Kreativer Auftakt in den Stadtratswahlkampf

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Die Präsentation auf Leinwand und persönlich im Interview – Stefan Kronacker (Platz 20), Florian Halter (Platz 10), Matthias Wich (Platz 16), Martin Schoberth (Platz 2), Werner Mägerle (Platz 8) und Stephanie Kunz (Platz 1, v.l.).

Bad Reichenhall - Die CSU Bad Reichenhall ist mit einer schwungvollen Auftaktveranstaltung in den Stadtratswahlkampf gestartet - samt Vorstellung der Kandidaten und Kernaussagen des Wahlprogramms.

Erklärtes Ziel des Abends war, „es mal ganz anders zu machen“, wie die Ortsvorsitzende Stephanie Kunz in ihren einleitenden Worten formulierte. Das Salin war mit rund 120 Besuchern bestens gefüllt, mancher musste sogar einen Stehplatz an der Theke einnehmen.

Mit dem Eintreffen von Landrat Georg Grabner ging der politische Teil los: Grabner unternahm einen knappen Streifzug durch die Themenfelder der Landkreispolitik und unterstrich, dass ihm die getätigten Investitionen in die Bildung vor allem am Herzen liegen: „Die knapp 20 Millionen, die etwa in die Sanierung des Karlsgymnasiums in Bad Reichenhall geflossen sind, sind zweifellos gut angelegtes Geld. Das bringt die meiste Rendite – und das liegt nicht an den geringen Bankzinsen derzeit, sondern daran, dass Bildung, Wissen und Können unseres Nachwuchses das eigentliche Kapital unseres Landes sind!“ Dass er auch in den nächsten sechs Jahren mit ganzem Einsatz für den Landkreis Berchtesgadener Land da sein wolle, machte Grabner mehr als deutlich und bat die Bürger um ihr Vertrauen.

Stadtratskandidaten im Video

Dass auch die CSU-Stadtratskandidaten eine starke Mannschaft abgeben, zeigte sich in der anschließenden Kandidatenpräsentation. Ein ehrenamtliches Filmteam hat sich auf eine Tour durch die gesamte Stadt begeben und alle Kandidaten dort besucht, wo sie normalerweise anzutreffen sind. Das Ergebnis gibt es auch hier zu sehen. Die einzelnen Kandidatenblöcke waren dabei bewusst nicht in der Reihenfolge der Liste, sondern bunt gemischt gehalten. Danach wurde jeweils ein Stadtrat in Interviewform über drängende Probleme des städtischen Politikbetriebes befragt.

Das Wahlprogramm selbst wurde in seinen Kernaussagen von der CSU-Spitzenkandidatin Stephanie Kunz und dem Fraktionssprecher Martin Schoberth erläutert. Es steht unter dem Motto „Gemeinsam für Bad Reichenhall“, denn aus Sicht der Christsozialen ist es von besonderer Wichtigkeit, dass nach der Wahl wieder ein Geist des Miteinanders in der Stadt einzieht.

Stärkung der Marke Bad Reichenhall

Als wesentliche Punkte sehen die Christsozialen eine Stärkung der Marke Bad Reichenhall, eine verträgliche Verkehrsentwicklung, eine starkes Engagement für Jugend, Familie und Senioren sowie das Bewahren der Heimat und der Schutz der Umwelt. Was sich dahinter im Einzelnen verbirgt, führten Kunz und Schoberth anhand anschaulicher Beispiele aus: Die CSU möchte eine effektivere Form der Zusammenarbeit mit der BGLT, ein Austritt sei nur die letzte Option. Es gehe vielmehr darum, eine stärkere und selbstbewusstere touristische Vermarktung der Stadt anzustreben. Dies müsse seine Fortsetzung auch in einem themenübergreifenden Stadtmarketing finden, das alle Kräfte und Mittel bündeln soll und die Bereiche Handel-Gewerbe-Tourismus zusammenfassen. „Wir geben sehr viel Geld für Werbung aus, aber die Ergebnisse reichen uns nicht – da müssen wir es künftig besser machen“ stellte Schoberth klar.

Dass auch das Angebot stimmen muss, sieht die CSU als selbstverständlich an und will sich für die Erneuerung bestehender Hotels sowie die Neuansiedlung von Hotels der gehobenen Klasse stark machen (z.B. Thermenhotel). Die Förderung der Vermarktung Reichenhaller Produkte ist nicht nur eine leere Worthülse – die CSU hat hierzu bereits einen Antrag in den Stadtrat eingebracht, weitere Schritte werden demnächst folgen.

Sofortmaßnahmen an der B20/21

Nach der knappen Ablehnung des Bürgerentscheids zum Kirchholztunnel ist der Politik nun zunächst aufgegeben, andere Lösungsvarianten zu eruieren. Klar ist aber auch: Es müssen dringend gute Lösungen her! Die CSU ist für Sofortmaßnahmen an der B20/21. Um die Verkehrssituation nicht zusätzlich zu verschärfen, kann die CSU Bad Reichenhall einen Vollanschluss der A8 in Schwarzbach in der gegenwärtigen Situation nur ablehnen. Die Radwegesituation muss demgegenüber verbessert werden, auch die Errichtung eines Bahnhaltepunkts Stadtmitte könnte Entlastung für die Innenstadt schaffen.

Die Sicherung und Förderung der traditionellen und wohnortnahen Bildungs- und Vereinsstrukturen ist ein wichtiges Thema. Dazu gehört ein klares „Ja“ zur Feuerwache in Karlstein ebenso wie der kompromisslose Einsatz für die heute bestehenden Grundschulen, die in den nächsten Jahren zur Disposition stehen könnten. Das Ehrenamt soll konsequent gestärkt werden, unter anderem ist die Einführung einer Ehrenamtskarte angedacht. Der Erhalt der Natur und die Unterstützung einer umweltverträglichen Land- und Forstwirtschaft tragen zum unverwechselbaren Charakter der Stadt bei. Um auch die Energiewende zu unterstützen, möchte die CSU die Beteiligung an erneuerbaren Energien durch die Stadtwerke fördern.

Vielfältigere Nutzung des Haus der Jugend

Ein lediglich exemplarisch zu verstehender Punkt ist die vielfältigere Nutzung des Veranstaltungssaals im Haus der Jugend, die sich die CSU vorgenommen hat. Es gelte, eine bessere Auslastung zu erzielen und somit noch mehr Leben ins Haus der Jugend zu bringen. Am besten sei, wenn hierzu viele Vereine ins Haus der Jugend kämen und so eine Gewinnsituation für alle Seiten entstehen könnte. Für junge Menschen ist es von besonderer Wichtigkeit, dass sie nach Studium, Ausbildung oder Lehre in ihrer Heimat einen guten Arbeitsplatz finden. Die CSU möchte daher bei der Ansiedlung von qualifizierten Arbeitsplätzen mithelfen und nimmt sich zugleich vor, über die Städtische Wohnbaugesellschaft für bezahlbaren Wohnraum zu sorgen. Für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird eine Erweiterung der Kinderbetreuung auch in den Ferien angestrebt.

Die daran anschließende Fragerunde nutze unter anderem Christian Klotz, um sich nach den Tourismus-Plänen und den Auswirkungen des Einzelhandelsprojekts am Gaswerksgelände zu erkunden. Eine klare Aussage von Stephanie Kunz: „Lieber behalten wir das Geld in Bad Reichenhall als dass es die Leute in den Europark nach Salzburg tragen! Und die Einzelhändler in der Innenstadt müssen sich aus unserer Sicht nicht fürchten, denn sie punkten mit einer attraktiven Fußgängerzone, einem erstklassigen Angebot, persönlicher Bindung an den Kunden und kompetenter Beratung.“ Die CSU habe bei ihrer Umfrageaktion festgestellt, dass viele Menschen günstige Einkaufsmöglichkeiten in der Stadt wollen, etwa für Bekleidung. Und das Gaswerksgelände als unattraktive Randlage zu bezeichnen, entspreche nun wirklich nicht den Tatsachen. Vielmehr sehe man die Chance, dass etwa für die Oberstadt und den Bereich um St. Nikolaus eine wichtige Nahversorgungsfunktion erfüllt werden kann. Zudem stünde noch gar nicht fest, welche Anbieter im Einkaufszentrum Läden eröffneten, da gäbe es durchaus Chancen, das städtische Sortiment noch zu ergänzen.

Weitere Veranstaltungen:

Mit einem Aufruf, am 16. März vom Wahlrecht Gebrauch zu machen, endete eine gelungene Auftaktveranstaltung. Wer die Kandidatinnen und Kandidaten der CSU Bad Reichenhall persönlich kennen lernen möchte, hat hierzu bei den Ortsteilversammlungen der CSU Bad Reichenhall in den nächsten Wochen Gelegenheit, die jeweils Donnerstags stattfinden und um 19:30 Uhr beginnen: Am 6. Februar im Schlossberghof Marzoll, am 13. Februar beim Moserwirt in Karlstein, am 20. Februar im Pfaffei in der Oberstadt und am 6. März im Gasthaus Staufenbrücke.

Pressemitteilung CSU Bad Reichenhall

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