Briefe an die Reichenhaller Vereine

Kur GmbH will Vereine zurückgewinnen

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Das Königliche Kurhaus in Bad Reichenhall.
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Bad Reichenhall - Zu hohe Kosten, um die tollen Bühnen der Kurstadt zu nutzen? Manchen Vereinen waren Kurhaus und Co. schlicht zu teuer - nun versucht es die Kur GmbH mit versöhnenden Briefen.

Mehr als einmal blies der Kur GmbH in den letzten Monaten ein harter Wind ins Gesicht. Der Grund: Die Mieten für das Königliche Kurhaus, die Konzertrotunde oder das Kurgastzentrum wären zu hoch. Im April beschwerten sich Philharmonie, Stadtkapelle und Musikschule über Mieten, die "viel teurer wurden als bisher schon". Auch der Stadtrat bohrte nach: "Ist es richtig, die Philharmonie mit einer derartigen Preisgestaltung zu belegen, dass sie sich die Saalmieten für die Abonnement-Konzerte in Zukunft nicht mehr wird leisten können?" Die Antwort der Kur GmbH: Man müsse sich an Marktpreisniveau, Selbstkosten und EU-rechtliche Rahmenbedingungen halten - "Qualität hat ihren entsprechenden Preis".

Mit 100 Schreiben an örtliche Vereine wollte die Kur GmbH nun einen Schritt auf ihre Interessenten zugehen. In erster Linie ging es um Aufklärungsarbeit, wie das Reichenhaller Tagblatt berichtet: Viele Vereine wüssten offenbar nicht über die Mietkonditionen für die Liegenschaften der Kur GmbH Bescheid. Kurdirektorin Gabriella Squarra wies auf die Sonderkonditionen für gemeinnützige Vereine hin.

Tatsächlich betragen die Mietpreise für sie nur gut 50 Prozent von dem, was nicht-gemeinnützige Organisationen zu zahlen haben. Die Mieten für einen Tag im Kurgastzentrum liegen also beispielsweise bei 990 Euro für gemeinnützige Vereine, andere zahlen 1800 Euro - hinzu kommen jedoch noch Umsatzsteuer und zusätzliche Kosten für Technik, Einlass, Reinigung oder Ticketing. Und: Die Ermäßigungen im Königlichen Kurhaus fallen weit nicht so großzügig aus, als bei den anderen Liegenschaften.

Es gehe auch darum "Schwellenängste" seitens der Vereine abzubauen, zusätzlich bot Squarra persönliche Gesprächstermine für Kostenkalkulationen an, berichtet das Reichenhaller Tagblatt. Bleibt zu hoffen, dass die Gräben zwischen der Kur GmbH und den Reichenhaller Vereinen zumindest etwas zugeschüttet werden können.

xe

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