Jäger üben im österreichischen Hochgebirge

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Lizum/Walchen - Rund 1000 Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 und des österreichischen Bundesheers übten bei der binationalen Übung "Edelweiss" den Einsatz im alpinen Gelände:

In den vergangenen drei Wochen übten rund 1000 Soldaten aller Truppenteile der Gebirgsjägerbrigade 23 und des österreichischen Bundesheeres bei der binationalen Übung „Edelweiss“ auf dem Truppenübungsplatz Lizum/Walchen zusammen. Während sich Feindkräfte in Höhen von bis zu 2500 Metern zur Verteidigung eingerichtet hatten, war es die Aufgabe eines zusammengestellten binationalen Gefechtsverbandes, diese Feinde anzugreifen und das Gelände zu stabilisieren.

Zufrieden äußerte sich der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Alexander Sollfrank, als er sich einen Eindruck von seinem Hochgebirgsjägerzug auf 2500 Höhenmetern während der Übung „Edelweiss“ verschaffte. „Es ist schon sehr beeindruckend, was unsere Soldaten unter diesen extremen Bedingungen leisten können“.

Die Soldaten waren enormen physischen Belastungen ausgesetzt, denn allein das Überleben in diesem Gelände bei eisigem Wind und ohne feste Unterkunft ist eine gewaltige Kraftanstrengung. Hinzu kamen die Strapazen durch die Kampfhandlungen. Vom Angriffsbeginn an, der die Soldaten viele hundert Höhenmeter abseits von Wegen und mit rund 40kg Gepäck und Waffen in Eis und Schnee den Berg hinauf führte, lebten die Soldaten „gefechtsmäßig“. Sie übernachteten in Zelten oder unter freiem Himmel und mussten mit zwei bis drei Stunden Schlaf am Tag auskommen.

Alle beteiligten Soldaten waren mit einem Duellsimulationssystem ausgestattet. Der Einsatz modernster Lasertechnik erlaubte ein extrem realistisches Üben, da die Soldaten Treffer sofort angezeigt bekamen. Dabei vergaßen die Gebirgsjäger schnell, dass es sich „nur“ um eine Übung handelte. Ein Unfall mit einem Lkw, der sich bei den Nachbereitungsarbeiten nach der Übung „Edelweiss“ ereignete, jagte allen Beteiligten der Übung einen gewaltigen Schreck ein.

Der Lkw kam bei einer Fahrt bergauf auf verschneiter Straße vom Weg ab, worauf ein Teil des Schnees abrutschte und das Fahrzeug einen Abhang hinab abstürzte. Die beiden Fahrzeuginsassen wurden nur leicht bis mittelschwer verletzt. Durch ihre Kameraden wurden sie umgehend versorgt. Das Fahrzeug muss noch geborgen werden.

Der Übung folgte ein zweitägiges Gefechtsschießen mit Handwaffen und Mörsern und beendete den insgesamt dreiwöchigen Übungsplatzaufenthalt.

Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23 

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