SPD: Kritik an Verzögerungen bei der Auenstraße

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Das brachliegenden Grundstück, das für die Bebauung vorgesehen ist und keinen schönen Eindruck mehr macht.

Bad Reichenhall - Günstiger Wohnraum und ein entspannter Wohnungsmarkt: Das alles sollen die Wohnungen in der Auenstraße bewirken, jedoch gibt es noch immer keine Aussicht auf einen Baubeginn.

Nach Vorberatung im Bauausschuss billigte am 24. Juni 2014 der Stadtrat einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplanes „Wohnen in der Auenstraße“. Die städtische Wohnbaugesellschaft möchte dort günstigen Wohnraum schaffen und so den angespannten Wohnungsmarkt Reichenhalls entlasten. Voraussetzung dafür ist die möglichst hohe Ausnutzung des Baugrunds.

Grund- und Geschossflächenzahlen müssen dabei ebenso eingehalten werden wie die Abstandsflächen zu den benachbarten Grundstücken. Seither gibt es keinen Fortschritt und keine konkrete Aussicht auf einen Baubeginn, kritisiert die Reichenhaller SPD. Der Vorstand und die Stadtratsfraktion nannten in einer gemeinsamen Sitzung zu dem Thema die Verzögerungen enttäuschend. Bezahlbare Angebote von Mietwohnungen sind rar in der Kurstadt. Da könnten die circa 40 Wohnungen, die in der Auenstraße geplant sind, für Entspannung sorgen.

„Viele Familien, aber auch Soldaten warten dringend auf eine Wohnung“, so Ilse Rothstein. Außerdem seien in der Auenstraße barrierefreie und behindertengerechte Wohnungen geplant. Besonders diese würden derzeit in Reichenhall dringend benötigt. Umso enttäuschender seien nun die Verzögerungen, die aufgrund der einstimmigen Beschlusslage eigentlich nicht nachvollziehbar seien, so die Vorsitzende des VDK.

„Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum für die einheimische Bevölkerung zur Verfügung zu stellen“. So lautet das Motto der Wohnbaugesellschaft, zu finden auf der offiziellen Homepage der Stadt Bad Reichenhall. Und Wolf Guglhör, der Sprecher der Fraktion ergänzt: „Wohnungsbau ist Sozialpolitik schlechthin“. Woran die Verzögerungen denn liegen und ob die Gefahr bestehe, dass das Projekt noch scheitert, wollte Guido Boguslawski wissen. Einige Anwohner, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Guglhör, haben verständliche aber wenig stichhaltige Vorbehalte zum Vorhaben.

Insbesondere Höhe und Grundfläche werden als zu mächtig empfunden, zu wenig angepasst an die umliegende Bebauung. Ein Verzicht auf ein ganzes Geschoss würde aber die Realisierbarkeit des ganzen Projektes gefährden. Einige Anwohner haben auch Angst vor Hochwasser und Bauschäden als Folge der geplanten Tiefgaragen. Die vorliegenden Gutachten sollten aus Sicht der SPD von allen Bürgern eingesehen werden können, um diese Ängste zu entkräften.

Für berechtigte Einsprüche und Änderungsvorschläge muss der Stadtrat offen sein. Darauf zu warten, dass es keinen Widerspruch mehr gibt, könne man aber nicht. Der Abwägungsprozess zwischen den Interessen der Anwohner und der wohnungssuchenden Bürger habe nun lange genug gedauert. Nach dem anstehenden Auslegungsbeschluss des Stadtrats seien ja ohnehin noch weitere Schritte erforderlich, insbesondere ein konkreter Bauantrag.

„Monat für Monat das Thema „Wohnen in der Auenstraße“ auf die Tagesordnung und dann wieder abzusetzen, wird sonst zur Blamage für den ganzen Stadtrat“, so Guglhör.

SPD Reichenhall

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