Hubschraubertransport am Hallthurmer Berg

20.000-Volt-Freileitung wird bei spektakulärem Einsatz verflogen

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Lastenhubschraubertransport einer 20.000 Volt Freileitung
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Bad Reichenhall - Oberirdische Strommasten sind nicht nur gigantisch groß, sondern erfordern auch beim Auf- und Abbau umfangreiche Planungen und einen immensen Arbeitsaufwand. Am Hallthurmer Berg scheiterte in der Früh der Abstransport dreier Masten per Hubschrauber:

Update, 19.25 Uhr - Bilder vom Einsatz

Bayernwerknetz fliegt 20.000 Volt Freileitung 

1959 wurden sie errichtet, die Strommasten am Hallthurmer Berg. 1961 erfolgte dann der Bau der Stromleitungen. Über viele Jahre wurde ein Teil der Gemeinden im inneren Berchtesgadener Talkessel über diesen Weg mit Strom versorgt. Nun werden immer mehr oberirdische Versorungslinien abgebaut.

Zwei Stromversorgungslinien sind für die Stromversorgung des inneren Berchtesgadener Talkessels zuständig. Die Tennengaulinie führt über Hallein und Marktschellenberg nach Berchtesgaden. Die zweite Leitung verläuft über Bad Reichenhall, Bayerisch Gmain, den Hallturmer Pass und weiter nach Bischofswiesen und Berchtesgaden.

2016 wurde damit begonnen die Stromversorgung unter die Erde zu verlegen. Die Leitung, die damals durch den Wald verlief stellte sich als relativ störungsanfällig heraus, was des öfteren zu Stromausfällen führte. Bis auf die drei Masten am Hallthurmer Berg ist mittlerweile bereits alles wieder zurückgebaut. 

Bildergalerie - Bayernwerknetz fliegt 20.000 Volt Freileitung 

Die verbleibenden Masten konnten bisher noch nicht komplett  zurückgebaut werden, da sie in derart unwegsamen Gelände stehen, dass für den Abtransport die Unterstützung eines Hubschraubers nötig ist.

Erfolgen sollte dieser Abtransport nun am Vormittag, allerdings stellte sich recht schnell heraus, dass noch nicht alle vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen waren und die Masten noch weiter auseinander gebaut werden müssen, um sicher abgeflogen werden zu können.

Der Hubschrauber hat rund 900 PS und kann bis zu 1200 Kilo Außenlast aufnehmen.

Die Strommasten sind aus Beton und wiegen je nach Typ zwischen einer und drei Tonnen. Die Betonmasten werden nicht wieder aufgebaut, sondern werden verschrottet, da heutzutage in der Regel Masten aus Holz oder Stahl aufgebaut werden. 

Der nächste Versuch ist nun für den Abend geplant. Wir berichten im Anschluss.

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