternehmen intensiv daran gearbeitet, Konzerthäuser auf der ganzen Welt mit ihren Flügeln auszustatten. Die "Steinway Artists", zu denen auch der bekannte Pianist Lang Lang gehört, sind so etwas wie Markenbotschafter des Hauses und spielen ausschließlich auf Steinway-Flügeln.

Ein Flügel muss reifen 

Bei der Anschaffung des neuen Bad Reichenhaller Konzertflügels fungierte Jendrik Rothe als Regulator zwischen Verkäufer und Käufer. Den Klavierrestaurator aus der Nähe von Frankfurt zeichnet eine fast 25-jährige Expertise aus. "In dieser Preisklasse ist das absolut üblich, die Kosten für einen neuen Steinway Modell D liegen bei rund 165.000 Euro aufwärts, da braucht man unabhängige Berater", weiß Peter Mühlthaler von der Kur GmbH, der zuvor u. a. übers Internet eine Vorauswahl getroffen hatte. Zur Besichtigung in Stuttgart standen dann mehrere Konzertflügel zum Testen bereit. "Herr Rothe und ich waren uns sehr schnell einig, welcher für uns in Frage kommt", erzählt Kristian Aleksic. Denn kein Flügel gleicht dem anderen, auch wenn die Konstruktion exakt dieselbe ist. Jendrik Rothe weiß: "Bei zwei identischen Flügeln kann einer wundervoll sein und der andere brauchbar." Weil das Instrument seinen Klang und seinen Charakter erst im Laufe der Jahre und durchs Spielen entwickelt, erklärt das auch die teilweise langen Wartelisten für gebrauchte Konzertflügel. Das Instrument muss sich "frei schwingen", nennt der Experte das. Der "neue" Bad Reichenhaller Steinway hat das bereits, der Flügel kommt aus dem Konzertbetrieb und hatte bereits 17 Einsätze, bei welchen er von namhaften nationalen und internationalen Pianistinnen und Pianisten "eingespielt" wurde.

"Ich weiß nach ein paar Sekunden, ob mir der Flügel liegt oder nicht", sagt Kristian Aleksic. "Ein Steinway klingt hell, er kommt einem beim Spielen entgegen, wo ein Flügel anderer Hersteller eher Kraft fordert." Jendrik Rothe weiß: "Wenn für einen Pianisten die Mechanik stimmt, dann hört sich für ihn das Instrument in der Regel auch gut an. Aber der Flügel wird ja künftig von verschiedenen Musikern gespielt werden, deswegen war es meine Aufgabe, alle technischen Aspekte, die Regulierung, den Verschleiß und das Preis-Leistungsverhältnis zu prüfen", erklärt der Klavierrestaurator. Die wichtigsten Eigenschaften eines Flügels sind ein voller Bass, eine ausgewogene Mittellage und eine reiche, hohe Stimmlage. "Der 'neue' Reichenhaller Steinway ist in den leisen Tönen sehr differenziert", lobt Jendrik Rothe und bestätigt dem Instrument für seinen künftigen Einsatzbereich sehr gute Eigenschaften. Davon ist auch Kristian Aleksic überzeugt, auch wenn er das Instrument (noch) nicht im Zusammenspiel mit den Bad Reichenhall Philharmonikern testen konnte. "Das wäre optimal aber natürlich nicht umsetzbar."

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Wir freuen uns, auf das erste Konzert der Bad Reichenhaller Philharmoniker, bei dem der neue Flügel im Theater seinen Auftritt haben wird."

 meint die Geschäftsführerin der Kur-GmbH Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain. Damit wird die musikalische Brillanz des Orchesters wieder komplettiert.

Erstmals erklingt der "neue" Steinway vor einem großen Publikum beim nächsten Philharmonischen Konzert der Bad Reichenhaller Philharmoniker. Spielen wird das Instrument kein geringer als der Münchner Pianist Julian Riem, der an ihm zusammen mit den Philharmonikern Mozarts berühmtes Klavierkonzert Nr. 23, KV 488, zelebrieren wird.

Das Philharmonische Konzert Nr. 4 "Wiener Klassik" mit Werken von Haydn, Mozart und Beethoven ist am 5. Juli um 19.30 Uhr im Theater Bad Reichenhall zu hören.

Pressemitteilung Kur-GmbH Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain

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