MSP: "Vorwürfe frei erfunden"

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Die beiden msp-Gesellschafter Holger Gerstung (links) und Gerald Pölzl (Geschäftsführer) gewährten im Mai 2013 einen umfangreichen Einblick in ihre Firma.
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Bad Reichenhall - Obwohl der Müllentsorger MSP seinen Abzug aus Bad Reichenhall in zwei Jahren angekündigt hat, reist die Kritik an ihm nicht ab. Jetzt reagiert der Geschäftsführer Gerald Pölzl:

"Der Verein 'Lebenswertes Bad Reichenhall' sah sich veranlasst, seine Hetzkampagne gegen msp fortzusetzen. Die unlautere Absicht, dem Bürger in der Endphase des Wahlkampfes mit frei erfundenen Schreckensszenarien seine Stimme abzuluchsen, ist so durchschaubar wie verwerflich."

Pölzl reagiert mit dieser Aussage auf ein Anzeige des Vereins, in der MSP die Nicht-Einhaltung der Auflagen vorgeworfen wird.

"Bürger und Wirtschaft sammeln Rohstoffe, die einer neuen oder Wiederverwendung zugeführt werden - im Verantwortungsbewusstsein für Umwelt und Natur. Diese Stoffe bedürfen einer ordentlichen Verwertung - nichts anderes macht msp Ihr Entsorger GmbH. Noch vor einer Generation wurde der gesamte Müll in der nahen Saalach-Au einfach auf eine heute noch in beeindruckender Höhe zu sehenden Deponie verfrachtet - mit erheblichen Belastungen, die durch grüne Unternehmen wie msp Ihr Entsorger GmbH zum Glück der Vergangenheit angehören. Ein Entsorgerbetrieb ist grüne Politik schlechthin", betont der Geschäftsführer und weist die Vorwürfe zurück:

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"Unsere 'schlimmsten' Schadstoffe sind lackierte Fensterrahmen - wir sammeln oder verwerten weder Giftstoffe, Flüssigkeiten oder andere belastete Substanzen. Die Feststellung, msp würde das Gelände als ungeeignet beurteilen, ist frei erfunden. Im Gegenteil: Von einem Grüngürtel annähernd blick- und lärmdicht umgeben, bietet das jahrzehntealte Gewerbegebiet ideale Voraussetzungen. Jedermann kann sich jederzeit davon überzeugen, dass die 'Belastungen' der Anwohner frei erfunden sind: Weder raucht, stinkt und blitzt es, die Lärmemissionen liegen weit unter den zulässigen Grenzen, der Verkehr beschränkt sich auf einen Bruchteil im Vergleich zur langjährig angesiedelten Spedition und die genehmigten Betriebszeiten werden deutlich unterschritten."

Auch von gravierenden 'Verstößen gegen die Auflagen' will Gerald Pölzl nichts wissen: "Der Betrieb arbeitet in den gesetzlichen Vorgaben, eine vermeintlich protokollierte 'Missachtung der Genehmigungsauflagen' ist so nicht zutreffend - und wenn mal ein Packet Papier kurzfristig unterm Dach hervorgeschoben und genau in diesem Moment ein Foto gemacht wird, bevor dieses im Papierlager abgelegt werden kann, kann man sicher nicht von einer Gefährdung oder extremen Verstöße gegen Auflagen reden."

"In Summe bleibt festzustellen, dass der durch willkürliche Agitation erzwungene Abbau von Arbeitsplätzen und die Absiedelung des Betriebes durch das Verbreiten falscher Informationen und hetzerischer Stimmungsmache in erster Linie der Stadt und ihren Bürger schadet, die Wirtschaftskraft schwächt und andere Unternehmer von Investitionen abhält. 'Lebenswert' wird eine Kommune durch Möglichkeiten, die sich aus Gestaltung und Unternehmung ergeben. Der Verein 'Lebenswertes Bad Reichenhall' legt die Axt an die Grundlagen einer prosperierenden Gesellschaft unter Vorspiegelung falscher Tatsachen. Das verantwortungslose Spiel mit auf den ersten Blick berechtigten Anliegen mag Stimmen bringen, ist aber als politische Legitimation unzureichend. 'Lebenswert' wird diese Stadt durch Falschheit und Vernichtung sicher nicht. Mit diesem 'Sieg' erweisen Verein und Grüne ihrer Heimat einen Bärendienst", bilanziert Pölzl.

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