Einstimmige Entscheidung im Stadtrat

Stadt beendet "Untermiete" bei Gräbern

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St. Zeno in Bad Reichenhall
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Bad Reichenhall - Die Stadt hadert mit ihren Friedhöfen: Ungepflegte Gräber, hohe Gebühren, immer mehr leere Plätze - doch nun unterbindet man auch die "Untervergabe" von Gräbern.

Die Vorstellung mag im ersten Moment seltsam klingen, doch in Bad Reichenhall sprach bisher nichts gegen diese Praxis: Die Nutzungsberechtigten von Wandgräbern konnten ihre "reservierten" Plätze anderen zur Verfügung stellen. Im Gegenzug wurde dafür teils Geld verlangt, beispielsweise für die Grabpflege. Doch auf den beiden städtischen Friedhöfen St. Zeno und St. Valentin soll damit nun Schluss sein: "Bleibt die ,Untervergabe' kein Einzelfall, so besteht die Gefahr, dass das öffentlich-rechtliche Benutzungsregime nach und nach aus den Angeln gehoben wird", heißt es aus der Verwaltung. Die Stadträte segneten das Verbot in ihrer jüngsten Sitzung ab: Nur noch der Nutzungsberechtigte und seine Angehörigen sollen in den Grabstätten beigesetzt werden können.

Friedhöfe als Teil der Reichenhaller Attraktivität

Doch ob man mit diesem Beschluss den aufgezeigten Problemen an den Friedhöfen Herr wird? "Die Gebühren sind zu hoch, immer mehr Gräber werden deswegen aufgegeben", so Wolf Guglhör. Die "Infrastruktur" von St. Zeno sei ohnehin "überdimensioniert", so Guglhör. Er stört sich außerdem an den vielen leeren Plätzen und den ungepflegten Gräbern: "Damit geben wir einen Teil der Attraktivität Bad Reichenhalls auf."

xe

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