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Predigtstuhl: Eine Super-Wahnsinns-Investition

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Bad Reichenhall - Predigtstuhl-Bahn und -Hotel sind verkauft. Marga und Josef Posch aus Schneizlreuth haben den Zuschlag erhalten. Die Nostalgie soll auf den 1.614 Meter hohen Berg zurückkehren.

"Wir wollen vor allem auch in der Schlegelmulde alte Zeiten aufleben lassen", ist Marga Posch (68) voller Vorfreude. Und Sohn Josef schlägt in die gleiche Kerbe: "Den einheimischen Bergfreunden direkt vor der Haustüre wieder etwas bieten - das ist unser Ziel", so der 47-jährige Inhaber eines Alpinparks in Baumgarten - mit Hochseilgarten, Kletterwand, Pamper Pole, Flying Fox und vielem mehr.

Predigtstuhl schon immer "unser Berg"

"Der Predigtstuhl war schon immer unser Berg", schwärmt Josef Posch junior. "Ich habe dort oben mit vier Jahren das Skifahren gelernt - und die besondere Beziehung zu diesem Gipfel nie verloren". Die ganze Familie warb stets auch für ihren Gasthof, die Fremdenzimmer, das Outdoor-Center mit dem Predigtstuhl. "Er ist ganz einfach eine Herzensangelegenheit", so Marga Posch, die sich mit ihrem Mann Josef und der ganzen Familie für "ihren Berg" entschieden hat.

"Wir brauchen keinen Swimmingpool"

Am Predigtstuhl soll nun ganz Nostalgie-like an alte Zeiten erinnert werden: "Wir brauchen da oben keinen Swimmingpool und auch keine Wohlfühl-Oase im modernen Stil", weiß Josef Posch junior. "Es soll eher wieder so aussehen wie früher, als wir noch Kinder und dort oben zu Hause waren". In den letzten Jahren gab es Schneeschuhwanderungen zum Gipfel, "wir haben Iglus gebaut und andere Aktivitäten am Berg angeboten", so Posch.

Freilich sollen am Predigtstuhl nun auch neue Ideen umgesetzt werden und dabei Einheimische wie Gäste gleichermaßen angesprochen werden - engmaschig mit dem Freizeitpark der Familie Posch im Tal verbunden. Im familieneigenen, rund 200 Jahre alten Gasthof Baumgarten finden aktuell viele Feste, Familien- und Weihnachtsfeiern statt.

Heißester Investor-Kandidat ging leer aus

Marga und Josef Posch von der gleichnamigen GmbH & Co. KG haben die gesamte Predigstuhlbahn-Anlage samt Grundstück, Restaurant und Hotel sowie die auf Erbpachtgelände befindliche Schlegelalmhütte für rund eine Million Euro von Predigtstuhl-Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Klaus Martin Lutz, gekauft. Damit ist der Berg wieder in heimischen Händen.

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Predigtstuhl: Noch keine Entscheidung

Am vergangenen Dienstag wurde der Kauf notariell abgewickelt. Ein weiterer, höchst interessierter Investor, der Münchner Konrad Schwingenstein, bis vor wenigen Jahren Gesellschafter des Verlages der Süddeutschen Zeitung, ging - auch für Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner überraschenderweise - leer aus. Schwingenstein galt lange Zeit als heißester Kandidat für den Kauf der Bahn und hatte bereits eine Gesellschaft gegründet: die Predigtstuhl Verwaltungs-GmbH mit Sitz in Herrsching am Ammersee. Darin soll eine sechsstellige Summe investiert worden sein. Konkrete Zukunftspläne waren dem Reichenhaller Stadtrat im November vorgelegt worden.

Der Betriebsübergang an die Familie Posch findet voraussichtlich zum Jahreswechsel statt. Die bereits vor Jahren begonnene Sanierung der Bahn soll zügig fortgesetzt werden. Für das Hotel ist eine Nutzung als Seminar- und Veranstaltungsstätte vorgesehen.

Der Poschberg gehört jetzt Max Aicher

Möglich wurde der Kauf der Anlagen durch die Familie Posch durch den Verkauf des Poschbergs an den Freilassinger Unternehmer Max Aicher. Dieser möchte dort sein Pumpspeicherwerk verwirklichen - ein in der Bevölkerung höchst umstrittenes Projekt in der Region. Marga und Josef Posch äußern sich zu diesem Thema nicht.

bit

Rubriklistenbild: © bit

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