Kritische Fragen an Rejek und Stahl

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Von links: Dominik Stahl, Hans Schinko (Erster Vorsitzender des Fanclubs Bad Reichenhall), ARGE-6-Vorsitzender Christian Schmidbauer, Markus Rejek und die Fanbeauftragte Jutta Schnell in Bad Reichenhall bei der Regionsversammlung.

Bad Reichenhall - Bei der Regionsversammlung der Löwen-Fans wurde viel diskutiert. Geschäftsführer Markus Rejek und Spieler Dominik Stahl stellten sich den kritischen Fragen.

Zwei Gäste des Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München konnte ARGE-6-Vorsitzender Christian Schmidbauer (Laufen) bei der Winterregionsversammlung im Gasthaus „Schießstätte“ in Bad Reichenhall begrüßen. Bei der Versammlung der Region Oberbayern Südost bezogen der kaufmännische Geschäftsführer Markus Rejek und Mittelfeldspieler Dominik Stahl zu den überwiegend sehr kritischen Fragen Stellung. Bei den Neuwahlen des Regionsvorstandes wurde Schmidbauer wieder im Amt des Vorsitzenden für die nächsten beiden Jahre bestätigt.

Die sportliche Situation der Münchner Löwen nagt bei den Fans und das brachten sie auch deutlich zum Ausdruck. Schmidbauer zog eine kurze Bilanz des letzten Jahres, sparte nicht mit kritischen Worten und stellte fest, dass die „Blauen“ nur mehr sechste Kraft in Bayern sind. Nach der kurzen Profilvorstellung der beiden Gäste fand eine rege Diskussionsrunde statt. Markus Rejek, der vor elf Monaten von Borussia Dortmund an die Isar gekommen ist ergriff als erster das Wort: Sein Wunschgedanke, in die Nähe der 40.000 Zuschauer zu kommen, entwickelte sich genauso wenig, wie der Traum oben mitzuspielen. „Die Dritte Liga ist uns näher als wir glauben“.

Rejek kam wegen Präsident Gerhard Mayerhofer an die Isar und wies die Kritik am Kopf der Löwen zurück. „Man muss ihn kennen, natürlich wurden in der Öffentlichkeit Fehler gemacht und vieles ist falsch rübergekommen, aber er hat ein großes Herz für den Verein“. Rejek gab aber zu, große Angriffsflächen als „Chaos-Löwen“ zu bieten. Allerdings konterte er auch: „Es wird aber auch alles pauschal schlecht geredet und das geht nicht“. Er lobte das Nachwuchsleitungszentrum, allerdings können die finanziell besser gestellten Vereine mehr investieren. Es wurde aus der Runde auch das Scouting in Frage gestellt. Er forderte die Fans auf in der Kritik vor allem an Sportvorstand Gerhard Poschner sachlich zu bleiben. „In der jetzigen Situation gibt es unzufriedene Spieler, wie Ilie Sanchez, aber das wird intern geklärt“.

Leonardos Vertrag wurde wegen unterschiedlicher Erwartungshaltung aufgelöst, Rubin Okotie muss dringend gehalten werden, aber der Kader ist mit 29 Mann für die zweite Liga zu groß. Einen Lob hatte Rejek für Trainer Markus van Ahlen übrig: „Ein akribischer Arbeiter, dem man Zeit geben muss“. Die beiden letzten Auftritte gegen Kaiserslautern und in Leipzig geben Anlass zur Hoffnung. Dem pflichtete auch Dominik Stahl bei. „Allerdings müssen wir mal Kontinuität reinbringen“. Er stellte die Frage, ob es überhaupt hilfreich ist, nur vom Aufstieg zu reden? Spaß am Fußball soll der Vordergrund sein, im Führungskreis wurde das Wort Aufstieg verboten.

In der Stadionfrage ließ er sich zu keiner Aussage hinreißen, doch braucht man zwingend die Stadt dazu, denn ein Alleingang ist nicht möglich. In Sachen Investor Hasan Ismaik sagte er: „Er ist der einzige, der uns das ermöglicht überhaupt in der Zweiten Liga zu spielen“. Er ist Geschäftsmann und hat wenig Fußballkenntnisse.

Dominik Stahl, der am liebsten auf der Sechser-Position im Zentrum spielt und schon eine Reihe von Nebenspieler hatte meinte zur sportlichen Krise: „Es wird alles in den Dreck gezogen“. Es werden Tests gemacht und das Training individuell gestaltet und Stahl verteidigte auch das in Fankreisen heiß diskutierte Geheimtraining. „Wenn man oben stehen würde, wäre alles richtig und jeder würde von einem coolen Schachzug reden“. Er zog den Vergleich mit Borussia Dortmund, bei denen es auch nicht läuft. „Es wird dann auch eine Kopfsache“. Stahl empfiehlt auch den Jungen so wie er es macht: „Ich lese grundsätzlich keine Zeitung, denn schon ein einfaches Kopfnicken kann in der Münchner Presselandschaft eine Welle falscher Meldungen nach sich ziehen!“. Zum Thema Trainer sagte Stahl, der seit 2004 an der Grünwalder Straße kickt: „Welchen Trainertyp hatten wir noch nicht in den letzten 10 Jahren?“. Rejek informierte die Löwen Fans noch, dass in der Dritten Liga laut der aktuellen Verträge in der Allianz Arena gespielt werden müsse. Aber soll es überhaupt so weit kommen?

Die Neuwahlen der Regionsvorstandschaft wurden von Verwaltungsrat Richard Ostermeier geleitet. Dieser nutzte die Gelegenheit, um über die Arbeit des Verwaltungsrates zu informieren. In klaren Worten machte er den anwesenden Fans und Fanclubs deutlich, welche entscheidende Jahre dem Verein bevorstehen, mit zahlreichen zukunftsweisenden Aufgaben.

Die Neuwahlen der Regionsvorstandschaft wurden von Verwaltungsrat Richard Ostermeier geleitet. Dieser nutzte die Gelegenheit, um über die Arbeit des Verwaltungsrates zu informieren. In klaren Worten machte er den anwesenden Fans und Fanclubs deutlich, welche entscheidende Jahre dem Verein bevorstehen, mit zahlreichen zukunftsweisenden Aufgaben.

Die anstehenden turnusmäßigen Neuwahlen gingen ohne Komplikationen über die Bühne. Christian Schmidbauer ("Löwenpower" Laufen) wurde für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Genauso sein Stellvertreter Ludwig Harrecker („Engelsberger Löwen“). Als weiterer Stellvertreter unterstützt nun der Salzburger Martin Kronberger (Laufen) die Geschicke in der Vorstandschaft. Ebenfalls neu gewählt wurde ein Beisitzer Andreas Glas („Blue Lions Pfaffing“). Somit hat sich die Region wieder breiter aufgestellt.

td

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