Schüler servieren aus eigenem Anbau

Mittelschule Bad Reichenhall lädt zum Erntedankfest ein

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Nach dem Projekt „Gemüseackerdemie“ sollten die Kinder mindestens drei neue Gemüsearten kennen. Fachberaterin Renate Buchstätter prüft dies am Ende Ihrer Präsentation mit einem Quiz.

Bad Reichenhall - Am Mittwoch, den 30. Oktober, hat die Mittelschule Bad Reichenhall zu einem Suppenessen mit Zutaten aus eigenem Anbau in ihre Aula geladen. 

Pressemitteilung im Wortlaut:

Der Beginn des Schuljahres hat das Ende der Erntesaison an der Mittelschule Bad Reichenhall eingeläutet. Anlässlich der erfolgreichen Ernte im Schulgarten und auf dem schuleigenen Acker ließ man im Rahmen eines Erntedankfestes die verschiedenen Projekte revue passieren. 

Als Gäste wurde neben dem Oberbürgermister Dr. Lackner auch die Grundschule St. Zeno begrüßt, so dass sich in der Aula knapp 450 Schüler sowie Ihre Lehrkräfte einfanden. „Genauso habe ich mir das gewünscht”, sagt Rektor Christian Schneider mit einem strahlenden Blick in die Aula. Farbenprächtig herbstlich geschmückt mit Bäumen Sträuchern, Gehölz und der aktuellen Ernte stehen Tischreihen nebeneinander.

Rektor Christian Schneider bedankt sich in der herbstlich geschmückten Aula bei den Klassen und Lehrkräften sowie der AOK Bayern vertreten durch Waltraud Reubel.

Eigener Gemüseanbau auf 150 Quadratmetern im Schulgarten

Eingedeckt, liebevoll arrangiert mit Kürbissen, weiteren Ernteergebnissen und herbstlich-bunter Dekoration zeigt sich der Mittelpunkt der Schule bei dieser Veranstaltung. Am Tag zuvor war die Stadtgärtnerei aktiv, um der Aula ein gänzlich anderes Bild zu geben, eine Klasse hatte mit der Klassenleitung die Dekoration der Tische in der Aula und der Mensa übernommen. 

Inmitten der Szenerie warteten die Schülerinnen gespannt auf die Vorstellung der Projekte. Begonnen wurde mit dem Schulgarten, vorgestellt durch die Fachberaterin Renate Buchstätter. Seit dem vergangenen Jahr leitet sie die Schulgarten AG, im Frühjahr wurde dank finanzieller Unterstützung der AOK und fachlicher Begleitung durch den Verein Ackerdemia noch einmal nachgelegt, das Projekt läuft unter dem Titel „Gemüseackerdemie“. In einem geschützten Bereich der Schule wird auf knapp 150 m2 Gemüse aller Art angebaut

Bewusstsein für Lebensmittel bei den Schülern schaffen

Die saisonalen Ernteerträge werden von den Schülern zu Pausenhäppchen verarbeitet oder in der schuleigenen Lehrküche zur weiteren Verwendung eingekocht oder eingemacht. „Die Gemüseackerdemie befähigt Kinder die Natur zu verstehen und ein Bewusstsein für Lebensmittel zu entwickeln“, lobte die nachfolgende Rednerin Waltraud Reubel, Gesundheitsfachkraft der AOK in Bad Reichenhall, das Projekt. Moritz Botzleiner-Reber, Schüler der M10, schilderte als ein Mitausführender den Werdegang des „intelligenten Blumenkastens“ vom Beginn der erstenPlanungsskizzen im Technikunterricht bis zur Vorstellung und den Fachvorträgen beim Wochenmarkt am Rathausplatz im März dieses Jahres. 

Eigenen Blumenkasten entworfen und bald vorgestellt

Unter kundiger Leitung des Fachlehrers Andreas Weingärtler hatten 14 Schüler innerhalb von zwei Monaten die Skizzen erarbeitet, in einem heimischen Sägewerk das Holz ausgesucht und zugeschnitten und schlussendlich die Blumenkästen im Schülerforschungszentrum Berchtesgaden in einem Theo-Praxprojekt fertiggestellt. Botzleiner-Reber zeigte im Bildervortrag dann auch die Veranstaltung am Rathausplatz, bei welcher zusammen mit der Biosphärenregion BGL und der Stadtgärtnerei eine Bienen- und insektenfreundliche Bepflanzung der Blumenkästen den interessierten Betrügern gezeigt wurde.

Präsentation zum biologischen Kartoffelanbau in Karlstein

Zwischen den Vorstellungen gab die Klasse 7aM immer wieder herbstliche Gedichte und Verse zum Besten, manche auch in englischer Sprache. Choreografisch abgestimmt zur Bildpräsentation zeigte dann die Klasse 6a das Setzen der Kartoffeln am Acker an der Weitwiese in Karlstein. Da die präsentierenden Schülers ehr häufig und bei allen Phasen am Acker dabei waren, war der Vortrag entsprechend authentisch und mit Informationen gespickt und es wurde gut vermittelt, wie aufwändig es ist, 3000m2 per Hand im biologischen Landbau zu bewirtschaften. Nach den Dankesworten von Rektor Schneider an die hauptausführenden Klassen und Lehrkräften lobte Oberbürgermeister Dr. Lackner das Engagement der Schule in Sachen Umweltbildung und Nachhaltigkeit.

Zu Gast in der Mensa war die Grundschule St. Zeno, deren Schülern die Suppen gut schmeckten.

Speisen für alle aus eigener Ernte

Im Anschluss an den Präsentationsteil folgte die Verköstigung. Dies war aufgrund der großen Teilnehmerzahl eine Herausforderung in der Herstellung der Speisen aus den eigenen Ernteerträgen und auch der Abwicklung beim Essen gewesen. Zwei Tage zuvor hatten die Schüler der Klassen 8aM und 8bM vormittags mehrere Stunden mit den Fachlehrerinnen Andrea Reichlmeier und Stefanie Eder die Kartoffeln geschält und zusammen mit den Kürbissen und dem Wurzelgemüse geschnippelt. Unterstützung erhielt die Mittelschule beim direkten Nachbarn, der IUBH Bad Reichenhall. In deren Lehrküche steht das Equipment für die Zubereitung der benötigten Großmenge an Suppe. 

Zwei Suppen hatten Schüler und Gäste zur Auswahl

Küchenmanager Christoph Graßl kochte aus den angelieferten Zutaten zwei schmackhafte Suppen, eine herzhafte Kartoffelsuppe mit Sahnenote und eine Kürbissupe verfeinert mit Kokosmilch. Die Schüler der Grund- wie auch Mittelschule saßen mit ihren Lehrern an den Tischen in der Mensa und der Aula und ließen sich die Suppen aus den dampfenden Terrinen sichtlich schmecken. Heimelig war die Atmosphäre mit diesem guten Duft im Raum, dem Geräusch von Löffeln die im Suppenteller dumpf aufklingen und mit dem Stimmengemurmel der Kinder und Jugendlichen dazwischen.


Mittelschule Bad Reichenhall

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