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OB Lung: Gemeinsames Vorgehen bei Lkw-Transitverkehr

„Initiative transitfreies Karlstein“ fordert Tempo 30 für die Ortsdurchfahrt

Lärmschutz für die Anwohner und einen sicheren Schulweg durch Tempo 30. Das fordert die Karlsteiner Verkehrsinitiative von der Stadt Bad Reichenhall als zuständige Verkehrsbehörde. Auf dem Bild von links Christian Erber, Josef Scholz und Ulrich Scheuerl vom Vorstand der „Initiative transitfreies Karlstein“. 
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Lärmschutz für die Anwohner und einen sicheren Schulweg durch Tempo 30. Das fordert die Karlsteiner Verkehrsinitiative von der Stadt Bad Reichenhall als zuständige Verkehrsbehörde. Auf dem Bild von links Christian Erber, Josef Scholz und Ulrich Scheuerl vom Vorstand der „Initiative transitfreies Karlstein“. 

Lkw-Transitverkehr zum Thumsee und Raser durch Karlstein: Nach langem hielt die Initiative transitfreies Karlstein wieder eine Mitgliederversammlung in Präsenz ab.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Karlstein/Bad Reichenhall - Die Verkehrssituation im Bereich des ehemaligen Gasthofs Kaitl ist gefährlich und sollte bald bereinigt werden. Insbesondere aus Richtung Thumsee kommende Fahrzeuge sind dort im Ampelbereich oft zu schnell und das führe zu sehr gefährlichen Situationen, so die Mitglieder der Initiative transitfreies Karlstein bei ihrer Mitgliederversammlung, nach langer Zeit wieder in Präsenz. Nach einer eingehenden Beschreibung der Situation und einer längeren Debatte wurde einhellig beschlossen, Tempo 30 für die Ortsdurchfahrt zu fordern.

Versammlung „Initiative transitfreies Karlstein“

Von oben kommend weist ein Schild „Achtung Ampel“ auf die gefährliche Situation bereits hin. Erst an der Ecke des Kaitlgebäudes sieht man dann links eine Hofausfahrt, die verdeckte Ausfahrt Schmalschlägerstraße, die Ausfahrt von der Fischzucht und rechts die Ausfahrt von der Bushaltestelle und unmittelbar danach die Fußgängerampel sowie noch die Ausfahrt aus der Thumseestraße. Josef Scholz, der Inhaber des Kaitl berichtete auf der Versammlung, dass er täglich sehen kann, wie zu schnell fahrende Pkw und Lkw entweder stark abbremsen müssen oder, nach kurzem Zögern, bei Rot über die Ampel fahren. Wenn Schulkinder zur Schule gehen oder von dort kommen, möchte er sich gar nicht ausdenken, was dort vermutlich unweigerlich einmal passieren wird. Im Sommer kommen gefährliche Situation durch die vom Thumsee kommenden Radfahrer hinzu, die teils, ganz unvernünftig, bei voller Fahrt die Straßenseite wechseln, was schon zu Unfällen geführt hat.

Es folgte eine lebhafte Diskussion über „Tempo 30“. Fritz Grübl äußerte seine Bedenken hinsichtlich des Erfolges einer solchen Forderung. Die Initiative solle sich auf die Tonnagebeschränkung konzentrieren: „der Lkw-Transitverkehr muss verhindert und die Anzahl der LKWs muss verringert werden“. Dagegen wies Michael Wittmann darauf hin, dass jede weitere Geschwindigkeitsbeschränkung die Fahrzeit zusätzlich verlängert und dadurch die Abkürzung über den Thumsee für den Transit, insbesondere auch für die vielen Pkw, hoffentlich uninteressant wird. Josef Scholz erklärte in der Versammlung noch, dass das Straßenbauamt ihn aufgrund der vorhandenen Lärmemission bei der Renovierung seines denkmalgeschützten Hauses sehr unterstützt habe. Durch die Erschütterungen gehen aber weiterhin mehrere Risse durch das Haus und durch das hohe Tempo der vorbeifahrenden Lkw geht das Spritzwasser manchmal über die Fenster seines Hauses.

Nach dem einhelligen Beschluss, Tempo 30 zu fordern, zeigte sich Peter Schmid aus Laufen zuversichtlich, dass es gelingen werde. Die Begründung des von ihm erstrittenen Urteils lese sich großteils auch als Begründung für Karlstein. Und dass er sich jahrelang von den zuständigen Verkehrsbehörden hinhalten ließ, sei falsch gewesen. Als er schließlich den Eilantrag beim Verwaltungsgericht eingereicht habe, hat es nur einen Monat gebraucht, bis die Schilder aufgestellt waren.

OB Dr. Lung im Schneizlreuther Gemeinderat

Der Vorsitzende Ulrich Scheuerl berichtete der Versammlung noch von der kürzlichen Gemeinderatssitzung in Schneizlreuth, bei der auf Einladung von Bürgermeister Simon Reichenhalls OB Dr. Lung teilgenommen hat. Von dieser Sitzung habe er zwei auch für Karlstein wichtige Punkte mitgenommen. Zum einen hat sich Oberbürgermeister Lung im Schneizlreuther Gemeinderat dafür stark gemacht, dass die gesamte Problematik des Lkw-Transitverkehrs ein gemeinsames Agieren der politisch Verantwortlichen erfordert: „es muss Schluss sein mit dem Klein-Klein“ und deshalb habe er für demnächst zu einer gemeinsamen Verkehrskonferenz ins Reichenhaller Rathaus eingeladen.

Zum anderen habe der Oberbürgermeister aber auch bei den Schneizlreuthern klar gestellt, dass er bezüglich des „Schilderstreits“ weiterhin den Schutz des Thumseegebietes und der Karlsteiner Bevölkerung vertreten werde. Und wenn die zuständige Rechtsaufsichtsbehörde in München die Regelung für die Tonnagebeschränkung in Frage stelle, dann werde er dagegen halten, dass Reichenhall die Anordnung für rechtmäßig hält und sie nicht freiwillig aufheben werde.

Ein staade-Zeit Festl?

Zum Ende der Versammlung erinnert Christian Erber die Karlsteiner noch daran, dass es jetzt erst einmal einen Sommer zum Genießen geben wird. Bis Dezember werde es wegen der Baustelle am Antoniberg keinen Durchgangsverkehr geben und die Badesaison am Thumsee werde so, wie sie eigentlich jeden Sommer sein sollte. Das, so meinte der stellvertretende Vorsitzende der Karlsteiner Initiative „sollten wir feiern“ und schlug vor, im Sommer auf dem Parkplatz neben der Feuerwehr ein „Staade-Zeit-Festl“ zu organisieren.

Pressemitteilung Initiative transitfreies Karlstein

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