Piding: Forderungen zu A8 und Kirchholztunnel

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Piding - Der Pidinger Gemeinderat hat am Mittwochabend seine Stellungnahmen zum Bau des Kirchholztunnels und zur Errichtung einer zwei Kilometer langen Autobahneinhausung verabschiedet.

Nach Abschluss des offenen Planungsdialogs wurde dem Bundesverkehrsministerium empfohlen, im Bereich der Gemeinde Piding eine Verlegung der Autobahn als Nordumgehung zu planen und dabei eine Einhausung von mehr als 400 Meter zu berücksichtigen. Der Gemeinderat hatte aber im Oktober 2010 die Grundsatzentscheidung für die Nordvariante beschlossen - mit der Berücksichtigung einer langen Einhausung von zwei Kilometern. "Einer 400 m langen Einhausung wird nicht zugestimmt", betont Bürgermeister Hannes Holzner in einem zweiseitigen Schreiben an das Ministerium jetzt noch einmal.

"Zudem wurde der Gemeinde Piding das Prädikat „Luftkurort“ verliehen. Der Erhalt unserer Luftqualität ist somit von besonderer Bedeutung. Daher wird auch der Einbau einer Filteranlage bei der Einhausung gefordert", beschloss der Gemeinderat am Mittwochabend die Formulierung des Schreibens. "Durch den Bau der Nordumfahrung könnte mit einer langen Einhausung (2 km) eine enorme Verbesserung der Lärm- und Abgasbelastung erreicht werden. Außerdem verringern sich die Beeinträchtigungen für das Orts- und Landschaftsbild sowie für die Wohnqualität."

Unter Bezugnahme auf den Gemeinderatsbeschluss vom Oktober 2010 bittet der Gemeinderat das Ministerium daher, die Nordumfahrung mit einer langen Einhausung (2 km) weiter zu planen und auch die weiteren, für die Bewohner des Ortsteils Piding Ost erforderlichen Lärmschutzanlagen zu optimieren.

Ähnliches will das Gremium für die Pläne der Ortsumfahrung Bad Reichenhall erreichen. Gemeinsam formulierten die Räte Einwendungen gegen das Vorhaben:

"Die Gemeinde Piding stimmt den Planungen zur OU Bad Reichenhall (Kirchholz- und Stadtbergtunnel) nur unter folgenden Voraussetzungen zu:

1. Durchführung eines Raumordnungsverfahrens unter Beteiligung der Gemeinde Piding.

2. Aufteilung des Verkehrsaufkommens auf die B 20 und B 21 durch Schaffung einer Anschlussstelle von der A 8 auf die B 21 und entsprechende Beschilderungen zur Verkehrsführung.

3. Aufhebung der Gewichtsbeschränkung auf der B 21.

4. Beibehaltung des Nachtfahrverbotes.

5. Errichtung von optimalen, aktiven Lärmschutzmaßnahmen entlang der B 20 im Gemeindegebiet von Piding.

6. Kein vierspuriger Ausbau der B 20 im Gemeindegebiet Piding.

7. Aufrechterhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkung von max. 70 km/h an der B 20"

Diese Einwendungen werden jetzt - wie bereits die aus Bayerisch Gmain und Bad Reichenhall - an die Regierung von Oberbayern weitergeleitet. Bis 15. Juni können auch die Bürger ihre Einwendungen einreichen. Dann wird es einen Erörterungstermin geben.

Christine Zigon 

Rubriklistenbild: © pa/Symbolbild

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