Baumarbeiten 2018 im Bad Reichenhaller Stadtgebiet

Größtmögliche Sicherheit und Transparenz für Bürgerinnen und Bürger

Bad Reichenhall - Um für die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich Transparenz zu schaffen, informiert die Stadt Bad Reichenhall gemeinsam mit den übrigen zuständigen Behörden und Ämtern ausführlich über abgeschlossene und geplante Baumarbeiten im Bad Reichenhaller Stadtgebiet im laufenden Jahr.

In einem mittlerweile regelmäßigen Turnus wird von der Stadtgärtnerei zusammen mit dem Umweltreferenten des Stadtrats eine Baumbeschau vorgenommen, die Rückschlüsse auf die Vitalität sowie auf die Bruch- und Standsicherheit der Stadtbäume im Reichenhaller Stadtgebiet zulässt. Auch Anfang dieses Jahres begaben sich Stadtgartenmeister Martin Haberlander und sein Stellvertreter Marcus Reinhold zusammen mit dem Reichenhaller Umweltreferenten Dr. Wolf Guglhör auf eine Rundfahrt durch die Stadt, um die anstehenden Maßnahmen in Sachen Baumarbeiten zu besprechen. Die erforderlichen Baumfällungen fallen in diesem Jahr nach aktuellem Stand geringer aus als in den vergangenen Jahren und betreffen hauptsächlich Sturmschäden und Baumentnahmen, die dem Eschentriebsterben geschuldet sind, so beispielsweise an der Loferer Straße ab der Einmündung Johann-Häusl-Straße bis Höhe Überführung Frühlingstraße, auf einem aktuell herrenlosen Grundstück am Triftmeisterweg oder im Wald an der Nonner Straße gegenüber der Kaserne, der seit Anfang dieses Jahres in den Verantwortungsbereich des Stadtgartenamtes fällt. Ersatzpflanzungen heimischer Baumarten sind hier vorgesehen. Größere Ersatzbepflanzungen betreffen auch die Kastanien-Allee an der Riedelstraße sowie die Ahornbäume an der Adalbert-Stifter- Straße, bei denen deutliche Stammschäden erkennbar sind. Die Fällung von drei Rotfichten sowie je einem Walnussbaum und einem Obstbaum machte der Neubau der Kindertagesstätte Froschham an der Kirchholzstraße / Salzburger Straße nötig. Ein hohler Walnussbaum wurde als Biotopbaum zum Thema „Artenvielfalt“ für den zukünftigen Kindergarten erhalten.

Ergebnisse der Baumbeschau und Auflistung der Bäume

Die Ergebnisse der Baumbeschau mit einer Auflistung der einzelnen Bäume, deren genaue Standorte sowie die Ursachen der Schädigungen sind auf der Internetseite der Stadt Bad Reichenhall www.stadt-bad- reichenhall.de detailliert aufgeführt und können unter „Natur und Umwelt“ in der neu angelegten Rubrik „Stadtgrün“ jederzeit aktuell eingesehen werden. Neben den Baumfällungen sind auch Baumpflegemaßnahmen und Baumpflanzungen sowie weitere nützliche Informationen zu finden. So soll die Bürgerschaft rechtzeitig über mögliche Baumarbeiten im Stadtgebiet von Bad Reichenhall informiert werden.

Verkehrssicherungsmaßnahmen finden statt

Die Stadt Bad Reichenhall steht zudem in engem Kontakt und Abstimmung mit den übrigen Behörden und Ämtern, die im Stadtgebiet von Bad Reichenhall Grundstücksflächen verwalten. So kündigt das Liegenschaftsamt an, dass auf den städtischen Waldflächen (Distrikt I bis VI von Schwarzbach bis Müllner Berg) entlang öffentlicher Wege und Straßen auch im laufenden Jahr wieder erforderliche Verkehrssicherungsmaßnahmen stattfinden werden. Dazu werden turnusgemäß die Flächen vom zuständigen Förster Anton Resch begangen und die zu entnehmenden geschädigten Baumstämme markiert. Die Fällungsmaßnahmen werden dann zeitnah in den kommenden Wintermonaten durch sachkundige Unternehmen vorgenommen. Auf flächige Baumfällungen wird dabei ausdrücklich verzichtet. Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein stellte bei der Baumkontrolle auf seinen Grundstücken in der Saalach- und Nonner Au an ca. 320 Bäumen große Schäden fest. Bei ca. 250 Bäumen kann durch Pflegeschnitte die Verkehrssicherheit wiederhergestellt werden. Bei etwa 70 sehr stark geschädigten Einzelbäumen ist eine Fällung notwendig. 

Keine Flächige Rodungen im Gebiet der Saalach- und Nonner Au

Das Wasserwirtschaftsamt weist darauf hin, dass es im Einzelfall leider nicht zu vermeiden ist, dass bei Fällungen von sehr großen Bäumen die benachbarten Gehölze in Mitleidenschaft gezogen werden, dies aber nicht der Regelfall ist. Flächige Rodungen im Gebiet der Saalach- und Nonner Au sind nicht vorgesehen. Die Maßnahmen des Wasserwirtschaftsamts Traunstein wurden im Vorfeld mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. Die Arbeiten finden aus artenschutzrechtlichen Gründen außerhalb der Vegetations- und Vogelbrutzeit in den Monaten Januar und Februar statt. Zu diesem Zweck müssen in der Saalach- und Nonner Au befindliche Wege und Straßen abschnittsweise temporär gesperrt werden. Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein bittet die Bevölkerung dafür um Verständnis und versucht die damit verbundenen Verkehrsbehinderungen so kurz wie möglich zu halten. 

Verantwortung gegenüber Nutzern und Natur

Bereits im Sommer 2017 wurden die Bäume entlang der Wege im belaubten Zustand begutachtet und alle geschädigten Bäume klassifiziert und die notwendigen Maßnahmen festgelegt. Die im Wasserwirtschaftsamt mit diesen Aufgaben betrauten Mitarbeiter sind für die Baumbeschau ausgebildet und kennen ihre Verantwortung , sowohl gegenüber den Nutzern als auch gegenüber der Natur. Wenn gravierende Schäden an einem Baum festgestellt werden, die zu einer Gefährdung der Nutzer führen können, hat der Schutz der Nutzer Vorrang. Bäume, die so weit von den Infrastruktureinrichtungen entfernt stehen, dass keine Gefahr für die Nutzer besteht, bleiben außer Betracht. 

Pflegemaßnahmen am Baum und Baumfällungen

Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein verwaltet im Stadtgebiet von Bad Reichenhall große Grundstücksflächen des Freistaats Bayern beiderseits der Saalach. Auf diesen Flächen in der Saalach- bzw. Nonner Au befinden sich vieleGeh- und Radwege, Straßen und sonstige Infrastruktureinrichtungen. Als Vertreter des Grundeigentümers Freistaat Bayern trägt das Wasserwirtschaftsamt Traunstein die Verantwortung, dass die Nutzer dieser Einrichtungen nicht durch herabfallende morsche Äste oder umstürzende Bäume gefährdet werden. Deshalb ist es unumgänglich, den Zustand des Bewuchses im Rahmen einer Baumbeschau fachlich zu bewerten und sich daraus ergebende Maßnahmen durchzuführen. Dies sind in der Regel entweder Pflegemaßnahmen am stehenden Baum durch Rückschnitte einzelner abgestorbener Äste oder bei einer großen Schädigung des gesamten Baumes oder des Wurzelwerks die Fällung

Keine Baumfällarbeiten für 2018

Das Staatliche Bauamt Traunstein hat für das Jahr 2018 keine Gehölzpflegemaßnahmen bzw. Baumfällarbeiten im Stadtgebiet Bad Reichenhall vorgesehen. Sogenannte Akutfällungen, die nach Schneebruch, Orkanstürmen etc. aus Gründen der Verkehrssicherheit durchgeführt werden müssen, sind allerdings möglich. Auch das fortschreitende Eschentriebsterben im Saalachtal kann derzeit im unbelaubten Zustand nicht beurteilt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass im Frühjahr mit Beginn des Blattaustriebs Schädigungsgrade an den Eschen festgestellt werden, die zu Baumfällungen führen können. Da das Staatliche Bauamt Traunstein aber in diesem Bereich in den vergangenen Jahren vermehrt verkehrsgefährdende Eschen entfernt hat, ist aller Voraussicht nach mit keinen größeren Baumfällaktionen zu rechnen. 

Verkehrssicherungsmaßnahmen zur Abwehr von Gefahren

Wie der Forstbetrieb Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten erklärt, handelt es sich bei Eingriffen in den Waldbestand entlang von Bahnlinien, Straßen und Gebäuden in aller Regel nicht um Maßnahmen, die der Waldpflege dienen, sondern um Verkehrssicherungsmaßnahmen zur Abwehr von Gefahren für Leib, Leben und Sachgütern. Diese Maßnahmen werden nicht willkürlich durchgeführt, sondern nur nach einer sachkundigen Risikobewertung. Würden die Maßnahmen nicht zeitnah (ohne schuldhaftes Zögern) durchgeführt, setzten sich diejenigen Personen, die für die Verkehrssicherheit verantwortlich sind, erheblichen haftungsrechtlichen Risiken aus, bei Schäden an Leib und Leben auch staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen mit entsprechenden Ahndungen. 

Größtmögliche Sicherheit und Transparenz

Grundsätzlich gilt, dass es extrem schwierig ist, Verkehrssicherungsmaßnahmen ein Jahr vorauszuplanen, da beispielsweise heute gesunde Eschen in einem halben Jahr schwere Krankheitssymptome des Eschentriebsterbens bekommen können. Zudem können Sturmschäden, wie sie derzeit wieder vermehrt auftreten, nicht vorhergesagt werden. Die Stadt Bad Reichenhall und die mit ihr zusammenarbeitenden Ämter sind jedoch bemüht, den Bürgerinnen und Bürgern größtmögliche Sicherheit und Transparenz zu bieten.

Pressemitteilung der Stadt Bad Reichenhall

Rubriklistenbild: © dpa/Tobias Hase (Symbolbild)

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