Pressemitteilung CSU Bad Reichenhall

In der Stadt fehlen 80 Kinderkrippenplätze

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Tobias Hauser, Stefan Kantsperger, Dr. Christoph Lung, Sabine Knoll-Ziegler und Marco Trebuth besichtigen die Baustelle am Leiterer Weg, wo eine weitere Gruppe entstehen könnte, und besprechen mögliche Lösungsansätze.

Bad Reichenhall - Es ist ein akutes Problem, das sich da zeigt: Die Stadt Bad Reichenhall hat 80 Kinderkrippenplätze zu wenig und auch bei den Kindergärten zeichnet sich ein Mehrbedarf ab.

Dies nahm OB-Kandidat Dr. Christoph Lung zum Anlass, gemeinsam mit dem städtischen Referenten für Kindertagesstätten und Schulen Stefan Kantsperger über die aktuelle Lage zu sprechen und mögliche Lösungsansätze zu beraten. Dabei trugen auch einige Stadtratskandidaten der CSU ihre Ideen bei.


Die Stadt Bad Reichenhall bietet derzeit rund 160 Kinderkrippenplätze an, doch da wird aus der Stadtverwaltung aktuell mitgeteilt, dass ein weiterer Bedarf von 80 Plätzen nicht gedeckt werden kann.Die Stadträte der CSU-Fraktion hatten immer wieder nachgefragt, wie der Stand bei der Kinderbetreuung sei - eine valide Auskunft seitens des Oberbürgermeisters gab es jeweils nicht.

Umso wichtiger ist es nun, das Problem aktiv anzugehen: Auch den scheidenden städtischen Referenten für Kinderbetreuung und Schulen Stefan Kantsperger treibt es um, dass sich bisher keine konkreten Lösungsmöglichkeiten abzuzeichnen scheinen. Das Thema dulde aber keinen Aufschub und müsse zügig angepackt werden – schließlich sind hiervon zahlreiche junge Reichenhaller Familien betroffen, die nicht wissen, wie ihre Kinder betreut werden können!


Um die Diskussion in Gang zu bringen präsentiert OB-Kandidat Dr. Christoph Lung nun einen 5-Punkte-Plan zur Familienpolitik, damit Bewegung in die Angelegenheit kommt. Diesen hat Lung gemeinsam mit einigen Stadtratskandidaten der CSU erarbeitet, darunter Sabine Knoll-Ziegler, Tobias Hauser und Marco Trebuth. Der 5-Punkte-Plan soll dabei nicht als letztverbindliche, vollständige oder abschließende Programmatik verstanden werden, sondern als Ideensammlung und Diskussionsanstoß.

Als ersten Punkt regt Dr. Lung an, am Kindergarten Leiterer Weg die ohnehin als Option vorgesehene4. Gruppe als Krippengruppe zu verwirklichen. Dies müsse aber, wie bereits mehrfach im Stadtrat angeregt, bestenfalls während der Bauphase geschehen, da sonst unnötiger Mehraufwand die Folge wäre.

Als zweiten Punkt soll durch größere Neubaugebiete entstehender Mehrbedarf aufgefangen werden, indem der Vorhabensträger über städtebaulichen Vertrag dazu verpflichtet wird, ebensolche Kinderbetreuungseinrichtungen zu bauen und ggf. zu betreiben. Ein Beispiel, wo dies gut denkbar ist, ist das geplante Neubaugebiet am jetzigen Landratsamt.

Als dritten Punkt schlägt Dr. Christoph Lung vor, sämtliche städtische Kinderbetreuungseinrichtungen daraufhin zu überprüfen, ob und zu welchen Bedingungen eine Erweiterung möglich ist.

Als vierter Punkt ist dringend einKonzept zu erstellen, das auf mittlere Frist die Bedarfe an Krippen- und Kindergartenplätzen prognostiziert. Hiervon ausgehend müssten dann die Kapazitäten der Kinderbetreuungseinrichtungen betrachtet werden, um ggf. die Zahl der Betreuungsplätze rechtzeitig anpassen zu können.

Als fünfter Punkt sollen auchalternative Konzepte der Kinderbetreuung angedacht werden. Lung schwebt dabei etwa vor, durch gezielte Förderung etwa ein Tagesmüttersystem zu etablieren. Die Nachfrage hierfür sei zweifellos vorhanden.

Auch angesichts der kritischen Haushaltslage in den nächsten Jahren sollte man sich nichts vormachen: Die Kinderbetreuung wird die Stadt Bad Reichenhall in beträchtlichem Maße Geld kosten - was bauliche Maßnahmen anbelangt ebenso wie das Personal, das sich um die Kinder kümmert. Allerdings würde auch Untätigbleiben im Zweifel teuer. Denn: Seit einiger Zeit besteht ein Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz, sodass im Extremfalle Schadensersatzforderungen von Eltern im Raum stehen könnten. "Ob es uns gefällt oder nicht - aber der Gesetzgeber hat das nunmehr als Pflicht der Kommunen ausgestaltet und viele Familien sind schon aus ökonomischen oder rein praktischen Gründen auf die Betreuung der Kinder untertags angewiesen. Deswegen möchte ich mich darum kümmern", so Dr. Lung abschließend.

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