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Influencer aus Bad Reichenhall wehrt sich

Nach Auftritt im „ZDF-Fernsehgarten“: Riccardo Simonetti erhält Morddrohungen

Riccardo Simonetti
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Der gebürtige Bad Reichenhaller, Riccardo Simonetti, hat sich einen Namen in der Show-Branche gemacht.

Riccardo Simonetti gilt als einer der einflussreichsten Menschen unter 30 in Deutschland. Nach seinem Auftritt im „ZDF-Fernsehgarten“ bekam der gebürtige Bad Reichenhaller nun Morddrohungen. Auf Instagram kündigte er an, alle Verfasserinnen und Verfasser anzuzeigen.

Mainz/Berlin/Bad Reichenhall - Am Sonntag (18. Juli) hatte der Influencer und Entertainer Riccardo Simonetti einen Auftritt im „ZDF-Fernsehgarten“. Im sommerlichen Blumen-Outfit moderierte er zusammen mit Andrea Kiewel die Show. „Ich habe das bereits zum dritten Mal machen dürfen und bin jedes Mal wieder begeistert, wie liebevoll das ganze Team vor Ort an der Sendung arbeitet“, schrieb der 28-Jährige in einem Instagram-Post.

Nach Fernsehgarten-Auftritt: Riccardo Simonetti erhält Morddrohungen

Doch leider gebe es auch „ein paar Regenwolken“. Denn seit der Ausstrahlung der Sendung am Sonntag hätten ihn und sein Management „zahlreiche Morddrohungen erreicht, die sehr explizit und grausam waren“.

So teilte Riccardo Simonetti weiter auf Instagram mit: „Leider ist das keine Seltenheit und eigentlich nur ein trauriges Armutszeugnis, mit dem man als geschminkter Mann heute auch noch leben muss. Mir ist besonders wichtig zu betonen, dass all diese Nachrichten mit homophoben Absichten geschrieben wurden. In jeder Nachricht ging es darum, dass Schwule generell vergast oder schlimmeres gehören. Die Details erspare ich euch.“

Influencer aus Bad Reichenhall: „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum“

Der gebürtige Bad Reichenhaller, der mittlerweile in Berlin lebt, habe sich nun vorgenommen, jede dieser Nachrichten bei der Polizei zur Anzeige zu bringen. „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und die Handlungen, die man hier unternimmt, haben auch im echten Leben Konsequenzen“, kündigte Simonetti an.

Auch interessant: Riccardo Simonetti: „Habe jeden Abend gebetet, dass ich nicht schwul bin“ (Plus-Artikel)

Den Post von Riccardo haben bislang über 23.000 Menschen gelikt und ausschließlich positiv kommentiert (Stand: Mittwoch, 21. Juli, 10.30 Uhr). So schrieb die Dragqueen Bambi Mercury beispielsweise „Kein Platz für dumme Menschen“. Der Schauspieler Brix Schaumburg meinte: „Danke fürs Sichtbar sein, danke fürs Einstecken und Austeilen. Ich schicke Liebe zu all denen nach Hause, die so viel Angst vor uns haben, dass sie nichts besseres zu tun haben, als so etwas zu schreiben.“

Riccardo Simonetti ist LGBTQ-Sonderbotschafter

Riccardo Simonetti wurde zunächst als Blogger bekannt und arbeitete später unter anderem als Model und Moderator. Er setzt sich für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt ein und ist seit Februar als LGBTQ-Sonderbotschafter des EU-Parlaments tätig. Im September 2018 veröffentlichte der Oberbayer sogar sein erstes Buch.

In "Mein Recht zu funkeln" erzählt er, wie er vom Außenseiter zum Prominenten wurde. "Wir sind für unser Glück selbst verantwortlich und jeder ist der Regisseur seines eigenen Lebens!", heißt er in seinem Buch. 2019 wurde der deutsche Influencer vom deutschen Forbes-Magazin sogar unter die 30 einflussreichsten Menschen unter 30 Jahren gewählt. Das Magazin führt ihn dort als Entertainer in der Kategorie "Life". 

jg

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