Um auf Lkw-Nachtfahrverbot aufmerksam zu machen

Protestaktion: Rund 100 Personen blockieren Transitstrecke

Bad Reichenhall - Das Nachtfahrverbot für Lastwagen auf der Transitstrecke gilt seit 30 Jahren. Aber nur auf dem Papier, wie die Bürgerinitiative "Transitfreies Karlstein" sagt. Deswegen fand am Dienstagmorgen eine Protektaktion statt.

Update, 7.30 Uhr: Teilblockade der Umgehungsstraße

Bürger aus dem Kleinen Deutschen Eck haben am Dienstagmorgen für eine Stunde die Umgehungsstraße von Bad Reichenhall teilweise blockiert. Seit Jahren beklagen sich die Anwohner entlang der Transitstrecken B20 und 21 über zu viel Verkehrslärm, vor allem während der Nachtstunden. Es gibt zwar eigentlich ein Nachtfahrverbot für Schwerlaster – das wird allerdings so gut wie nie kontrolliert. 


Deswegen hat eine Bürgerinitiative heute früh zwischen 5 Uhr und 6 Uhr die Bad Reichenhaller Umgehungsstraße halbseitig blockiert. Nach Angaben der Initiative gegenüber der Bayernwelle waren etwa 100 Bürger da. Viele von ihnen hatten Schilder dabei, um die Lastwagen auf ihre Nachtruhe hinzuweisen. Ein Sprecher der Initiative wertet die Aktion im Gespräch mit der Bayernwelle als Erfolg: "Die Anwohner der Transitstrecke lassen sich das nicht mehr gefallen. Sie wollen, dass das Nachtfahrverbot eingehalten wird."

Vorbericht

Darunter würden die Anwohner in Piding, Reichenhall, Schneizlreuth und auch in Karlstein leiden. Deswegen hat sich die Karlsteiner Initiative nun zu einer Blockade entschlossen, die am Dienstag, 7. Januar, stattfinden soll - und zwar am frühen Morgen zwischen 5 und 6 Uhr. Alle Interessierten treffen sich vor der Rupertustherme, hieß es in der Mitteilung der Initiative. BGLand24.de hat in der Vergangenheit schon öfters über die Thematik berichtet.


"Wir hoffen auf Eure Bereitschaft, so bald aufzustehen. Es soll eine stille Aktion sein. Kreative Hinweisschilder oder Transparente sind willkommen", sagte der Vorsitzende Ulrich Scheuerl, der gemeinsam mit Christian Erber den entsprechenden Antrag beim Landratsamt gestellt hat. Inzwischen sei auch die Genehmigung für die Protestaktion erteilt worden.

mw

Rubriklistenbild: © p icture alliance / dpa

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