Nach Festnahme in Norwegen

Ein neues Indiz belastet den Tatverdächtigen

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Das ist ein Vergleichsmodell der Tatwaffe, mit dem der Soldat Christoph R. zugestochen haben soll.
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Bad Reichenhall - Nach der Festnahme des Tatverdächtigen Christoph R. nach dem "WM-Mord", brachte eine kriminaltechnische Untersuchung neue Erkenntnisse.

UPDATE 13.15 Uhr: Tatmesser und Messerscheide passen zusammen

Während die Befragung der Familie in der Heimat des Tatverdächtigen Christoph R. durch vier Kripo-Beamte keine neuen Ermittlungsansätze brachte, belastet das Ergebnis einer neuen kriminaltechnischen Untersuchung den Soldaten noch schwerer. 

Die Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes verglichen nämlich die Gebrauchsspuren, im Fachjargon Formspuren, des Tatmessers und der im Spind gefundenen Messerscheide miteinander. Das Ergebnis ist zweifelsfrei: Die im Gelände gefundene und eindeutig identifizierte Tatwaffe ist der im Schrank des Tatverdächtigen sichergestellten Messerscheide zuzuordnen ist. 

Bei der Frage, warum der junge Tatverdächtige ausgerechnet nach Norwegen flüchtete, kann weiter nur gemutmaßt werden. Ein besonderer Bezug zu dem Land sei nicht erkennbar. Vermutlich war es der Fluchtgedanke, möglichst weit weg zu kommen, vermuten die Ermittler.

Nun nahm das Polizeipräsidium Oberbayern Süd auf Medienbericht Bezug, wonach Kripo-Beamte auf den Weg nach Norwegen seien. Zunächst müsse formell ein juristisches Vorverfahren eingeleitet werden, was die Staatsanwaltschaft Traunstein nun bei den norwegischen Behörden beantragt hat. Sobald die norwegischen Behörden zustehen, können zwei Ermittler dann mit der Vernehmung des 20-Jährigen beginnen. Wann eine Überstellung des Tatverdächtigen nach Deutschland möglich ist, ist noch unklar. 

Unterdessen wird die "SOKO 14. Juli", die bislang 60 Mitarbeiter umfasste, ab Freitag Schritt für Schritt verkleinert.

Erstmeldung 8.15 Uhr: Familie ohne Erklärung

Nach der brutalen Bluttat von Bad Reichenhall ist auch die Familie des festgenommenen Mannes befragt worden. Auch aus seinem Umfeld in seinem Heimatort (in Rheinland-Pfalz) könne nichts zum Motiv gesagt werden, so die Polizei. Der junge Mann war seit seinem Eintritt in die Bundeswehr im April 2013 nur noch sporadisch in der Heimat und hatte keinen regelmäßigen Kontakt zu Mutter und Geschwistern.

Unterdessen brachen Kripobeamte nach Norwegen auf. Sie wollen den Bundeswehrsoldaten dort zur Tat befragen. Bisher schweigt er offenbar zu den Vorwürfen. Der 20-Jährige war am Dienstagabend nahe Trondheim festgenommen worden.

Quelle: Bayernwelle SüdOst

Die gemeinsame Pressekonferenz von Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch

Bilder der Pressekonferenz

Pressekonferenz zur Festnahme des mutmaßlichen Täters

Aus unserem Archiv: Spurensuche in Bad Reichenhall

Polizei bei Spurensuche in Bad Reichenhall

mg, mh/redro24/Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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