Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bad Reichenhall: Brunner und Scharf eröffnen internationales Symposium

Bergwald – unverzichtbar für den Hochwasserschutz

Bad Reichenhall - Stabile und artenreiche Bergmischwälder sind der beste Schutz vor Naturgefahren wie Hochwasser. Sie sind deshalb eine unverzichtbare Voraussetzung für einen dauerhaft bewohnbaren Alpenraum.

Darauf hat Forstminister Helmut Brunner in Bad Reichenhall hingewiesen, wo er gemeinsam mit Umweltministerin Ulrike Scharf ein internationales Symposium zum Thema „Schutz vor Hochwasser durch alpine Berg- und Schutzwälder“ eröffnete. „Wälder leisten einen entscheidenden Beitrag, die gefährlichen Hochwasserspitzen zu dämpfen“, sagte Brunner. 

Denn selbst bei starkem Regen fließe weniger als zehn Prozent der Niederschläge an der Bodenoberfläche ab. Scharf betonte: "Der Klimawandel wird gerade für die Alpen gravierende Folgen haben. Darauf müssen wir uns einstellen. Wir wollen die Funktion der Wälder als Lebensraum und Schutzraum gemeinsam erhalten und weiter verbessern. Ohne den Basisschutz durch die Berg- und Schutzwälder würden die Ausgaben für technische Schutzverbauungen explodieren. 

Bereits jetzt geben wir im Schnitt jährlich rund 32 Millionen Euro für den Ausbau und die Unterhaltung von Wildbächen aus." Die beiden Minister sprachen sich deshalb dafür aus, die internationale Zusammenarbeit beim Schutz der alpinen Berg- und Schutzwälder weiter auszubauen. „Wir brauchen länderübergreifende Anstrengungen, denn Hochwasser und Lawinen machen vor Grenzen nicht halt“, so Brunner. 

Nach Ansicht von Experten wird sich der Klimawandel auf den Alpenraum besonders stark auswirken. Viele rechnen mit einer doppelt so hohen Erwärmung wie im Flachland und häufigeren Extremwetterereignissen wie Starkregen, Felsstürzen und Murenabgängen. Vor diesem Hintergrund kündigte Brunner ein neues Konzept für das Management der Schutzwälder in den bayerischen Alpen an. „Wir werden sämtliche Fachdaten zum Wald und zu alpinen Naturgefahren in einem Geoinformationssystem zusammenführen“, so Brunner. Dies ermögliche eine noch bessere Koordination aller Maßnahmen zum Schutz und zur Pflege der Wälder. In den bayerischen Alpen gibt es rund 260 000 Hektar Bergwald, fast 150 000 Hektar davon sind Schutzwald.

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Rubriklistenbild: © picture alliance / Sebastian Gol (Symbolbild)

Kommentare