Tödlicher Unfall in Bad Reichenhall

Kleinwagen zerschellt in 30er-Zone an Litfaßsäule - 19-Jähriger stirbt

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Bad Reichenhall - Am Montagnachmittag kam es auf der Salzburger Straße zu einem tragischen Unfall. Vier junge Männer sind mit voller Wucht in einem Kleinwagen gegen eine Litfaßsäule geprallt. Für einen kam jede Hilfe zu spät.

Update, 19.40 Uhr - Pressemeldung der Polizei

Wie schon berichtet, ereignete sich am 23. April gegen 14.10 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall auf der Salzburger Straße auf Höhe des Friedhofs St. Zeno in Bad Reichenhall. Wie die bisherigen Ermittlungen ergaben, wurde der Kleinwagen von einem 19-jährigen Reichenhaller auf der Salzburger Straße stadtauswärts gelenkt. Mit im Fahrzeug befanden sich ein weiterer 19-Jähriger und zwei 17-jährige junge Männer - alle aus dem Landkreis Berchtesgadener Land.

Missglücktes Überholmanöver in Bad Reichenhall

Nach ersten Zeugenangaben war der 19-Jährige mit überhöhter Geschwindigkeit durch die dortige 30er-Zone gefahren, hatte ein anderes Auto überholt und war beim Wiedereinscheren nach rechts ins Schleudern gekommen. Der Wagen geriet daraufhin nach links von der Fahrbahn ab und prallte mit der Fahrerseite gegen eine Litfaßsäule.

Der 19-jährige Mitfahrer, der hinten links direkt an der Einschlagstelle an die Litfaßsäule saß, verstarb noch an der Unfallstelle. Die übrigen drei Insassen wurden mit leichten bis mittelschweren Verletzungen in drei umliegende Krankenhäuser eingeliefert.

An dem zwanzig Jahre alten Auto entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von 1.000 Euro. Die Litfaßsäule wurde komplett zerstört. Schulkinder oder andere Fußgänger waren nicht an der Unfallstelle unterwegs.

Ein Unfallsachverständiger war im Auftrag der Staatsanwaltschaft an der Unfallstelle zur Erstellung eines technischen und unfallanalytischen Gutachtens. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit starken Kräften an der Einsatzstelle. Die Salzburger Straße war bis zum Abschluss der Unfallaufnahmearbeiten durch die Polizei und den Sachverständigen bis 17 Uhr gesperrt.

Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung sowie Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Offenbar hatte die überhöhte Geschwindigkeit in Zusammenhang mit mangelndem Fahrkönnen zu dem Unfall geführt.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Bad Reichenhall

Update, 18.50 Uhr - Bilder vom Einsatzort

Unfall bei Überholmanöver in 30er-Zone in Bad Reichenhall

Update, 17 Uhr - Pressemitteilung des BRK

Am Montagnachmittag hat sich gegen 14.10 Uhr in der Salzburger Straße ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, bei dem ein Mensch ums Leben kam und drei weitere nach erster Einschätzung des Roten Kreuzes schwer verletzt wurden. Ein Peugeot 206 mit vier Insassen war laut Polizei ortsauswärts in Richtung Landratsamt unterwegs und überholte in der 30-er Zone ein anderes Auto, wobei der Fahrer offensichtlich am linken Randstein hängen blieb und auf Höhe der Bushaltestelle mit großer Wucht gegen eine Beton-Litfaßsäule prallte, die komplett zerstört wurde. Ersthelfer meldeten über Notruf, dass insgesamt drei Beteiligte eingeklemmt seien.

Die Leitstelle Traunstein schickte sofort die Freiwillige Feuerwehr Bad Reichenhall samt Löschzug Marzoll mit 35 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen und ein Großaufgebot des Roten Kreuzes zum Unfallort, darunter vier Rettungswagen, den Traunsteiner Rettungshubschrauber Christoph 14, vier Notärzte und die Sanitätseinsatzleitung mit Unterstützungsgruppe. Die Notärzte und Notfallsanitäter versorgten die vier Verletzten, wobei ein Mitfahrer auf der Rücksitzbank trotz intensiver Wiederbelebungsversuche noch vor Ort verstarb. 

Christoph 14 flog einen Schwerverletzten zum Klinikum Traunstein; zwei weitere schwer Verletzte wurden per Rettungswagen zum Salzburger Landeskrankenhaus und zur Kreisklinik Bad Reichenhall gefahren. Der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter führten die Arbeiten als Sanitätseinsatzleitung.

Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab, stellte den Brandschutz sicher und unterstützte das Rote Kreuz bei der Patientenrettung, wobei entgegen erster Meldungen niemand im Kleinwagen eingeklemmt war. Der nachgeforderte Kriseninterventionsdienst (KID) der BRK-Bereitschaften organisierte die Betreuung der Betroffenen. Beamte der Reichenhaller Polizei ermitteln derzeit den genauen Unfallhergang, wobei die Staatsanwaltschaft Traunstein auch einen Gutachter beauftragte und den Peugeot sicherstellen ließ. Während der Rettungsarbeiten und für das Gutachten musste die Salzburger Straße zeitweise komplett gesperrt werden.

Pressemitteilung BRK Berchtesgadener Land

Erstmeldung 

Am frühen Nachmittag gegen 14.10 Uhr hat sich in Bad Reichenhall ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein Wagen - besetzt mit vier jungen Männern - fuhr auf der Salzburger Straße stadtauswärts in Richtung Landratsamt.

Der Fahrer des Autos überholte in der 30er-Zone ein anderes Auto, verlor die Kontrolle über den Wagen und blieb am linken Randstein hängen. Laut Informationen von vor Ort prallte das Auto in der Folge gegen eine Litfaßsäule und wurde auf Höhe des ehemaligen Eisstadions in eine Ausfahrt geschleudert. 

Ein Mitfahrer auf der Rücksitzbank verstarb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer und zwei weitere Insassen waren ansprechbar, erlitten aber schwere Verletzungen und wurden ins Krankenhaus eingeliefert. 

Zur Klärung der Unfallursache wurde durch die Staatsanwaltschaft Traunstein ein Gutachten in Auftrag gegeben und die Sicherstellung des Unfallwagens angeordnet. Die Salzburger Straße bleibt bis zum Abschluss der Unfallaufnahme gesperrt. Die Feuerwehr Bad Reichenhall ist mit circa 30 Mann im Einsatz.

Weitere Informationen und Bilder folgen.

mz mit Material des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd

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