Gebirgsjägerbrigade 23:

Mission: Ausbildung in der Mongolei

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Deutsche Soldaten von links: Hauptmann Thierer (KpChef Mentor), Hauptmann Kraus (S3 Offz), Major Klötzner (KtgtFhr), mit mongolischen Offizieren aus dem Generalstab in Ulaan Baatar (Mongolei).

Bad Reichenhall - Reichenhaller Gebirgsjäger bilden vier Wochen lang mongolische Streitkräfte für Afghanistan aus - rund 6500 Kilometer entfernt von zu Hause.

Bei - 20 Grad peitscht der kalte Wind den Schnee über die mongolische Tundra. Inmitten der unberührten Natur, die nur von vereinzelten Stämmen und Herden von Wildpferden besiedelt ist, steht eine kleine Abordnung der Reichenhaller Jager auf einem Truppenübungsplatz nahe der Millionenstadt Ulaan Baatar - der Hauptstadt der Mongolei. Sie erkunden die Infrastruktur für eine vierwöchige Ausbildungsmission - die hier ab Ende April beginnen soll - und stellen sich bei den neuen Partnern vor.

Ende Mai sollen ca. 160 Soldaten der mongolischen Streitkräfte in die Lage versetzt werden, im Feldlager der Bundeswehr in Mazar-e-Sharif, für sechs Monate Wach- und Sicherungsaufgaben zu übernehmen. „Angesichts der extremen Witterung und Temperaturen wird es eine Herausforderung für unsere Soldaten, in diesem Umfeld Ausbildung mit den mongolischen Kräften durchzuführen aber wer wenn nicht die Gebirgsjäger ist für diesen Auftrag geschaffen.“, meint Major Klötzner, Führer des Ausbildungs- und Unterstützungsverbandes. Um die 45 Soldaten umfassende Ausbildungstruppe macht er sich jedoch keine Sorgen, schließlich sind die Jager des Gebirgsjägerbataillons 231 die Entbehrung aus vergangenen Einsätzen gewohnt. Nicht nur er freut sich auf den Auftrag, denn „die Mongolen sind sehr dankbar für die deutsche Unterstützung und stolz auf die Ausbildung, die sie erhalten werden.“ Spürbar ist das Bestreben und das Engagement der Mongolischen Streitkräfte eine reibungslose Durchführung der Ausbildung zu gewährleisten und die Sprachbarriere überwinden zu helfen.

Hier in Deutschland läuft die Planung bereits auf Hochtouren, die gewonnen Erkenntnisse wurden in der Planungen und der Vorbereitung der Ausbildung berücksichtigt. Mit viel Tatkraft wurden innerhalb der letzten Woche die Vorbereitungen für den Auftrag in der Mongolei abgeschlossen. Bei der Vorbereitung einer solchen Mission muss an Vieles gedacht werden: Wo werden die Soldaten untergebracht sein? Welche medizinischen Einrichtungen stehen zur Verfügung, sollte es im Zuge der Ausbildung zu einem Unfall kommen? Und welches Material muss aus Deutschland mitgebracht werden?

Der deutsche Ausbildungs- und Unterstützungsverband wird über 80 Paletten mit einem Gesamtgewicht von ca. 45 Tonnen Material mit in die Mongolei nehmen. Von Satellitentelefonen, um Kontakt nach Deutschland halten zu können, über Waffen und Munition für die Ausbildung, bis hin zu Ölen, Fetten und Werkzeugen, um die Fahrzeuge vor Ort instand halten zu können - an alles wird gedacht. Seit 2012 bilden deutsche Soldaten pro Jahr in zwei Durchgängen mongolische Einsatzsoldaten an deutschen Waffen und Geräten aus - mit dem sie auch in Afghanistan arbeiten - und führen einsatzvorbereitende Ausbildungen durch. Der kommende Durchgang wird bereits noch vor Ostern mit dem Transport des Materials beginnen und bis Ende Mai andauern. Die Jager von 231 sehen diesem Auftrag trotz der Einschränkungen, Entbehrungen und extremen Herausforderung voller Tatendrang und Entschlossenheit entgegen.

Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23

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