Buntes Drogenlager in der Wohnung eines Österreichers

"Gras" in umgebauter Getränkedose im Auto versteckt 

Bad Reichenhall - Am Wochenende wurde an der Autobahn ein mit fünf österreichischen Personen besetztes Auto durch Beamte der Bundespolizei überprüft. Beim Fahrer wurden durch die Kontrollbeamten drogentypische Anzeichen festgestellt; diese Ersteinschätzung bestätigte ein Drogentest.

Die anschließende Durchsuchung der beiden männlichen Personen erbrachte eine nicht unerhebliche Menge an unterschiedlichsten Drogen, wobei das Gras dem 23-jährigen Fahrer des Autos gehörte. Ein Großteil der verbotenen Stoffe war professionell durch den Fahrzeuglenkerin einer umgebauten Getränkedose im Fahrzeuginnern versteckt. Bei den drei mitreisenden Frauen wurde bei einer 16-jährigen eine Kleinmenge an Ecstasy aufgefunden.

Sachbearbeitung der Polizeiispektion Fahndung Traunstein

Zuständigkeitshalber wurde die weitere Sachbearbeitung an die Polizeiispektion Fahndung Traunstein übergeben. Die weiteren Ermittlungen erbrachten, dass zumindest beim Fahrer der Verdacht bestand, dass dieser in seiner Wohnung in der Steiermark weitere Drogen aufbewahrte.

Die österreichischen Kollegen wurden vom Sachverhalt informiert und leiteten daraufhin eine Wohnungsdurchsuchung ein. Die nun abgeschlossenen polizeilichen Ermittlungen in Deutschland führten in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Traunstein dazu, dass bei drei der fünf Fahrzeuginsassen ein Strafverfahren wegen Drogenschmuggel eingeleitet wird.

Fahren unter Drogeneinfluss

Zudem muss der Fahrer zusätzlich mit einer Anzeige wegen Fahrens unter Drogeneinfluss rechnen. Die mitreisende Jugendliche wurde nach Rücksprache mit der Mutter in Schutzgewahrsam genommen und am nächsten Morgen den Eltern zugeführt. Durch die österreichischen Polizeibehörden wurde mitgeteilt, dass bei dem Fahrer in seiner Wohnung in Stainach/Steiermark eine Indoor-Aufzuchtanlage vorgefunden wurde.

Marihuana und kleine Menge Chrystal Meth

Weiterhin konnten in der Wohnung eine größere Menge Marihuana, eine kleine Menge Chrystal Meth und Speed aufgefunden werden. Bei der weiteren Befragung durch die „Suchtgiftgruppe“ Liezen/Österreich gestand er, in den zurückliegenden Monaten 50 Gramm Marihuana und 120 Stück Ecstasy, angeblich zum größten Teil zum „Eigenverbrauch“, gekauft zu haben. Auch in Österreich muss die Person mit erheblichen strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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