Lebens(t)raum Bad Reichenhall

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Will weitere acht Jahre die Geschicke der Stadt Bad Reichenhall leiten: der amtierende Oberbürgermeister Herbert Lackner.

Bad Reichenhall - Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Herbert Lackner hat sein Programm für den anstehenden Oberbürgermeister-Wahlkampf vorgestellt.

"Gemeinsam viel erreicht. Gemeinsam viel vor!" Unter dieses Motto hat die CSU mit ihrem Kandidaten das Zukunftsprogramm für Bad Reichenhall gesetzt. Die Themen, die unter den Nägel brennen, sind in sechs Gruppen eingeteilt.

Familienleben in Bad Reichenhall - von Jung bis Alt

Seitdem er im Amt sei, habe sich vor allem im Bereich Kinderbetreuung einiges getan, begann Lackner seine Ausführungen. Die Anzahl der Mittagsbetreuungsplätze sei von 25 (2005) auf jetzt 130 gestiegen und die Krippenplätze von 5 auf 35. Dennoch müsse noch viel getan werden, weswegen der Kindergarten am Leitererweg auch ausgebaut werde. Dort sollen zusätzliche Krippenplätze entstehen.

Neben dem sanierten und neukonzeptionierten Haus der Jugend will der OB auch mit Jugendlichen über eine mögliche Erweiterung des Skaterplatzes diskutieren und die aufsuchende Jugendarbeit verstärken. Die Preisstruktur des Sport- und Familienbades soll außerdem nachjustiert werden - mehr Leistung für die bestehende Preise seinen möglich, so Lackner.

Lernen in Bad Reichenhall - Schulen und Bildungseinrichtungen

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Wahlkampf geht in heiße Phase

Viel Geld ist in den vergangenen Jahren in den Bildungsstandort Bad Reichenhall geflossen. Lackner hob die Ansiedlung der Fachhochschule Bad Honnef - Bonn, die Rettung der Steigenberger Akademie und die Sanierung der Reichenhaller Mittelschule hervor. Bad Reichenhall sei auch die erste Kommune im Landkreis, die einen Ganztageszug für die Grundschule anbiete.

"Ich möchte das Bildungsangebot der Stadt konsequent weiterentwickeln und punktuell verstärken", blickte er voraus. Dazu gehörten auch die Bildungsangebote für Erwachsene wie die Volkshochschule, die Reichenhaller Kunstakademie und die Musikschule . Einzig das Angebot für die Aus- und Weiterbildung sei ein oft vergessener Punkt. Lackner kann sich eine Ansiedelung eines Instituts für berufliche Aus- und Weiterbildung durchaus vorstellen.

Lebens(t)raum Bad Reichenhall - Energie und Umwelt

Naturschutz mit Augenmaß verspricht der OB den nachkommenden Generationen. Dazu gehört aus seiner Sicht auch, die Förderung und der Erhalt der heimischen Landwirtschaft, der Erhalt der städtischen Einrichtungen und die energetische Gebäudesanierung. Von dem sanierten Heimatmuseum erhofft sich Lackner nicht nur Stadtgeschichte, sondern auch Stadtmarketing.

Die Stadtwerke hätten ja bereits in erneuerbare Energien investiert (Inn-Kraftwerke, Windparks). Für die Zukunft soll aber vor Ort ein Kraftwerk in kommunaler Hand entstehen, an dem sich die Bürger beteiligen können. Die Möglichkeiten am Müllnerberg würden derzeit geprüft.

Arbeiten in Bad Reichenhall - Gewerbe, Tourismus, Dienstleistungen

Bad Reichenhall lebt, wie fast alle Kommunen im Berchtesgadener Land vom Tourismus. Um diesen Standpunkt künftiger noch mehr nach außen zu tragen, sollen Anziehungspunkte noch stärker hervorgehoben und in der Außendarstellung selbstbewusster präsentiert werden. "Wir müssen Nägel mit Köpfen machen", betonte der CSU-Kandidat. "Deshalb werde ich mit den Handel- und Gewerbetreibenden in der Stadt ein professionelles Stadtmarketing schaffen." Gerade in den letzten Jahren sei in der Hotellandschaft viel investiert worden. "Dieser Prozess muss weitergeführt werden", so Lackner. "Als aussichtsreiches Vorhaben ist die Schaffung eines Thermenhotels zu nennen."

Ortsgeschäftsführer Volker Wittgrefe, Schriftführer Christoph Lung, Fraktioonssprecher Martin Schoberth und die Ortsvorsitzende Stephanie Kunz freuen sich über die erneute Kandidatur von Herbert Lackner (v.l.).

Eine Aufgabe, die aber auch noch anstehe, sei die Rettung der Predigtstuhlbahn, des Hotels und allem was dazu gehört. "Wir müssen die Chance, dass Private einsteigen, nutzen", appellierte er. "Auch wenn es mühselig und zäh ist, müssen wir am Ball bleiben." Klar sei in diesem Zusammenhang auch, dass eine finanzielle Unterstützung der Stadt - vorausgesetzt, der Stadtrat genehmigt sie - besser sei, als ein Wahrzeichen der Kurstadt zu verlieren.

Mobilität in Bad Reichenhall - Verkehr und Infrastruktur

Kein zweites Thema erhitzt in Bad Reichenhall so die Gemüter wie der Verkehr. Ob Schwerlastverkehr am Thumsee, Durchgangsverkehr auf der Umgehungsstraße oder endlose Schlangen an den Ampeln in der Innenstadt. Der Kirchholztunnel als mögliche Entlastung muss erst genau geprüft werden. Vorher sollten aber die lärmgeplagten Anwohner an der B21 mit einem effektiven Lärmschutz entlastet werden, fordert der OB.

Um den Verkehr aber auch von der Straße zu bekommen, sei ein hochwertiger öffentlicher Nahverkehr wie ein effektives und bezahlbares Bussystem, sowie ein zusätzlicher Haltepunkt "Stadtmitte" auf der Bahnstrecke Freilassing - Berchtesgaden. Dass dieser Punkt komme, habe höchste Priorität, auf einen möglichen vierten Haltepunkt könne Bad Reichenhall dafür verzichten.

Freizeit und Erholung in Bad Reichenhall

Unter diesen Punkt hat der amtierende Oberbürgermeister vor allem das ehrenamtliche Engagement von Vereinen gesetzt. Er sei in der Vergangenheit des öfteren angeeckt, man habe ihm vorgeworfen, Geld zum Fenster rauszuwerfen. Doch gegenüber BGLand24 betonte er noch einmal: "Jeder Euro, den wir in unsere Vereine und Verbände investieren, kommt zigfach zurück. Ich bleibe als OB ein verlässlicher und starker Partner für die Ehrenamtlichen."

Herbert Lackner wird sich zusammen mit der CSU ab Freitag, den 27. Januar in den Wahlkampf stürzen. Nach seiner Auftaktveranstaltung im Bürgerbräu warten weitere in Marzoll und Karlstein sowie Infostände und ein Stadtrundgang. Für den rußigen Freitag und den Faschingssamstag habe man sich noch was besonderes einfallen lassen, mehr wurde aber noch nicht verraten.

cz

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