Stadt Bad Reichenhall äußert sich

Felssturz am Hochstaufen: "Natürlicher Verwitterungsprozess"

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Ein natürlicher Verwitterungsprozess hat zum Felssturz am Hochstaufen geführt.
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Bad Reichenhall - Drei Tage nach dem Felssturz am Hochstaufen zeigt sich noch die Erleichterung darüber, dass nichts passiert ist. Weitere Maßnahmen sind nicht nötig.

Zwischen dem Goldtropfsteig und dem Normalweg zur Bartlmahd war am Dienstagnachmittag eine Felswand auf einer Breite von rund 40 bis 50 Metern und 20 Metern Höhe ausgebrochen, wobei die große Gerölllawine über eine Wandstufe ins darunterliegende steile Wiesen- und Waldgelände hinab schob.

Die Bergwacht Bad Reichenhall konnte nach der Besichtigung aus der Luft und mit einer Fußmannschaft Entwarnung geben, da weder der westlich unterhalb verlaufende Normalweg zur Bartlmahd noch der östlich verlaufende Goldtropfsteig direkt betroffen waren. Vereinzelt waren bis zu einem halben Meter große Steine mit viel Schwung bis zum Steig und darüber hinausgeschossen, aber offensichtlich wurde niemand verletzt.

Fotos vom BRK-Einsatz wegen Felssturz am Hochstaufen

Andreas Schubert vom Stadtbauamt Bad Reichenhall erklärte gegenüber BGLand24.de: "Aus technischer Sicht stellt sich dieser Blockschlag als natürlicher Verwitterungsprozeß dar. Insbesondere die Ausrichtung der Kluftflächen und die Mächtigkeit der Schichtung am Gebirgsstock des Staufen bieten hier Angriffspunkte. Ein solches Ereignis deutet daher auf einen üblichen Zerfallsprozess hin. Der darunter liegende Schutzwald hat seine Funktion voll erfüllt. Eine Gefährdung von bewohntem Gebiet war zu keiner Zeit gegeben. Weitere Maßnahmen erscheinen nicht verhältnismäßig."

Bereits im März hat es in Bad Reichenhall einen Felssturz gegeben. Dabei landeten rund fünf Kubikmeter Gestein im Garten zweier Häuser in Karlstein und haben dabei nicht unerheblichen Schaden angerichtet. Die Bauarbeiten für einen neuen Steinschlagschutzzaun in dem Geo-Risiko-Gebiet hatten damals schon begonnen.

cz

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