"Die Bandbreite an Anliegen ist groß"

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JU-Ortsvorsitzender Alexander Vater, CSU-Ortsvorsitzende Stephanie Kunz und stellvertretender CSU-Ortsvorsitzender Marco Trebuth (v.l.) freuen sich über die rege Beteiligung.
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Bad Reichenhall - Die CSU Bad Reichenhall will die Ergebnisse der Bürgerumfrage "Ihre Meinung ist gefragt" in ihr Wahlkampfprogramm fließen lassen.

Unter dem Motto „Ihre Meinung ist gefragt“ startete der CSU-Ortsverband Bad Reichenhall im August dieses Jahres eine Umfrageaktion. Alle Haushalte im Stadtgebiet, die die Zusendung von Werbung nicht verweigern, erhielten dazu eine Postkarte zugeschickt. Auf diesen Postkarten hatten alle Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, ihre Ideen, Wünsche und Anregungen an die Stadtpolitik zu formulieren. Die Postkarten konnten ausgefüllt rückgesendet werden.

Die äußerst positive Resonanz der anonymen Umfrage hat alle Beteiligten mehr als überrascht: Rund 200 Antworten gingen beim CSU-Ortsverband ein, teilweise wurde sogar der Platz auf den Postkarten zu knapp und musste kurzerhand ein Beiblatt als Anhang hinzugefügt werden. Auch online beteiligten sich einige interessierte Bürger. Die letzten Postkarten kamen sogar erst Ende Oktober im Bürgerbüro der Christsozialen an.

Für die Auswertung haben sich die Verantwortlichen daher bewusst Zeit gelassen, um sich intensiv mit den Antworten der Bürger auseinanderzusetzen. In mehreren Runden beschäftigten sich insgesamt sechs Personen mit den Antworten der Bürger und werteten diese aus. Interessant: Keine einzige Rückmeldung fiel aus dem Rahmen, vielmehr lieferten alle Beiträge ein ausdifferenziertes Stimmungsbild über die politische Agenda in der Stadt. Dabei zeigte sich, dass entgegen anders lautender Vorurteile viele Menschen doch aktiv an dem politischen Geschehen in der Stadt teilhaben und sich auch ihre eigenen Gedanken über das Gemeinwesen vor Ort machen.

Dementsprechend lieferte die Umfrage eine große Bandbreite an Anliegen: Von der vermeintlichen Kleinigkeit bis hin zu den großen Fragen der Stadtpolitik war alles vertreten. Als wichtigste Themenbereiche kristallisierten sich Verkehr, die Entwicklung der Innenstadt, des Tourismus- und Wirtschaftsstandortes sowie Familie und Soziales heraus. Freilich waren die Ergebnisse nicht ganz widerspruchsfrei, aber Überraschungen gab es dabei durchaus: Während oft negativ über das geplante Einkaufszentrum am Gaswerksgelände berichtet wurde, wollen offenkundig viele Reichenhaller Bürger gerade solche neuartige Einkaufsmöglichkeiten. Dies gilt insbesondere, wenn damit auch Geschäfte den Weg nach Reichenhall finden, die bislang noch nicht so stark präsent sind. So zeigt die Umfrage, dass sich etliche ein größeres Angebot an bezahlbarer Mode für junge Menschen wünschen.

Ein bislang unterschätztes Thema scheint hingegen der Konflikt zwischen Radfahrern und Fußgängern im Bereich der Fußgängerzone zu sein: Auffällig viele Bürger wollen, dass die Radfahrer sich dort an die Verkehrsregeln halten und verlangen verstärkte Kontrollen.

Die Ergebnisse der Umfrageaktion werden sehr ernstgenommen, intensiv diskutiert und fließen in das Wahlprogramm der Reichenhaller CSU ein. Auch Anträge im Reichenhaller Stadtrat durch die CSU-Fraktion können aus den Ergebnissen der Umfrage erwachsen, wie Fraktionssprecher Martin Schoberth betont: „Uns liegt viel daran, die Meinung der Menschen aufzunehmen und in den politischen Entscheidungsprozess einzubinden. Es reicht eben nicht, nur über Bürgerbeteiligung zu reden, wir wollen sie aktiv umsetzen.“

Klar ist: Nicht alles, was in der Umfrage geschrieben wurde, kann in die Realität umgesetzt werden. Aber die Christsozialen werden sich bemühen, um die Interessen der Bürger bestmöglich zur Geltung zu bringen. Die CSU möchte sich auch weiterhin als Mitmach-Partei präsentieren und bietet etwa mit dem sozialen Netzwerk facebook eine Möglichkeit, Diskussionen über Themen anzustoßen. Bei den Stammtischen und den zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen haben alle die Gelegenheit, sich und ihre Meinung selbst einzubringen. Mit dem CSU-Bürgerbüro ist zudem eine feste Anlaufstelle geschaffen, in der Amt- und Mandatsträger wöchentlich eine Sprechstunde im Bürgerdialog abhalten. Und nicht zuletzt möchte die CSU auch vermehrt engagierte Mitglieder gewinnen und bietet ihnen die Chance, aktiv zu werden.

Der CSU-Ortsverband Bad Reichenhall dankt allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich die Mühe gemacht haben und sich an dem Projekt beteiligt haben. Gleichwohl die Umfrage bewusst anonym gehalten war, haben einige Bürger ihre Adressen auf den Postkarten vermerkt. All jene werden in den nächsten Wochen ein persönliches Schreiben erhalten. Diejenigen, die von der Anonymität Gebrauch gemacht haben, können sich sicher sein, dass ihre Meinung Gehör gefunden hat und in den weiteren Überlegungen der Stadtpolitik Berücksichtigung finden wird. Auch weiterhin ist die CSU jederzeit für Anregungen und Ideen offen.

Pressemitteilung CSU Bad Reichenhall

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