An Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain übergeben

Gebirgsjägerbrigade 23 stellt neuen Rundwanderweg um das Reichenhaller Kirchholz fertig

Soldaten schneiden Band durch.
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Die Übergabe des Weges: Vorn im Bild: Hauptfeldwebel Marcel Timmel. Mitte v.l.n.r.: Oberst Keller, Bürgermeister Wierer. Hinten v.l.n.r.: Regierungsoberamtsrat Udo Brickel, Oberbürgermeister Dr. Lung.

Bad Reichenhall/ Bayrisch Gmain - 1.800 Meter Weg inklusive zwei Brücken und einem Steig vollenden nun den Rundwanderweg um das Kirchholz. Etwa 30 Gebirgspioniere haben seit September unermüdlich an dem Umgehungsweg gearbeitet. Nun ist er offiziell an die Stadt Bad Reichenhall und Gemeinde Bayerisch Gmain übergeben worden und für die Bevölkerung nutzbar.

Die Pressemitteilung der Bundeswehr im Wortlaut:


Hierzu lud der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Maik Keller, kürzlich zur offiziellen Übergabe des Weges an die Stadt Bad Reichenhall und die Gemeinde Bayerisch Gmain ein. Neben dem Oberbürgermeister der Stadt Bad Reichenhall, Dr. Christoph Lung, sowie dem Bürgermeister der Gemeinde Bayerisch Gmain, Armin Wierer, konnten sich auch der Leiter des Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (BwDLZ) Bad Reichenhall, Regierungsoberamtsrat Udo Brickl, vom fertiggestellten Umgehungsweg überzeugen.

Hintergrund dieses Wegebaus ist, dass der Standortübungsplatz Kirchholz am 1. Juli 2020 offiziell zum Militärischen Sicherheitsbereich umgewandelt werden musste. Eine Überprüfung im Juli 2019 durch das Landeskommando Bayern - als Behörde für die innere und äußere Sicherheit auf Übungsplätzen - ergab, dass der Schutz und die Sicherheit von unbeteiligten Dritten in der Form eines Militärischen Bereiches aufgrund der aktuell gültigen Sicherheitsbestimmungen und Nutzungsforderungen sowie der damit einhergehenden Haftungsfragen nicht mehr gewährleistet werden konnte. Daraus folgt ein Betretungsverbot für die Bevölkerung auf das die Gebirgsjägerbrigade 23 keinen Einfluss nehmen kann.


Mit dem Umgehungsweg wird nun aber den Interessen der Bevölkerung und gleichzeitig den Besonderheiten der Kur- und Tourismusregion Rechnung getragen. Das Kirchholz bleibt so durch eine lückenlose Umgehung – ohne Gefährdung der Wanderer und Störung des militärischen Übungsbetriebes – für die Bevölkerung zugänglich.

„Well Done“

Zu Beginn der Veranstaltung richtete Oberst Keller seinen Dank an die Wegebauer – die Gebirgspioniere aus Ingolstadt: „Das, was ich gesehen habe, war eine enorme Leistung. Die Arbeit, die hier durch das Gebirgspionierbataillon 8, mit Unterstützung des Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen 230, der Stabs- und Fernmeldekompanie sowie dem Unterstützungspersonal Standortältester verrichtet wurde, gilt es nun in diesem Rahmen zu würdigen“. Anschließend übereichte er den beteiligten Soldaten ein kleines Präsent – als Erinnerung an diesen „nicht alltäglichen“ Auftrag.

Anschließend ergriff Dr. Christoph Lung das Wort: „Ich will mich im Namen der Stadt Bad Reichenhall für Ihre Arbeit bedanken. Der Weg den Sie gebaut haben, wird unserer Bevölkerung viel Freude bereiten“.

Hauptfeldwebel Marcel Timmel, einer der Hauptverantwortlichen für den Umgehungswegebau, schnitt ein rotes Band zur symbolischen Eröffnung des Weges durch. Anschließend klopfte Oberst Keller ihm kräftig auf die Schulter: „Well done“. Die Übergabe des neuen Weges an die Stadt Bad Reichenhall und die Gemeinde Bayerisch Gmain war nun besiegelt. Dies freute ganz besonders auch Oberst Peter Eichelsdörfer, der diese Nachricht mit großer Freude im Auslandseinsatz in Mali zur Kenntnis genommen und sich als wesentlicher Ideengeber dieses Projekts verdient gemacht hat.

Die Gebirgspioniere aus Ingolstadt vor einer der zwei gebauten Brücken.

200 LKW – Ladungen mit Kies

Vor allem durch die schnelle und unbürokratische Unterstützung des BwDLZ Bad Reichenhall, das mit der Vertragsabwicklung und Finanzierung des Projekts beschäftigt war, sowie dem Unterstützungspersonal.

Standortältester, welches die organisatorische Funktion übernahm, konnte der Wegebau innerhalb von nur dreieinhalb Monaten abgeschlossen werden. „Die vorläufigen Kosten für den Wegebau belaufen sich auf ca. 80.000 Euro für Material, Maschinen sowie Versorgungsgüter“, erklärt Udo Brickl.

Das Projekt fand im Rahmen einer praktischen und pioniertechnische Aus -und Weiterbildung zur Ertüchtigung von Gebirgswegen statt. „Wir sind mit unseren Aufgaben gewachsen. So etwas – in dieser Art – mal selbst zu erleben, war auch das erste Mal für mich“, erklärte Hauptfeldwebel Marcel Timmel aus der 4. Kompanie des Gebirgspionierbataillons 8. Insgesamt wurden etwa 2.500 Tonnen Kies – das entspricht ca. 200 LKW-Ladungen - 1.200 Pflöcke zur Befestigung der Wege sowie 100 Ster Holz für Brücken und Wege verbaut.

„Und dann sind wir weg“

Bis Ende November werden die Gebirgspioniere noch mit der Nachbereitung der Baustelle beschäftigt sein. Dazu zählt unter anderem die Baustellenzufahrten zu schließen und die temporäre Infrastruktur abzubauen. „Und dann sind wir weg“, erzählt Oberleutnant Michael Noichel aus dem Gebirgspionierbataillon 8 und der Umgehungsweg gehört dann allein der Bevölkerung. Allerdings gilt es darauf hinzuweisen, dass sich die Benutzung des gesamten Rundweges auf eigene Gefahr beläuft.

Besonders im Winter ist dies zu beachten, da hier keine Räumung des Weges stattfindet.

Die Pressemitteilung der Hochstaufen-Kaserne Bad Reichenhall

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