Kirchholztunnel: Diskussionen gehen weiter

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So sieht der Plan für die Ortsumgehung Bad Reichenhall aus.

Bad Reichenhall - Bei der Wahlveranstaltung der FWG im Gasthaus Gruttenstein entwickelte sich eine heftige Diskussion, besonders über das Thema Kirchholztunnel.

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Stadtrat Werner Huber stellte zu Beginn der Veranstaltung deutlich heraus, dass es die FWG war, die als erste einen Kandidaten nominierte, die als erste ein Programm hatte und die meisten Wahlveranstaltungen macht. Mit Genugtuung verwies der Kandidat der FWG, Martin Knabenreich darauf, dass sich viele Punkte seines Programms bei den Mitbewerbern wieder finden.

Knabenreich: es muss also gut sein, wenn die Kollegen und die Kolleginnen sich davon inspirieren lassen. Zumindest für den Amtsinhaber aber gelte, dass er schon sechs Jahre Zeit gehabt hätte seine Pläne zu realisieren. Seine Wahlversprechen vor sechs Jahren habe er zum Großteil nicht eingehalten. Im Gespräch mit Bürgern werde deutlich, dass diese ihm besonders den Bruch des Versprechens, nach zwei Jahren zurückzutreten, um die Wahl des Stadtrats und des Oberbürgermeisters zusammenlegen zu können, übel nehmen.

Aber auch die versprochene Aufbruchstimmung („ frischer Wind“) werde allenthalben vermisst. Nach seiner Meinung zum Kirchholztunnel, dem momentanen Reizthema in der Oberstadt- gefragt, stellte Knabenreich fest: entschieden wird das in Berlin und nicht in Bad Reichenhall.

Ob der Oberbürgermeister und sein Stadtrat dafür oder dagegen sind spiele nur eine untergeordnete Rolle. Derzeit trete er für die Weiterführung des Planfeststellungsverfahrens ein. Es abzubrechen, wie von der Kandidatin der SPD, Frau Rupp gefordert, wäre falsch. Die Einwendungen der Beteiligten und Betroffenen seien abzuarbeiten und, wenn berechtigt, zu beachten. So halte er den Landschaftsverbrauch am Golling für zu groß. „Das kann man auch besser machen“, so Knabenreich. 2015 entscheide sich dann, ob der Tunnel wieder in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes aufgenommen wird.

Für den Fall, dass in Berlin das nicht so entschieden werde, müsse man aber vor Ort einen Plan „B“ haben. „Wie ich gehört habe, hat da Dr. Hunger am letzten Dienstag durchaus vernünftige Ansätze geäußert, die es wert sind, diskutiert zu werden. Für den Fall meiner Wahl werde ich ohne Scheuklappen an die Sache herangehen und natürlich auch Alternativen prüfen, also auch das Gespräch mit Dr. Hunger suchen“, so Knabenreich. „Mit mir wird es keine ideologischen Grabenkämpfe um den Tunnel geben. Dafür ist das Thema zu wichtig. Es wäre auch grob fahrlässig für den Fall, dass der Tunnel nicht kommt keine Alternativen zu haben. Die Lärm- und Abgassituation ist für die Stadt auf Dauer unerträglich!“

Pressemitteilung FWG

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