Felssturz in Bad Reichenhall/Karlstein

Zerkleinern von Felsen verursacht weitere Schäden

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Dem Felssturz von 16. März kam am 19. März noch ein kleiner nach. Dieser wurde allerdings beim Zerkleinern einer Felsnase ausgelöst.
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Bad Reichenhall - Der Felssturz in Karlstein hatte am 16. März erheblichen Schaden an zwei Gebäuden verursacht. Eine Nachprüfung am Dienstag darauf ließ die Baustelle zur Errichtung eines Steinschlagschutzzaunes still stehen und die Anwohner erneut bangen.

Am Montag nach dem Felssturz hieß es in einer Pressekonferenz, nach einer Inspektion der Felsen durch Fachleute und einer provisorischen Reparatur der zerstörten alten Fangzäune können die Anwohner der betroffenen Häuser wieder zurückkehren. Die Anwohner stellten sich wie die Stadt auf lange Verhandlungen ein, wer für dieses Ereignis die Rechnung tragen würde. Oberbürgermeister Herbert Lackner betonte, dass es sich um ein herrenloses Grundstück handle und die Stadt prüfe, wer für die anfallenden Kosten belangt werden könne.

Was bei der Pressekonferenz nicht angesprochen wurde, dass eine Felsnase unter Beobachtung gestellt worden war. Wie erst jetzt von Seiten der Stadt mitgeteilt wurde, habe man bei einer Nachkontrolle am Dienstag eine Veränderung des Kluftmaßes festgestellt.

Akutes Risiko und weitere Schäden

"Es bestand ein akutes Risiko für die darunter arbeitenden Spezialisten der Fachfirma zur Wiederherstellung des beschädigten Zauns. Die Arbeiten wurden abgebrochen und die Situation von Geologen und Verantwortlichen der Baufirma begutachtet. Da ein unmittelbares Risiko erkannt wurde und ein weiteres Arbeiten zur Sicherung nicht möglich war, wurde ein Zerkleinern des Felsens vor Ort beschlossen", erklärte Pressesprecherin Katrin Dennerl auf Nachfrage von BGLand24.

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Die Anwohner seien informiert und an einen sicheren Aufenthaltsort verbracht worden. Felskletterer konnten sich zu den lockeren Felsen abseilen. "Obwohl Teile der Felsen zerkleinert wurden und im Hangbereich zum Liegen kamen, löste sich ein größerer Stein aus der Wand, welcher wieder beide vorhandenen Sicherungseinrichtungen überwinden konnte", so Dennerl.

Es entstand neben dem am Samstag entstandenen Schaden eine weitere Beschädigung an der ostseitigen Fassade eines Hauses am Moserweg. Die Standfestigkeit des Gebäudes sei weiterhin nicht gefährdet, betonte die Pressesprecherin. Der Eigentümer wurde sofort informiert. Die Arbeiten zur Wiederherstellung des Zauns wurden fortgeführt und sind inzwischen abgeschlossen. "Alle Anwohner können ihre Anwesen wieder vollumfänglich nutzen."

cz

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