Pressemitteilung CSU Bad Reichenhall

CSU informiert sich über Krebsmedikamente

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Setzen sich für einen starken Gesundheitsstandort Bad Reichenhall ein – von links nach rechts Landratskandidat Bernhard Kern, Dr. Ursula Deppisch-Roth, Dr. Helga Mohrmann, Franz Gadenz, Apothekeninhaberin Sabine Wölfer, Uwe Hörmann, Leiter der Sterilabteilung Matthias Papst, OB-Kandidat Dr. Christoph Lung und Stadtratskandidat Helmut Schöndorfer.

Bad Reichenhall - Von außen wirkt das Gebäude in der Reichenhaller Ludwigstraße 9 wie ein historisches Innenstadtgebäude, doch drinnen versteckt sich hochmoderne pharmazeutische Technik:

Über der traditionsreichen Kur-Apotheke befindet sich dort im Obergeschoss in der sogenannten "SalzEtage" eine Zytostatikaherstellung, die nach neuesten Standards Krebsmedikamente für die Patienten in der Region produziert. Hierüber informierten sich anlässlich eines jüngst erfolgten Besuches die Mitglieder des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises Berchtesgadener Land, die von Landratskandidat Bernhard Kern und Oberbürgermeister-Kandidat Dr. Christoph Lung begleitet wurden.


Die Inhaberin der Kur-Apotheke Sabine Wölfer freute sich in ihrer Begrüßung über das Interesse am Gesundheitsstandort Bad Reichenhall und erläuterte die Rahmendaten ihres Betriebs. In den von ihr betriebenen beiden Apotheken beschäftigt sie rund 25 zumeist weibliche Mitarbeiter und hat sich vor allem familienbewusste Personalpolitik auf die Fahnen geschrieben.

Auch jenseits des klassischen Apothekengeschäfts geht Sabine Wölfer neue Wege und hat nach einem mutigen Entschluss im Jahr 2013 auf zusätzlich angemieteten Flächen im Obergeschoss der Ludwigstr. 9 eine eigene Sterilabteilung eingerichtet.Damit verbunden war eine Investition von rund 600.000 Euro allein an Gebäudeeinrichtung und Technik, denn hier erfolgt eine eigene Medikamentenherstellung nach präzisesten Standards und Normen. Vor allem der Arbeitsschutz spielt hierbei eine gewichtige Rolle. Sechs Mitarbeiter arbeiten allein in der Sterilabteilung und sorgen für einen erfolgreichen, reibungslosen und gefahrfreien Produktionsablauf.


Dass außerhalb von Krankenhäusern Krebsmedikamente hergestellt werden, gibt es in Deutschland nur knapp 400 Mal, verdeutlichte Sabine Wölfer die Bedeutung ihrer Einrichtung - zumal die ambulante Behandlung zugenommen hat. Da die Medikamente auf Verschreibung durch den behandelnden Arzt individuell gefertigt werden müssen und regelmäßig nur eine kurze Haltbarkeit aufweisen, ist eine wohnortnahe Versorgung und Auslieferung der Krebsmedikamente von größter Wichtigkeit. Auch um eine drohende Erblindung zu verhindern, können im Sterillabor hochwirksame Medikamente applikationsfertig hergestellt werden.

Gemeinsam mit Sabine Wölfer zeichnet Abteilungsleiter Matthias Papst für die Herstellung der Zytostatika verantwortlich: Er erläuterte den Herstellungsprozess und gab einen Einblick in die Produktionsabläufe. Zytostatika werden in erster Linie im Rahmen einer Chemotherapie oder einer Krebserkrankung eingesetzt. Sie sollen das unkontrollierte Wachstum von Tumorzellen hemmen. Der Leiter der Sterilabteilung Papst verschwieg auch nicht, dass es bei der Abrechnung der Medikamente immer wieder zu Schwierigkeiten komme - was eine enorme finanzielle Belastung bedeute.

Sabine Wölfer betonte, dass ihr auch der Hospiz- und Palliativgedanke wichtig ist: "Neben den onkologischen Rezepturen stellen wir auch für den ganzen Landkreis Schmerzkassetten her. Dies ermöglicht den Schwerst- oder unheilbar kranken Menschen, zu Hause im Kreise ihrer Familie die letzten Stunden ihres Lebens zu verbringen."

Bei einem Blick ins Dachgeschoss überzeugten sich die Mitglieder des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises von dem enormen Aufwand, der für die Medikamentenherstellung in der Kurapotheke betrieben wird: Dort befindet sich eine hochmoderne Abluftanlage, die mehrere Filter hintereinanderschaltet und die Luft sauberer entlässt als sie angesaugt wurde.

Landratskandidat Bernhard Kern zeigt sich beeindruckt von der Medikamentenherstellung: "Krebserkrankungen bringen großes Leid über die Betroffenen und deren Familien. Ärzte und Apotheker arbeiten Hand in Hand an der Genesung der Patienten: Hier wird wertvolle Arbeit für die Gesundheit in unserer Region geleistet. Jede erfolgreiche Behandlung ist ein Zeichen der Hoffnung", so Kern. Dem pflichtete OB-Kandidat Dr. Christoph Lung bei: "Gerade weil Krebsdiagnosen so schrecklich sind, ist eine gute Gesundheitsversorgung umso wichtiger. Generell gilt: Eine zuverlässige und wohnortnahe Versorgung mit hochwertigen Medikamenten ist für uns von größter Bedeutung". Die Stadt Bad Reichenhall sei traditionell in den Bereichen Gesundheit, Heilung und Genesung verwurzelt, daher gelte es auch in Zukunft den Gesundheitsstandort Bad Reichenhall zu stärken. Diesem Ziel stimmte auch die Vorsitzende des GPA Dr. Helga Mohrmann in ihrem Schlusswort zu: Sie bedankte sich bei Sabine Wölfer für die hochinteressante Führung und zollte ihr Respekt für den betriebenen Aufwand, der für eine private Apotheke außergewöhnlich sei.

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