Gaudi-Fußball vor fast 200 Zuschauern ein Erfolg

7:1 gegen Peppone: Don Camillo macht‘s „brasilianisch“

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Das „Peppone“-Team bestand aus Mitgliedern des Stadtrates samt Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner (hinten Dritter von links), seinen Stellvertretern Hans Hartmann (stehend links) und Manfred Hofmeister (rechts) sowie Stadtwerke-Vorstand Jörg Schmitt (vorne rechts). Als Torwart fungierte zunächst Ex-TSV-Abteilungsleiter Hans Frankenbusch.

Bad Reichnhall - Etwa 200 Zuschauer verfolgten das Spiel "Don Camillo" gegen "Peppone". Hierbei trafen die Katholische Stadtkirche auf den Stadtrat. Die außergewöhnliche Partie ging zugunsten des Maria-Zugschwert-Fonds.

Pfarrer Markus Moderegger scheiterte als Kapitän seines Teams nur knapp an einem Torerfolg, auf der anderen Seite drosch Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner die Kugel an die Latte. Der ehemalige TSV-Fußball-Abteilungsleiter Hans Frankenbusch zerrte sich bei einem Ausfallschritt in Ausübung seiner Keeper-Funktion den Oberschenkel, Stadtrat Christoph Lung ersetzte ihn prächtig, konnte die sieben Gegentore aber auch nicht verhindern. „Die haben einfach ein paar junge Spieler drin, die laufen uns davon“, meinte Lungs CSU- Fraktionskollege Andi Sprinzing.

Rund 200 Zuschauer gönnten sich kurz bevor der Gewittersturm aufzog einen kurzweiligen Nachmittag im Nonner Stadion. Unter der Regie von Reichenhalls Ex-Fußball-Chef und Stadtrat Andi Staller sowie Pfarrer Markus Moderegger ging die Partie „Don Camillo“ gegen „Peppone“ – oder „Katholische Stadtkirche“ gegen „Stadtrat“ – für den guten Zweck über die Bühne. Die Anhängerschar der Kleriker war dabei deutlich in der Überzahl und gab etliche „heilige“ Sangeseinlagen zum Besten. Das Team wurde grazil von Vanessa McCuish, Vorstandsmitglied der „Saalachthaler“, aufs Feld geführt. 

Gaudi-Fußball vor fast 200 Zuschauern ein Erfolg

Die Gegenwehr der Lokal-Politiker hielt rund eine Viertelstunde, dann schwanden die Kräfte, unter anderem aufgrund nur eines Auswechselspielers – und Moderator Tom Stegmann hatte einige Tore durchzugeben, vor allem vom starken Sebastian Kober. Darum wechselte Stefan Schimmel in der Pause die Seiten, um das Stadtratsteam um OB Lackner ein wenig aufzupeppen und die Defensive zu stabilisieren. Auch in Durchgang zwei der zweimal rund 30 Minuten – Referee Hubert Brüderl aus Piding gestattete den Protagonisten sogar noch Extrazeiten auf dem Rasen – gelangen „Peppone“ zunächst ausgeglichene Minuten. Vor allem durch den technisch nach wie vor beschlagenen 3. Bürgermeister Manfred Hofmeister, der früher für den TSV die Schuhe schnürte. Ein besonderes Lob verdiente sich laut Werner Huber „Alterspräsident“ Hans Hartmann: „Ich habe zuletzt Anfang der 1970er-Jahre Fußball gespielt – für das Elektra-Team der Stadtwerke“, lachte der Metzgermeister beim Warmmachen. 

Am Ende brach erneut ein Don Camillo-Tor-Sturm über die Mandatsträger herein – es wurde „brasilianisch“ 7:1. Ein Tor ist aus dem Reigen hervorzuheben, das 6:1 durch Seppi Fuchsreiter per sehenswertem Zwölf-Meter-Seitfallzieher an den Pfosten und von dort ins Netz. Der Peppone-Ehrentreffer – Steffi Kunz trug die Kapitänsbinde – auf der anderen Seite war eine FWG-Co-Produktion: Pass Peter „Pille“ Herndl, Tor Werner „Stadionsprecher“ Huber. Exakt, als es zu Tröpfeln begann, pfiff Schiri Brüderl ab. Die Akteure begaben sich nach dem Duschen ins TSV-Stadionstüberl, um die außergewöhnliche Partie zugunsten des Maria-Zugschwert-Fonds gemütlich Revue passieren zu lassen – rund 1100 Euro sind zusammengekommen.

Bittner

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