Lehrgang bei der Gebirgsjägerbrigade

Hamburger Bundeswehroffiziere testen sich in Bad Reichenhall

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Mitglieder der General- und Admiralstabslehrgang haben ihr Können in Bad Reichenhall getestet.

Bad Reichenhall - Bundeswehroffiziere besuchten die Bad Reichenhaller Gebirgsjäger. Dabei wurde ihnen die Gebirgstruppe vorgestellt.

Der General- und Admiralstabslehrgang, kurz LGAN, besuchte vor Kurzem die Gebirgsjägerbrigade 23. In der LGAN werden die höchsten angehenden Führungskräfte der Bundeswehr und befreundeter Streitkräfte für ihre bevorstehenden Aufgaben ausgebildet. Insgesamt 94 Lehrgangsteilnehmer und Tutoren der Führungsakademie der Bundeswehr traten die Reise von Hamburg nach Bad Reichenhall an. Während ihres einwöchigen Aufenthalts wurde den Offizieren aus neun Nationen der NATO und EU das besondere Fähigkeitsprofil der Gebirgstruppe vorgestellt. Darüber hinaus bot die Gebirgsjägerbrigade 23 ihren Gästen die Möglichkeit sich selbst in verschiedenen Bewegungsarten im Gebirge auszuprobieren.

Vom Gebirgsjäger bis zum U-Bootfahrer

Bei weitgehend guten Wetterbedingungen konnten die Teilnehmer der Besuchsreise im Süden Deutschlands eine abwechslungsreiche, aber auch körperlich anspruchsvolle Woche erleben. Da sich der Lehrgang in Hamburg aus allen Teilstreitkräften, national und international, aber auch zivilen Teilnehmern, zusammensetzte, hätten die Grundvoraussetzungen für einen Besuch in den Alpen unterschiedlicher kaum sein können. In zwei Gruppen aufgeteilt, fand die Ausbildung der Teilnehmer unter anderem auf der Winkelmoosalm und der Reiteralpe, dem hochgelegenen Truppenübungsplatz der Brigade, statt.

Abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt

Bei einer Vorführung in einem alten Steinbruch demonstrierten Gebirgsjäger eindrucksvoll ihre Fähigkeiten im Gebirgskampf. Gerade die Teilnehmer, die bisher wenige Berührungspunkte mit der Gebirgstruppe hatten, zeigten sich sichtlich begeistert. Dass Gebirgsjäger unter schwierigsten Bedingungen operieren, bewies nicht nur die Vorführung im „Wachterl“. Bei verschiedenen Ausbildungen, wie Abseilen, Klettern und Überwinden von Geländeeinschnitten spürten sie am eigenen Leibe, wie anspruchsvoll der Kampf im Gebirge sein kann und welche spezielle Befähigung und körperliche Robustheit es in diesem speziellen Gelände benötigt.

Ein Admiral als Tragtierführer

Auch das Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen 230 stellte sich den Teilnehmern vor. Nach der Einweisung und der Darstellung der Fähigkeiten dieser einzigartigen Dienststelle, konnten sich die Teilnehmer selbst als Tragtierführer ausprobieren. Bei einem der beiden durchgeführten Bergmärsche wurden die Teilnehmer auf den ersten hundert Höhenmetern des Aufstiegs von den „vierbeinigen Kameraden“ begleitet. Allen voran nutzte Konteradmiral Stawitzki, Kommandeur der Führungsakademie Hamburg, die Möglichkeit, die Lastentiere einmal selbst zu führen.

Die Schönheit der bayerischen Natur

Zur Wochenmitte trafen sich alle Teilnehmer zum gemeinsamen Mittagessen im Tal. Neben anstrengenderen Ausbildungsabschnitten wurde die Möglichkeit genutzt, den Teilnehmern auch die Schönheit der bayerischen Alpen zu zeigen, wie etwa bei einem Marsch durch die Weißbach-Schlucht. Anschließend fand der Wechsel der beiden Gruppen statt und es ging per Seilbahn auf die Reiteralpe oder mit dem Bus auf die Winkelmoosalm. Am Freitag ließ man die Woche bei einem bayerischen Frühstück in der Kaserne der Gebirgsjäger in Bad Reichenhall Revue passieren, bevor es für die Teilnehmer in das Wochenende ging.

Teilnehmer zeigten sich rundum zufrieden

Für Korvettenkapitän Kiesewetter, einen der Lehrgangsteilnehmer, war der Besuch im Süden „mehr als eine runde Sache“. Er bedankte sich bei der Gebirgsjägerbrigade 23 für die „hochprofessionelle Unterstützung durch alle Dienstgradgruppen“. Seiner Meinung nach konnte das Ausbildungsziel bei allen Kameraden, ganz gleich mit welchen Vorkenntnissen, klar erreicht werden.

Pressestelle der Gebirgsjägerbrigade 23

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