Suche nach Gleitschirm-Piloten

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Rettungskräfte suchten einen angeblich abgestürzten Gleitschirm-Piloten im Bereich des Blausteigs zwischen Zwiesel-Mulisteig und Bartlmahd.

Bad Reichenhall - Während die Bergwacht einen abgestürzten Gleitschirm-Piloten suchte, ging ein weiterer Notruf ein: am Pankraz Kircherl sei ein Mädchen zusammengebrochen.

Die Reichenhaller Bergwacht musste am Freitagabend, 4. April, zu gleich zwei Einsätzen in Folge ausrücken: Gegen 19.20 Uhr ging die Meldung über einen abgestürzten Gleitschirm-Piloten im Bereich des Blausteigs zwischen Bartlmahd und Zwiesel-Mulisteig ein; noch während der Sucheinsatz lief, mussten weitere Bergretter und der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes zur Amalienhöhe am Kugelbachweg ausrücken, wo ein 15-jähriges Mädchen nach übermäßigem Alkoholkonsum bewusstlos zusammengebrochen war.

Rettungshubschrauber-Einsatz

Ein Gleitschirm-Pilot hatte gegen 19.20 Uhr bei der Leitstelle Traunstein gemeldet, dass er am Staufen im Bereich des Blausteigs zwischen Bartlmahd und Zwiesel-Mulisteig den Absturz eines blauen Gleitschirms beobachtet hatte. Weil er kein Handy dabei hatte, konnte er erst zeitverzögert von zu Hause aus einen Notruf absetzen. Da die Meldung von einem anderen Piloten kam, ging die alarmierte Reichenhaller Bergwacht von einem tatsächlichen Absturz aus und ließ sofort den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ das Gebiet im letzten Tageslicht aus der Luft absuchen.

Zeitgleich stieg eine Suchmannschaft mit Rettungsgerät von der Padinger Alm aus zu Fuß auf und suchte mit leistungsstarken Lampen nach dem vermeintlich Abgestürzten, jedoch ohne jede Feststellung. Telefonische Rücksprachen mit dem örtlichen Gleitschirmclub ergaben ebenfalls, dass niemand vermisst wird. Eventuell war der Gleitschirm-Pilot in einem Baum notgelandet und dann unverletzt zu Fuß abgestiegen oder es lag eine optische Täuschung vor.

Mädchen zusammengebrochen

Noch während der Einsatz lief, ging ein weiterer Notruf ein, dass am Pankrazkircherl ein 15-jähriges Mädchen nach übermäßigem Alkoholkonsum bewusstlos zusammengebrochen sei. Die Bergwacht stieg zunächst mit medizinischer Ausrüstung zum Kircherl auf, konnte niemanden finden, kontrollierte dann das gesamte Areal der Burgruine, wo ebenfalls niemand war. Nach weiteren telefonischen Rücksprachen wurde klar, dass die drei nicht ortskundigen jugendlichen Mädchen am gegenüberliegenden Hang in der Amalienhöhe gefeiert hatten. Rettungswagen und Notarzt fuhren über den Kugelbachweg an, versorgten die Jugendliche und brachten sie danach zur weiteren Behandlung und Überwachung in die Kinderklinik des Salzburger Landeskrankenhauses.

Pressemitteilung BRK Kreisverband BGL

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