Zu Gast in Bad Reichenhall

Internationale Gäste beeindruckt von Gebirgsjägern

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Hoch erfreut zeigte sich der mongolische Major (r.) darüber, dass auch die Ausbildungskooperation der Gebirgsjäger mit den Streitkräften seines Landes in der Regionalausstellung dargestellt ist. 

Bad Reichenhall - Tief beeindruckt zeigten sich die internationalen Gäste, mehrere Stabsoffiziere aus Nicht-NATO-Staaten, von ihrem Besuch der Gebirgsjägerbrigade 23 im Rahmen eines Truppenpraktikums.

Zu einem Truppenpraktikum besuchten ausländische Stabsoffiziere, die derzeit am internationalen General- und Admiralstabslehrgangs (LGAI) an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg teilnehmen, vom 23. bis 28. Mai die Gebirgsjägerbrigade 23, um sich über die besonderen Fähigkeiten und das Leistungsspektrum der Brigade und ihrer Truppenteile zu informieren.

Verbundenheit zu Deutschland soll vertieft werden 

Der LGAI dient der Vorbereitung von Stabsoffizieren aus Nicht-NATO-Staaten auf ihre Verwendung im Generalstabsdienst und zur Ergänzung ihrer im jeweiligen Heimatland vorangegangenen Generalstabsausbildung. Derzeit befinden sich die Lehrgangsteilnehmer zur Sprachausbildung am Bundessprachenamt in Hürth – ein weiterer Baustein, um die Verbundenheit zu Deutschland weiter zu vertiefen. 

Damit die Führungskräfte eine Vorstellung von den deutschen Streitkräften und ihren Fähigkeiten gewinnen können, besuchen sie im Rahmen einer Rundreise unterschiedliche Verbände, darunter auch die Gebirgsjägerbrigade 23.

Viele neue Eindrücke warteten auf die ausländischen Gäste

Nach ihrer Anreise am Mittwoch begrüßte der stellvertretende Brigadekommandeur, Oberst Stefan Leonhard, die sechs Stabsoffiziere im Dienstgrad Major und Oberstleutnant aus Algerien, Armenien, Moldavien, der Mongolei, Rumänien und Südkorea zu einer ersten Vorstellung der Gebirgsjägerbrigade 23 und einer Einweisung in die verschiedenen Abteilungen des Brigadestabes. 

Gruppenbild der Besucher aus sechs Nationen mit dem stellvertretenden Brigadekommandeur, Oberst Stefan Leonhard (4. v.l.), und Oberstleutnant Andreas Bachmann (l.), Leiter der Militärischen Ausbildungsunterstützung, am Stein der Gebirgsjägerbrigade 23.

Auch die internationalen Gäste stellten sich, ihre Heimatländer und Truppengattungen in eigenen Vorträgen vor.

Einführung in Waffensystem und Gefechtsfahrzeuge

Am nächsten Tag hatten die Lehrgangsteilnehmer die Möglichkeit, sich durch Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 231 in die Gefechtsfahrzeuge und Waffensysteme wie den Waffenträger Wiesel und das Gefechtstransportfahrzeug Boxer einweisen zu lassen. 

Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 231 wiesen die Besucher in die Gefechtsfahrzeuge der Gebirgsjäger, hier den Wiesel mit Maschinenkanone, ein.

Nach einer Führung durch die Regionalausstellung in der Hochstaufen-Kaserne, in der unter anderem der Auftrag und die Geschichte der Gebirgsjägerbrigade 23 mit ihren zahlreichen Einsatzverpflichtungen beleuchtet wird, verlegte die Delegation nach Bischofswiesen, um die Grundausbildungskompanie des Gebirgsjägerbataillons 232 und die militärhistorische Sammlung in der Jägerkaserne zu besuchen. Bei einer anschließenden Ausbildung in der Kletterhalle konnten die Teilnehmer selbst aktiv werden und erste Erfahrungen im Klettern sammeln.

In der Kletterhalle des Gebirgsjägerbataillons 232 versuchten sich die Stabsoffiziere beim „Toprope“-Klettern.

Am Freitag stellte sich das Gebirgsversorgungsbataillon 8 der internationalen Besuchergruppe mit ihrer Instandsetzungsstaffel, der Umschlagstaffel und dem Transportzug vor. Danach machten sich die Stabsoffiziere ein Bild von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Trag- und Reittiere des Einsatz- und Ausbildungszentrums für Tragtierwesen der Bundeswehr 230

Die Soldatinnen und Soldaten informierten die Besuchergruppe über die unterschiedlichen Haltungsformen der Tiere, die medizinische Versorgung und die Ausbildung mit den Maultieren und Haflingern

In der Schmiede überzeugten sich die Teilnehmer von den handwerklichen Fähigkeiten eines Hufschmieds beim Schmieden eines Hufeisens. „Was mir besonders gut gefallen hat, war neben den Ausbildungsabschnitten auch die Besichtigung der Regionalausstellung der Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall und die Führung durch die militärhistorische Sammlung der ‚Struber Jager‘. 

Ich war tief berührt, weil diese Ausstellungen sowohl ein unbezahlbares Erbe als auch eine lebendige Tradition vermitteln, die ich als Offizier mitfühlen kann“, zeigt sich der südkoreanischer Major beeindruckt von seinem Besuch bei den Gebirgsjägern.

Kulturprogramm am Wochenende 

Zum Abschluss ihres Besuches erhielten die Gäste am Wochenende ein umfangreiches Betreuungsprogramm mit Besuch des Dokumentationszentrums am Obersalzberg, einer Stadtführung durch München und einer Schifffahrt auf dem Königssee mit anschließender Wanderung vom Salet-Anlegesteg über die Fischunkelalm zum Röthbachfall.

 Am Montag setzte die Gruppe ihre Reise mit vielen neuen Eindrücken zur 10. Panzerdivision nach Veitshöchheim weiter fort.

Pressemitteilung Hauptmann Christian Giehl, Presseoffizier Gebirgsjägerbrigade 23

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