Kirchholztunnel: SPD-Kandidatin will handeln

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So sieht der Plan für die Ortsumgehung Bad Reichenhall aus.

Bad Reichenhall - Der Kirchholztunnel erhitzt weiter die Gemüter. Adelheid Rupp, ihrerseits Kandidatin für das Oberbürgermeisteramt, möchte jetzt endlich handeln:

Nach der Antwort der Bayerischen Staatsregierung auf eine Landtagsanfrage zum Kirchholztunnel ist es an der Zeit, die Diskussion in Reichenhall um dieses seit Jahrzehnten „schwebende Großprojekt“ zu beenden. Die OB-Kandidatin Adelheid Rupp möchte deshalb in den kommenden Wahlkampf Vorschläge einbringen, das jahrzehntelange Warten in Reichenhall zu überwinden und stattdessen zu handeln. Insbesondere die Anlieger der Umgehungstrasse und die Bewohner der Oberen Stadt brauchen realistische Perspektiven, wie ihre Situation verbessert werden könnte.

„Die erste Aufgabe des zukünftigen Stadtoberhauptes ist es, die bayerische Staatsregierung und das Straßenbauamt davon zu überzeugen, das Tunnelprojekt nicht weiter zu verfolgen“, so Adelheid Rupp. Die Antwort der Staatsregierung vom 5. Oktober 2011 habe nämlich für sie deutlich zum Ausdruck gebracht, „das Projekt ist passé“. Die Tunnelbefürworter um Fritz Grübl wie die Stadtratsfraktionen CSU und FWG sollten sich vor Augen führen, was es für Reichenhall bedeuten würde, auch die nächsten 20 Jahre auf ein unrealistisches Großprojekt zu setzen. 800 Einwendungen gegen den Tunnel legen den Schluss nahe, das Steuer umzulegen und einen Konsens in machbaren Zielen zu suchen.

Die geplagten Anwohner an der Umgehungstrasse und die Reichenhaller Oberstadt brauchen Lösungen statt Debatten, die sich alle zehn Jahre wiederholen. Drei Oberbürgermeister in 30 Jahren haben die Verkehrsprobleme unerledigt liegen lassen, nach dem 11. März 2012 muss gehandelt werden, so Adelheid Rupp. Solange die Tunnelpläne nicht vom Tisch sind, werden die belasteten Strassen so bleiben wie sie sind. Wie Lösungen aussehen könnten, darüber sollte die Debatte jetzt eröffnet werden. Die Vorschläge, die schon in der Diskussion sind, müssten ernsthaft geprüft werden. In Anbetracht der möglichen Entwicklungschancen für den Tourismus der Stadt und den jetzigen Probleme für die Anwohner sei das den „Schweiß der Straßenbauer“ wert.

Als Oberbürgermeisterin würde Adelheid Rupp ihre Aufgabe darin sehen, einen Konsens in der Stadt zu den machbaren Zielen der örtlichen Verkehrspolitik herzustellen. Ein Konsens zwischen den belasteten Anwohnern, der Hotellerie, den Verantwortlichen der Kur-GmbH und den Stadtpolitikern. So gestärkt, könnten auch die staatlichen Stellen von den neuen Ansätzen für die Zukunft der Kurstadt gewonnen werden. Der Schlüssel zur Lösung der Verkehrsprobleme liege eindeutig bei der Staatsregierung in Bayern und weniger beim Verkehrsministerium in Berlin. In München wird letztlich entschieden, welche Straßenbaumaßnahmen von dem wenigen Geld, das aus Berlin kommt, verwirklicht werden. Eine Wahl zur Oberbürgermeisterin würde sie als Auftrag zum Handeln in diesem Sinne verstehen.

USc / SPD Bad Reichenhall

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