Frühjahrestreffen 2017 mit Fahnenweihe des Verbands Deutscher Heeresbergführer e.V.

Zum Zeichen eines eindeutigen Demokratieverständnisses

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Militärpfarrer Andreas Vogelmeier und Johannes Schwegler bei der Fahnenweihe im Navistal

Navis/Bischofswiesen - Traditionell trafen sich die Heeresbergführer im Frühjahr, um gemeinsam Touren zu bestreiten und sich auszutauschen. Dieses Jahr ging es jenseits des Wipptals nach Navis um ebenfalls die neue Standarte der Heeresbergführer zu weihen.

Bei starkem Wind waren die Anstiege auf die Gipfel kein Zuckerschlecken! Wegen des geringen Schnees ließen sich ältere Bergführer mit ihren Damen per Fahrzeug an einen höher gelegenen Startpunkt bringen, jüngere starteten von Navis zunächst mit dem Fahrrad und stiegen dann auf die Ski um.

Als Ehrengast geladen war der katholische Militärpfarrer aus Bad  Reichenhall, Pfarrer Andreas Vogelmeier. Er weihte am Sontag, den 2. April, im Rahmen eines Gottesdienstes die neue Standarte der Heeresbergführer. Dazu leitete er selbst vor einer wunderbaren, morgendlichen Bergkulisse den Gottesdienst auf der Trompete mit “La Montanara” ein.

Die ursprüngliche Heeresbergführerfahne, die 1985 entstand, trug auf einer Seite eine Widmung Deutscher Heeresbergführer, die erstmals in der Weimarer Republik ausgebildet wurden.

Dieses Zeitfenster bis 1945 inkludiert damit aber in der Masse eine geschichtliche Periode, in der viele Deutsche Heeresbergführer der ehemaligen Wehrmacht zwar durchaus eine vernünftige ethische Haltung gehabt haben mögen, und sich auch nicht in persönliche Schuld verstrickt haben, aber, der Verband Deutscher Heeresbergführer will Missverständnisse vermeiden und ein eindeutiges Demokratieverständnis und die Loyalität zu unserer Bundeswehr zu verstehen geben.

Die Heeresbergführer sehen ihre Tradition in der Bundeswehr und befreundeter Streitkräfte, auch wenn der Ursprung der militärischen Bergführerausbildung weiter zurückreicht.

Die neue Standartenseite bildet das Logo des Verbandes Deutscher Heeresbergführer ab, das seit 2006 nur auf einem Fahnenband angehängt war. Die alte Fahnenseite wurde herausgetrennt und soll in der militärhistorischen Ausstellung der Gebirgsjägerkaserne in Bischofswiesen mit einer entsprechenden textlichen Erklärung ausgestellt werden.

Pressemitteilung Verband Deutscher Heeresbergführer

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