Biergärten und Ruheschutz

Junge Union will länger draußen sitzen dürfen

Bad Reichenhall - Für die JU ist klar: 22 Uhr ist zu früh für Biergärten und manchmal sollte es in der Stadt auch mal länger laut sein dürfen. Die Forderung des CSU-Nachwuchs:

An den  warmen Sommerabenden zog es viele Menschen abends in Lokale mit Freischankflächen und Biergärten. Doch nach der gegenwärtigen bayerischen Gesetzeslage ist mit dem Beisammensein spätestens um 22 Uhr Schluss. Dies möchte die Junge Union Bayern jetzt ändern und macht sich für eine Gesetzesänderung stark.

JU: Viele Reichenhaller Wirt wollen Verlängerung

Der JU-Ortsverband Bad Reichenhall unterstreicht diese Forderung nachdrücklich und ruft dazu auf, sich auf der Internetseite draussensitzen.bayern als Unterstützer des Vorschlags einzutragen.

Ob die Wirte von dem Recht Gebrauch machen, bleibt ihnen selbst überlassen – je nach Nachbarschaftsverträglichkeit vor Ort, Nachfrage und Rentabilität. Nichtsdestotrotz haben bereits mehrere Reichenhaller Gastronomen sehr positiv auf den Vorschlag reagiert, teilweise liegen sogar Flyer in den Lokalen aus.

Vorsitzender Vater: Lärm-Regelung in Reichenhall zu streng

Generell ist der JU-Ortsvorsitzende Alexander Vater der Meinung, dass in Bad Reichenhall die Regelungen deutlich zu streng gehandhabt werden: "Was den Lärm anbelangt, sind wir hier sehr einschränkend. Das ist voll in Ordnung, wenn es um das berechtigte Ruhebedürfnis der Menschen geht. Aber bei vereinzelten Veranstaltungen im Jahreskreis sollte man etwas mehr Milde walten lassen und auch mal längere Veranstaltungszeiten ermöglichen."

Die Strenge der Ruhezeiten sorge oft für Unverständnis bei jüngeren Menschen und sei der Identifikation mit der Stadt auf mittlere Sicht massiv abträglich. ‚Leben und Leben lassen‘ sollte hier das Motto sein. Einige konkrete Beispiele belegen indes, dass Veranstaltungen durch die gegenwärtige Regelung ihr vorzeitiges Ende finden müssen, obwohl eine Vielzahl an Menschen daran teilnimmt.

Beispiel Weinfest

„Es kann doch nicht sein, dass etwa beim Weinfest am Freitag die Band schon um 22:30 Uhr aufhören muss zu spielen – und der ganze Rathausplatz noch voll von Einheimischen und Gästen ist, die den Abend in unserer schönen Stadt genießen wollen“, macht Vater seinen Ärger deutlich.

Die Junge Union möchte daher in nächster Zeit prüfen, ob und wie die städtischen Satzungen geändert werden können, um liberalere Regelungen für den Ausnahmefall zu erreichen. Gedacht ist hier etwa an Veranstaltungen von regionaler Bedeutung, für die längere Spielzeiten vorgesehen werden könnten.

Quelle: Pressemitteilung Junge Union Bad Reichenhall

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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