Linkes Augenlicht verloren

Der bewegende Brief des Finalnacht-Opfers

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Bad Reichenhall - Sarah F. zählt die Tage: 135 waren es als sie diesen Brief für die Öffentlichkeit schrieb. 135 Tage nachdem sie in der WM-Finalnacht Opfer eines brutalen Anschlags wurde.

Das Leben von Sarah F., die zum Zeitpunkt des Angriffs 17 Jahre alt war, wurde komplett umgeworfen. Als ganz Deutschland wie im Rausch den WM-Finalsieg feierte, wurde sie mit einem Messer schwer verletzt. Im August nahm die Polizei einen Tatverdächtigen fest, einen 20-jährigen Bundeswehrsoldaten. Der Soldat Christoph R. soll zudem den Rentner Alfons S. getötet haben.

In einem handschriftlich verfassten Brief wendet sich die junge Frau nun an die Öffentlichkeit. Sie dankt für die Anteilnahme "von Menschen, die ihr Herz an der richtigen Stelle tragen". Besonders erstaunt und glücklich gemacht habe sie, dass sie von Unbekannten so viel Zuspruch und Hilfe erfuhr.

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In dem Brief offenbart sie jedoch auch eine traurige, lebenslange Folge des Angriffs: "Mein linkes Augenlicht werde ich wohl (laut der Ärzte) nie mehr bekommen". Doch davon will sie sich nicht unterkriegen lassen. Zum Abschluss wünscht sie allen ein frohes Weihnachtsfest - und ein "gewaltfreies" neues Jahr!

Es ist ein bemerkenswerter, emotionaler und berührender Brief, der es verdient hat, den Weg an die Öffentlichkeit zu finden. Auch unsere Redaktion wünscht der jungen Frau, dessen Schicksal uns und so viele unserer User bewegt hat, dass es nun wirklich für sie und ihre Familie wieder "bergauf" geht. So wie sie sich das in dem Brief wünscht.

mg/bgland24

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