So wichtig ist der richtige Fettabscheider

Klares Wasser oder trübe Aussichten? "Viele schwarze Schafe in der Branche"

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Altöl in Kanalisation und Bach gelaufen
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Bad Reichenhall – Das Berchtesgadener Land ist bei Touristen aus aller Welt beliebt. Die schöne Natur, die reine Luft und das klare Wasser u.v.m. Aber wie wird das eigentlich kontrolliert?

Der menschliche Körper besteht zu einem nicht unerheblichen Teil aus Wasser. Je nach Alter, Geschlecht und Körperbau sind das rund 50-70 Prozent. 

Ohne feste Nahrung kann man es ein paar Tage aushalten,ohne sauberes Wasser wird es ganz schnell kritisch. Trotzdem ist unser Trinkwasser einer ganzen Reihe von Gefahren ausgesetzt und wird immer wieder stark verunreinigt. Gülle und Dünger aus der Landwirtschaft, Abrieb von Fahrzeugen, illegale Entsorgungen, es gibt viele Gefahren und noch viel mehr schwarze Schafe

Bitte kein Fett ins Wasser 

Um unser Wasser zu schützen sind nicht nur die Privathaushalte aufgerufen, darauf zu achten, was ins Abwasser geht. Auch bestimmte Unternehmensgruppen dazu verpflichtet Öl- und Fettabscheider einzusetzen, damit diese Stoffe nicht ins Grundwasser gelangen. 

Denn auch organische Öle und Fette stellen für die Umwelt eine große Gefahr da. Werden diese nicht durch einen Fettabscheider sondern direkt in die Kanalisation entsorgt, führt das neben einem starken Geruch auch zu erheblichen Ablagerungen, Verstopfungen und Korrosionen im Abwasserbereich und kann auch Ratten anlocken

Durch die defekten Kanalrohre kommt es zudem auch zu unkontrollierbaren Austreten von Abwasser in das Erdreich bzw. in das kostbare Grundwasser oder Grundwasser gelangt in den Kanal, das dann mit hohen Kosten transportiert und in den Kläranlagen gereingt werden muss.

In den Kläranlagen angekommen, können Fremdstoffe wie Fette, Essensreste etc. erhebliche Schäden an der Technik anrichten. So zum Beispiel das Blockieren von Pumpenrädern oder das Abbrechen von Schaufeln. 

Und was viele gar nicht wissen: Die dadurch entstandenen Reparaturkosten, werden letzten Endes wieder auf die Gebühren des Abwassers gerechnet. Und somit sind wiederum alle Bürger betroffen.

Höhere Auflagen in touristischen Gebieten 

Zum Thema Abwasser und Wasserqualität sagen die Vorschriften und Gesetze, dass insbesondere in touristisch stark frequentierten Regionen sich eigentlich penibelst daran gehalten müsste, Fettbabscheider ordnungsgemäß einzusetzen

So gibt es zum Beispiel das Wasserhaushaltsgesetz, Landesbauordnungen sowie kommunale Entwässerungssatzungen, die Grenzwerte und Einleitbedingungen vorschreiben. 

Insbesondere in der Gastronomie sind je nach gastronomischer Größe Fettabscheider schon alleine vom Gesetz her verpflichtend zu nutzen. 

So auch in der Traditionsgaststätte Bürgerbräu in Bad Reichenhall, wo derzeit die Abwasserbehandlungsanlage modernisiert wird. „Die nachhaltig positive Geschäftsentwicklung im Brauereigasthof erfordert von uns auch die Anpassung an höhere Umweltstandards. Das erfüllen wir unter anderem auch mit dem Einbau eines neuen vergrößerten Fettabscheiders – eine Investition in die Zukunft“, so Christoph Graschberger. 

Nicht informieren kann ganz schön teuer werden 

Wer sich nicht an die Vorschriften hält der muss mit immensen Geldbußen rechnen, wenn zurückverfolgt werden kann, woher die illegale Entsorgung ins Grundwasser geflossen ist. Aber nicht nur bei den Entsorgern gibt es viele schwarze Schafe, auch die Branche selber ist nicht ganz einfach. 

Holt man sich ein Angebot ein, so erhält man immense Preisunterschiede, häufig bestimmen auch die Städte und Gemeinden bestimmte Anbieter, manchmal sogar nur ein bestimmtes Unternehmen.

Wie finde ich den richtigen Anbieter?

„Das ist eine Branche, in der es von schwarzen Schwarzen nur so wimmelt. Es gibt horrende Preisunterschiede und wenn man nicht aufpasst und sich bei verschiedenen Anbietern informiert, dann wird man ganz schnell über den Tisch gezogen. 

Mir wurde von Verantwortlichen aus meiner Gemeinde damals nur eine Firma genannt, die angeblich die einzigen seien. Nachdem ich mich dann ein wenig informiert habe, habe ich festgestellt, dass ich bei denen 3x so viel gezahlt hätte, wie bei meinem jetzigen Anbieter. Das ist eine Riesensauerei.“, so ein Gastronom aus dem Berchtesgadener Land. 

Aber worauf sollten verantwortungsvolle Bürger und Unternehmer achten und wie kann man diese schwarzen Schafe erkennen? 

Lesen Sie am Sonntag auf BGLand24.de wie Sie das richtige Unternehmen erkennen und worauf Sie unbedingt müssen, um keine Geldbußen zu zahlen.

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