Teambuilding Hochgebirge

General- und Admiralstabslehrgang bei den Gebirgsjägern

Bad Reichenhall - Knapp 100 Lehrgangsteilnehmer des General- und Admiralstabslehrgang sowie Tutoren der Führungsakademie der Bundeswehr aus Hamburg, besuchten vom 3. bis 7. September die Gebirgsjägerbrigade 23.

Dabei waren neben den deutschen Teilnehmern auch Soldaten aus 12 weiteren Nationen vertreten. Während des Aufenthalts wurde den Gästen das besondere Fähigkeitsprofil der Gebirgstruppe vorgestellt. Darüber hinaus bot die Gebirgsjägerbrigade 23 ihren Gästen die Möglichkeit, sich körperlichen Herausforderungen im Gebirge zu stellen und getreu dem Motto "Teambuilding Hochgebirge" die Kameradschaft zu stärken.


Vom Gebirgsjäger bis zum Piloten

Die Teilnehmer der Besucherreise konnten bei wechselhaften Wetterbedingungen eine abwechslungsreiche, aber auch körperlich anspruchsvolle Woche erleben. Da sich Lehrgangsteilnehmer aus allen Teilstreitkräften, national und international, aber auch zivilen Teilnehmern zusammensetzte, hätten die Grundvoraussetzungen für einen Besuch in den Alpen unterschiedlicher kaum sein können. In zwei Gruppen aufgeteilt, fand die Ausbildung der Teilnehmer unter anderem auf der Winklmoosalm und dem Hochgebirgsübungsplatz Reiteralpe statt.


Abwechslungsreiches Programm

Bei einer Vorführung im Wachterl demonstrierten Gebirgssoldaten eindrucksvoll ihre Fähigkeiten im Gebirgskampf. Gerade die Teilnehmer, die bisher wenige Berührungspunkte mit der Gebirgstruppe hatten, zeigten sich sichtlich begeistert. Dass Gebirgsjäger unter schwierigsten Bedingungen operieren, bewies nicht nur die Vorführung im Wachterl. Bei verschiedenen Ausbildungen wie Abseilen, Klettern und Überwinden von Geländeeinschnitten spürten die Teilnehmer am eigenen Leib, wie anspruchsvoll der Kampf im Gebirge sein kann und welcher speziellen Befähigung und körperlichen Robustheit es in diesem Gelände bedarf.

Einblicke als Tragtierführer

Auch das Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen 230 stellte sich den Teilnehmern vor. Nach einer Einweisung und der Demonstration der Fähigkeiten dieser einzigartigen Dienststelle, konnten sich die Teilnehmer selbst als Tragtierführer ausprobieren. Die Teilnehmer wurden bei einem der durchgeführten Bergmärsche auf bis zu 450 Höhenmetern im Aufstieg durch die Tragtiere begleitet.

Unterwegs im Berchtesgadener Land

Neben anstrengenderen Ausbildungsabschnitten wurde die Möglichkeit genutzt, den Teilnehmern auch die Schönheit der bayerischen Alpen zu zeigen, wie etwa bei einem Marsch durch die Weißbachschlucht. Anschließend fand der Wechsel der beiden Gruppen statt und es ging auf die Reiteralpe oder auf die Winklmoosalm. Am Freitag ließ man die Woche bei einem bayerischen Frühstück in der Hochstaufenkaserne in Bad Reichenhall Revue passieren, bevor es für die Teilnehmer zurück nach Hamburg ging.

Teilnehmer zeigten sich zufrieden

Ein belgischer Major, Teilnehmer der Ausbildungsreise, bedankte sich für die gute Vorbereitung und Unterstützung durch die Gebirgsjägerbrigade 23. Für Ihn war die Inlandsausbildungsreise eine "wertvolle Erfahrung". Einen der deutschen Lehrgangsteilnehmer beeindruckte die Berufszufriedenheit und der Zusammenhalt in der Gebirgsjägerbrigade 23. Er empfand die Einblicke als besonders wertvoll, da nach der einwöchigen Inlandsausbildungsreise die Teilnehmer eine bessere Verbindung zur Fortbewegung im alpinen Gelände besitzen.

Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23

Rubriklistenbild: © Bundeswehr/Achim Kessler

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