Politischer Aschermittwoch: Premiere bei der FWG

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OB-Kandidaten Martin Knabenreich

Bad Reichenhall - Witzige Kommentare, Sticheleien und Live-Musik – der Politische Aschermittwoch der FWG hat Premiere gefeiert.

Den aktuellen Wahlkampf aus einer anderen Perspektive und witzige Bemerkungen zu aktuellen Themen, das bekamen die über 100 anwesenden Besucher beim ersten Politischen Aschermittwoch der Freien Wählergemeinschaft (FWG) im Bürgerbräu geboten. In verschiedenen Beiträgen wurde auch an Kritik über den amtierenden Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner nicht gespart.

In verschiedenen Wortbeiträgen der FWG-Stadträte und des OB-Kandidaten Martin Knabenreich wurde vor allem die Glaubwürdigkeit des Amtsinhabers und seiner Wahlzusagen aufs Korn genommen. So wurde eine Liste von zwölf Wahlversprechen präsentiert, die Lackner zu Beginn seiner Amtszeit abgegeben hatte und die allesamt nicht eingehalten wurden. Darunter gehörten z.B. die Zusage sich nach zwei Jahren Amtszeit 2008 gemeinsam mit dem Stadtrat wiederwählen zu lassen, den Sportvereinen einen Kunstrasenplatz zu bauen und namhafte Fußballvereine zu Trainingslagern in die Stadt zu holen. Außerdem wollte der Amtsinhaber schon damals die Vermarktung verbessern und wirtschaftliche Kompetenz beweisen. Statt diese Versprechen umzusetzen oder die Probleme der Stadt anzupacken, gelte bei Dr. Lackner der Leitspruch „Hauptsach` mia san gmüatlich beianand!“

Aber auch die anderen OB-Kandidaten wurden vereinzelt zum Thema. Zum Kandidaten der Grünen Manfred Hofmeister hieß es: „Wie will der denn grüne Politik vertreten und zum Beispiel gegen die dritte Startbahn in München und die sechsspurige A8 glaubhaft kämpfen, wenn er jedes Wochenende von Paris heim fliegt und dann mit seinem Auto nach Reichenhall heizt?“

Die SPD Kandidatin Adelheid Rupp wurde als „laufender Merkzettel von Christian Ude“ bezeichnet, „damit der Wähler bis zur Landtagswahl nicht vergisst, dass es die SPD überhaupt gibt“.

Besonderen Applaus bekam die „Vision“ einer Marihuanaplantage in Nonn unter einem Oberbürgermeister der Piraten, mit deren Hilfe die maroden städtischen Finanzen saniert werden könnten.

Besonders viel Zuspruch bekamen die Stadträte Agnes Graschberger und Werner Huber, die als König Ludwig II und Sissy verkleidet, den aktuellen Wahlkampf aufs Korn nahmen.

Unter den Besuchern waren auf Vertreter der FWG BGL, darunter der 1. Vorsitzende und Bürgermeister von Teisendorf Franz Schießl.

Die Kombination aus guter Live-Musik der Band „Tiger Rags“, kabarettistischen Einlagen und deutlicher Kritik sorgte für gelockerte Stimmung und kam bei allen Besuchern gut an.

Pressemitteilung FWG Bad Reichenhall

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