5.Tag in Bad Reichenhall der Gefechtsübung

Das Gehirn des „Berglöwen“: Der Brigadegefechtsstand

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Der Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 232, Oberstleutnant Martin Sonnenberger, weist den Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Jared Sembritzki, in die Lage ein.

Berchtesgaden - Um 1.400 Soldaten und 400 Fahrzeuge im freien Gelände zu führen, zu koordinieren und zu versorgen, bedarf es einer komplexen Steuerung. Diese Aufgabe übernimmt der Brigadegefechtsstand.

Dieser setzt sich aus verschiedenen einzelnen Zellen mit entsprechenden Spezialisten zusammen. Ob Personalersatz, Aufklärung, Operationsplanung, Versorgung, Pionier- und Steilfeuereinsatz, oder auch das Bereitstellen von Führungs- und Informationssystemen. Alles muss gut geplant und durchdacht sein. Jeder Bereich liefert ein Mosaikstück vom Geschehen im Felde, das dann zusammengefasst wird und bei den verantwortlichen taktischen Führern ein Gesamtbild erzeugt. 

Auch eine Schiedsrichter-Zelle, die das Vorgehen der Übungstruppe bewertet, ist beim „Berglöwen“ im rückwärtigen Brigadegefechtsstand als Leitungselement untergebracht. Das Schiedsrichterpersonal stellt das Gebirgsjägerbataillon 233 aus Mittenwald.

Nicht nur die Soldaten und Fahrzeuge am Boden müssen geführt, auch der Luftraum muss koordiniert werden. Ähnlich der Funktion eines Flughafentowers übernimmt diese Funktion die „Joint Fire Coordination Group“. Eine Aufgabe dieser kombinierten Gruppe aus Heeres- und Luftwaffensoldaten besteht darin, die Hubschrauber und Drohnen bei der Gefechtsübung „Berglöwe“ zu steuern. Auf engstem Raum und nach einem engen Zeitplan arbeiten die Soldaten unter Hochdruck.

Auch interessant: 

Hauptmann Tobias Skinner, Presseoffizier Gebirgsjägerbrigade 23

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