Felssturz Mitte März verdeutlichte die Gefahren

Gefahr der Steinschläge reduzieren: Schutzzaun wird gebaut

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Bad Reichenhall - Im Bad Reichenhaller Ortsteil Karlstein wird ab Montag (6. Mai) durch das Staatliche Bauamt Traunstein ein neuer Steinschlagschutzzaun errichtet. Der ist nach Angaben der Behörde auch notwendig.

Zuletzt stürzten am 16. März dieses Jahres im Bad Reichenhaller Ortsteil Karlstein zehn Tonnen schwere Felsbrocken mit rund zwei Meter Durchmesser ins Tal. Grund für den Absturz war laut dem Geologen Kilian Scharrer der Starkregen zwei Tage zuvor. Dabei rutschte ein Fels in ein Haus und beschädigte dieses. Ein weiterer Teil des Gesteins traf einen Schuppen und landete dann in einem Nachbarhaus. Viele Bewohner im betroffenen Gebiet waren geschockt und konnten kaum fassen was passiert war. 

Bekanntes Geo-Risiko-Gebiet

Geologe Scharrer machte sich nach dem Unglück ein Bild vom betroffenen Gebiet. "Karlstein ist für uns ein bekanntes Geo-Risiko-Gebiet, deshalb haben wir die Stelle bereits vor ungefähr neun Monaten begutachtet", sagte Geologe im Interview mit BGLand24.de. Das Ergebnis des Gutachtens war der Bau eines neuen Steinschlagschutzzaun. 

Als der Felsen abstürzte, war der Bau des Schutzzauns im Gange. "Der Zaun hätte den Durchbruch der Felsen verhindert", ist sich Scharrer sicher. Eigentlich sollte der zerstörte Zaun wieder aufgebaut werden, doch wegen akutem Risiko vor erneuten Felsstürzen mussten die Arbeiten abgebrochen werden.

350 Meter langer Schutzzaun soll entstehen

In einer Pressemitteilung gab das Bauamt Traunstein nun bekannt, dass ab dem 6. Mai die Bauarbeiten für einen 350 Meter langen Schutzzaun unterhalb der Pankrazkirche starten sollen. Damit soll die St2101 und der Geh-und Radweg, der vor allem in den Sommermonaten stark frequentiert ist, geschützt werden. In den rund zwei Monaten Bauphase soll die Straße auf eine Fahrspur verengt werden, weil der Fahrradweg auf die Staatsstraße verlegt werden muss. Eine Ampel regelt den Verkehr. Ab Ende Juni soll die St2101 und der Radweg wieder uneingeschränkt befahrbar sein.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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