Neujahrsempfang der Gebirgsjägerbrigade 23 und der Stadt Bad Reichenhall

"Die Kriege sind mitten unter uns!"

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Neujahrsempfang der Gebirgsjägerbrigade 23 und der Stadt Bad Reichenhall
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Bad Reichenhall - Circa 450 Gäste waren der Einladung in das alte Königliche Kurhaus in Bad Reichenhall gefolgt. Der Grund: Der Neujahrsempfang der Gebirgsjägerbrigade 23 und der Stadt Bad Reichenhall

"Wir, Herr General Sollfrank und ich, freuen uns, dass so viele Persönlichkeiten unserer Einladung gefolgt sind", so startete Oberbürgermeister Dr. Lackner in seiner Eröffnungsrede in den Abend. Nach dem Hinweis, dass "ein jeder der geladenen Gästen zu den Ehrengästen zählt", begrüßte der Oberbürgermeister auch namentlich den katholischen Stadtpfarrer Strasser-Langenfeld sowie von der evangelischen Stadtkirche die Pfarrerin Martin. Auch nicht fehlen durfte die Begrüßung des Leiters der Bayerischen Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben Dr. Marcel Huber sowie dem Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr unter der Leitung von Oberstleutnant Karl Kriner.

Rückblick 

Weiter ging es mit einem kurzen Rückblick über das Jahr 2016, in dem diverse Investition getätigt wurden, wie zum Beispiel:

  • das Einkaufszentrum am Pulverturm
  • der Erweiterungsbau Juhasz
  • die Generalsanierung sowie der Neubau der Klinik für Berufskrankheiten
  • die Eröffnung des Klosterhofes
  • die Runderneuerung des Klosterhofes
  • die Runderneuerung des Reichenhaller Karlsgymnasiums 

Nicht zu vergessen die Freude über das Landesamt für Maße und Gewichte, dass nach Bad Reichenhall verlegt werden soll und die zahlreichen Glückwünsche und Grüße.

Die Kriege sind mitten unter uns

Nach Oberbürgermeister Dr. Lackner betrat Brigadegeneral Alexander Sollfrank die Bühne und begrüßte stellvertretend für alle aktiven und ehemaligen Soldaten die zivilen und uniformierten Gäste.

"Die Kriege im Irak, in Syrien, die Flüchtlingskrise, die Anschläge in Europa und bei uns, mitten unter uns", so startete der Brigadegeneral seine Rede und erinnerte sowohl an diverse Schicksalsschläge, als auch an positive Ereignisse des vergangenen Jahres. Ein großer Dank erfolgte im Anschluss an die Soldaten der Gebirgsjägerbrigade23, die derzeit in diverse Einsätze wie zum Beispiel Mali und Irak verabschiedet werden oder schon wurden

Dann wurde es ein wenig ernster. "2011 wurde die sogenannte Neuausrichtung der Bundeswehr entschieden. Die Finanzkrise mit ihren Implikationen für wirtschaftliche Stabilität besorgte die Politik und die Bürger", so Sollfrank. Und ergänzt: "Wir alle wissen, dass der Arabische Frühling, der am 17. Dezember 2010 so verheißungsvoll in Tunesien begann und Diktatoren, Tyrannen und Staatsterroristen aus ihren Feudalämtern spülte, sich zu einem Flächenbrand von Nordafrika bis weit in den Mittleren Osten und darüber hinaus entwickelte". 

Es folgte eine Aufzählung, über die aktuellen Gefahrenherde sowie zahlreiche Trendwenden bei Finanzen, Rüstung und Personal. "Die Trendwende Finanzen bedeutet, dass wir weggehen von der Verwaltung des Mangels. Die Trendwende Personal bedeutet mehr Personal: 170.000 plus lautet die Devise", so Sollfrank.

"Was heißt das nun für die Gebirgsjägerbrigade 23?"

Im weiteren Verlauf folgte ein Überblick über die Einsatzgebiete der Gebirgsjägerbrigade im Ausland und die Unterstützung bei der Flüchtlingshilfe: "Wir entsenden nach aktuellem Stand knapp 900 Soldaten ins Ausland", erklärt Sollfrank. 

Zum Abschluss folgte eine Info über die positive Entwicklung der Nachwuchssituation: Nach Aussetzen der Wehrpflicht hatten wir 2013 57% der Mannschaftsstellen besetzt, heute sind es rund 90%. Der Mannschaftsdienstgrad ist im Schnitt über 8 Jahre bei uns. 247 Frauen dienen in der Brigade, das sind 5,7%. Jeder, der bei der Gebirgsjägerbrigade 23 ist, macht diese freiwillig. Man könnte um die Bundeswehr und die Standorte einen Bogen machen. Nein, die jungen Menschen kommen", so der Brigadegeneral. Und ergänzt: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich die ausgesprochen positive Nachwuchslage noch weiter positiv gestaltet".

Alexander Sollfrank beendete seine Rede mit einem Lob über die ausgezeichneten Leistungen der Soldaten in nationalen und internationalen Wettkämpfen sowie einem Ausblick über die kommenden Projekte und Baumaßnahmen.

Als dritter Redner folgte der Leiter der Bayerischen Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben Dr. Marcel Huber. 

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